Leonardo ist tot, es lebe ME

SAP Manufacturing Execution (Produktionsleitsystem) gewinnt an Fahrt und Zuspruch.
Peter M. Färbinger, E3 Magazin
30. März 2020
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Der Baukasten „Leonardo“ war einst das Sammelbecken für alle IoT-Aktivitäten der SAP (Industrie 4.0). Später wurde Leonardo um Künstliche Intelligenz, Blockchain und RPA (Robotic Process Automation) sowie viele weitere Buzzwords erweitert.

Weil aber die meisten Themengebiete nicht die Kernkompetenz von SAP sind, sondern der ERP-Konzern vieles zukaufte und auslieh (siehe KI und Machine Learning von Nvidia), war der Erfolg von Leonardo auch sehr bescheiden. Auch fehlte es an Personal und Kompetenz, denn in den vergangenen Monaten waren fast alle Entwickler mit der „Cloud-Integration“ und Stammdaten-Konsolidierung beschäftigt.

In diesem kreativen Chaos erwuchs Manufacturing Execution (ME) zu einem erstaunlichen Produkt. Wer nun ein Update seines Produktionsleitsystems plant, hat neben Bosch, Siemens und anderen, fast immer auch SAP ME auf der Shortlist. Die Verbindung des Produktionsleitsystems zum ERP-Back-Office bringt Effizienz und Agilität. Und unter dem generischen Begriff „ME“ platziert SAP sehr geschickt auch Zukunftsthemen wie Digital-Twin, IIoT etc.

Klassische Themen wie Variantenkonfiguration, Simulation und Prozessmodellierung gehören auch dazu. Leonardo ist tot, aber SAP ME ist in jedem Fall einen Blick wert!

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Peter M. Färbinger, E3 Magazin

Peter M. Färbinger, Herausgeber und Chefredakteur E3-Magazin DE, US und ES (e3mag.com), B4Bmedia.net AG, Freilassing (DE), E-Mail: pmf@b4bmedia.net und Tel. +49(0)8654/77130-21


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