Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community

Unsere Selbstoptimierung

Der Gedanke ist sehr reizvoll: Wir optimieren uns und unser ERP mithilfe der KI. Brauchen wir dazu und danach auch noch SAP? Wir werden zum Autonomous Enterprise.
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16. Oktober 2026
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Die Vision des Autonomous Enterprise markiert einen Wechsel der ERP-Perspektive. Im Zentrum steht das Versprechen einer neuen Unternehmenssoftware, die sich durch das Zusammenspiel von KI, autonomen Agenten und integrierten Feedback-Schleifen selbst steuert, anpasst und optimiert.

Mit meinen Stammtischschwestern und -brüdern habe ich unsere Selbstoptimierung diskutiert: Aus unserer Perspektive muss eine autonome Selbstoptimierung jedoch einer Prüfung unterzogen werden. Ein ERP-System fungiert im Kern als deterministisches Hauptbuch und verlässliche Buchhaltungsinstanz (System of Record), bei der absolute Präzision, Revisionssicherheit und gesetzliche Konformität unverhandelbare Grundvoraussetzungen sind. Demgegenüber basieren moderne Sprachmodelle und Generative-KI-Ansätze auf probabilistischen Stochastik-Logiken. Wenn nun autonome Agenten eigenmächtig Geschäftsprozesse optimieren sollen, trifft mathematische Unschärfe auf die Exaktheit betriebswirtschaftlicher Transaktionen, weshalb die Behauptung einer autarken Systemoptimierung ohne menschliche Aufsicht vorerst eine theoretische Wunschvorstellung bleibt.

Zwei Praktikanten habe ich im Sommer auf den SAP Knowledge Graph angesetzt: Als das semantische Fundament für jedwede Daten- und Prozessoptimierung positioniert SAP den Knowledge Graph. Die Hana-Graph-Engine überführt relationale Daten, APIs, Prozessketten und kundenspezifische Erweiterungen in eine maschinenlesbare Ontologie und ein Beziehungsgeflecht aus Knoten und Kanten. Für eine gezielte Systemverbesserung ist dieser Knowledge Graph eine entscheidende Grundlage: Er liefert den KI-Agenten und dem Copilot Joule einen kompassartigen Geschäftskontext.

Unsere DSAG mahnt jedoch zu Recht, dass die praktische Datenübersetzung dieses Knowledge Graph ihre Praxistauglichkeit in hochkomplexen Kundenlandschaften erst noch nachhaltig unter Beweis stellen muss. Unsere Praktikanten stehen mitten im Informatikstudium und sind mit RDF, Resource Description Framework, und OWL, Web Ontology Language, vertraut. Das Resource Description Framework bezeichnet eine syntaktische Herangehensweise zur Formulierung logischer Aussagen über beliebige Dinge. Ursprünglich wurde RDF vom World Wide Web Consortium als Standard zur Definition von Metadaten konzipiert.

Was macht unsere SAP-Basis? Die BTP stellt gemeinsam mit der BDC die technische Laufzeitumgebung, das AI-Core-Framework und das Governance-Cockpit (wie den AI Agent Hub auf LeanIX-Basis) bereit, um KI-Agenten zu entwickeln. Durch die Verknüpfung von Process-Mining-Tools wie Signavio mit der Entwicklungsumgebung Joule Studio entsteht ein geschlossener Optimierungskreislauf: Ineffizienzen in den Geschäftsprozessen werden identifiziert, woraufhin KI-Agenten gezielte Anpassungsvorschläge generieren oder Workflows neu ausrichten.

Trotz dieser Potenziale ergeben sich für uns betriebswirtschaftliche, organisatorische und lizenzrechtliche Barrieren, die den Traum der autonomen Selbstoptimierung relativieren. Auf der rechtlichen Ebene erzwingt der europäische EU AI Act bei autonomen Systemen eine kontinuierliche menschliche Aufsicht und Transparenz, weshalb eine echte „Self-Optimization“ im produktiven ERP-Kern ohne ein finales menschliches Freigabesignal (Human in the Loop) rechtlich unzulässig wäre.

Auf der kaufmännischen Seite nutzt SAP das autonome Zielbild als Hebel für einen BTP- und BDC-Zwang. Während das Bereitstellen der KI-Funktionen in den Cloud-Editionen (Rise und Grow) den Migrationsdruck erhöht, geraten wir bei der Nutzung des Generative AI Hub und der BDC-Plattform in verbrauchsbasierte Abrechnungsmodelle mit intransparenten Capacity Units und Token-Gebühren, bei denen ungenutzte Guthaben am Jahresende verfallen und Lastspitzen zu unkalkulierbaren Kostenfällen führen.

Das SAP Autonomous Enterprise liefert Werkzeuge zur Prozessautomatisierung, eine verlässliche Optimierung des ERP-Systems gelingt jedoch nur, wenn wir die Kontrolle über die Datenhoheit behalten, das ECC konsequent bereinigen (Clean Core) und die KI-Agenten unter einer strengen menschlichen Governance führen.

noname@e3mag.com

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Unser geheimnisvoller, anonymer Kolumnist.


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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Nur KI-Erlebnisworkshop am 11. Juni 2026 (limitierte Plätze)
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 11. Juni 2026

Reguläres Ticket

Vorträge, Abendveranstaltung und je Verfügbarkeit der KI-Workshop am 11. Juni 2026
Die Plätze beim KI-Erlebnisworkshop sind limitiert und eine Anmeldung ist erforderlich.

Abonnenten des E3-Magazins Ticket

ermäßigt mit Promocode CCAbo26

Studierende*

ermäßigt mit Promocode CCStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
EUR 305 exkl. USt.
EUR 590 exkl. USt.
EUR 390 exkl. USt.
EUR 290 exkl. USt.

Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Nur KI-Erlebnisworkshop am 23. April 2026 
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 23. April 2026
Reguläres Ticket
22. April 2026: Vorträge und Abendveranstaltung
23. April 2026: Vorträge und KI-Workshop
EUR 305 exkl. USt
EUR 590 exkl. USt
Abonnenten des E3-Magazins
ermäßigt mit Promocode STAbo26
EUR 390 exkl. USt
Studierende*
ermäßigt mit Promocode STStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
EUR 290 exkl. USt
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.