Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community

Innovation und Orientierung

Der einstige Pionier der betriebswirtschaftlichen Standardsoftware scheint seinen innovativen Kompass verloren zu haben. Hana, Cloud, KI, Qubits – was liefert einen ERP-Mehrwert?
Peter M. Färbinger, E3-Magazin
14. April 2026
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SAP ist zu einem Weltkonzern herangewachsen, weil Hasso Plattner und Freunde komplexe Geschäftsprozesse, den Single Point of Truth und die unternehmerische Aufbau- und Ablauforganisation besser als jeder andere in Software gießen konnten.

Aktuell drängt sich jedoch der Verdacht auf, dass der ERP-Weltmarktführer unter der Führung von CEO Christian Klein primär globalen IT-Megatrends hinterherfährt, anstatt marktdominierende Visionen aus eigener Kraft zu kreieren. Statt den SAP-Bestandskunden eine klare, strategische Road-map für ein zukunftsfähiges Enterprise-Betriebssystem aufzuzeigen, flüchtet sich das Management in ein geradezu inflationäres Buzzword-Bingo rund um Cloud, KI, Agentic AI und Quantencomputing.

Das aktuelle Engagement der SAP im Bereich der künstlichen Intelligenz gleicht oftmals einem hastig aufgetragenen Zuckerguss, der über das gesamte Portfolio geschüttet wird, um den Finanzanalysten an der Börse eine fortschrittliche Tech-Company zu präsentieren. Bei schonungsloser Betrachtung offenbart sich jedoch, dass SAP in Kernbereichen der generativen KI keine dominierende Eigenentwicklung vorantreibt, sondern stark auf Kooperationen angewiesen ist. Wenn es um revolutionäre Ansätze wie Agentic AI oder ein Composable ERP geht, bei dem Anwender flexibel die besten KI-Agenten verschiedener Hersteller kombinieren, warnt der SAP-Vorstand die eigene Community gar vor einer gefährlichen „Frankenstein-Architektur“ oder einem unbeherrschbaren „Flickenteppich“. Diese abwehrende Rhetorik offenbart die tiefe Angst vor einem Kontrollverlust im eigenen Ökosystem.

Auch Ausflüge in höchst komplexe und noch unausgereifte Sphären wie das Quantencomputing wirken aktuell eher wie eine naive Ressourcenverschwendung ohne echten ERP-Mehrwert, da selbst die Grundlagen für einen echten „Gutenberg-Moment“ der KI-Revolution im SAP-Kern noch fehlen.

Der Blick auf die einst viel gepriesene SAP-Datenbank Hana illustriert dieses Dilemma der schwindenden Innovationskraft besonders eindrücklich. Als Professor Hasso Plattner diese In-Memory-Computing-Datenbank vor etwa 15 Jahren am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam konzipierte, war sie eine echte disruptive Innovation, die das visionäre Ziel eines agilen „Realtime Enterprise“ überhaupt erst greifbar machte.

Was ist aus dieser Innovation geworden? Über ein Jahrzehnt später hat sich der anfängliche Geschwindigkeitsvorsprung nahezu marginalisiert, da IT-Giganten wie Oracle, IBM und Microsoft längst technisch nachgezogen und gleichwertige eigene In-Memory-Technologien im Markt etabliert haben. Für den kritischen SAP-Bestandskunden stellt sich daher unweigerlich die Frage, ob In-Memory-Computing im Kontext von ERP-Datenbanken heute überhaupt noch als exklusive Innovation gefeiert werden darf. Die ernüchternde Antwort lautet: Nein, es ist längst zu einem unabdingbaren Branchenstandard geworden, der den elitären Innovationsanspruch der SAP nicht mehr rechtfertigt.

Im Sinne von Clayton Christensens Theorie des „Innovator’s Dilemma“ hat SAP es strategisch nicht geschafft, Hana als universelle, unabhängige Datenbankspitze im freien Markt gegen die etablierten Platzhirsche durchzusetzen. Stattdessen mutierte die einstige technische Speerspitze zu einem knallharten kaufmännischen Instrument des Vendor-Lock-in.

Erstmals wurde die Karikatur von Robert Platzgummer (1975 bis 2016) in der E3-Ausgabe September 2016 veröffentlicht. Vor zehn Jahren war Professor Hasso Plattner von der Innovation „Hana“ überzeugt und versuchte, mit SoH (Suite on Hana) und S/4 Orientierung zu geben.
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Peter M. Färbinger, E3-Magazin

Peter M. Färbinger, Herausgeber und Chefredakteur E3-Magazin DE, US, ES und FR (e3mag.com), B4Bmedia.net AG, Freilassing (DE), E-Mail: pmf@b4bmedia.net und Tel. +49(0)8654/77130-21


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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Nur KI-Erlebnisworkshop am 11. Juni 2026 (limitierte Plätze)
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 11. Juni 2026

Reguläres Ticket

Vorträge, Abendveranstaltung und je Verfügbarkeit der KI-Workshop am 11. Juni 2026
Die Plätze beim KI-Erlebnisworkshop sind limitiert und eine Anmeldung ist erforderlich.

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Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
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Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Nur KI-Erlebnisworkshop am 23. April 2026 
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 23. April 2026
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23. April 2026: Vorträge und KI-Workshop
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Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.