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Warum die meisten Unternehmen nicht an AI, sondern an sich selbst scheitern

Die meisten Unternehmen werden daran scheitern, Arbeit neu zu organisieren. Während Vorstände und Geschäftsführungen noch über Use Cases und Tools diskutieren, verschiebt sich die Logik von Arbeit längst.
Frank Rechsteiner
14. Mai 2026
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Künstliche Intelligenz ist kein IT-Projekt, sondern Beschleuniger, Verstärker und Realitätscheck für bestehende Strukturen. Die eigentliche Frage lautet nicht, ob Sie AI einsetzen, sondern ob Ihre Organisation sich schnell genug neu erfinden kann. Wenn nicht, verlieren Sie. Viele Unternehmen reagieren vorhersehbar – und falsch. Sie starten Pilotprojekte, investieren in Tools, bauen Rollen auf, trainieren Mitarbeiter. Nichts davon verändert die Organisation. Es optimiert nur das Bestehende. Während intern noch abgestimmt wird, treffen andere längst Entscheidungen. Sie automatisieren konsequent, verschieben Verantwortung, bauen neue Fähigkeiten auf und erhöhen ihre Umsetzungsgeschwindigkeit. Der Abstand entsteht jetzt. Die meisten CEOs unterschätzen nicht die Technologie. Sie unterschätzen die Konsequenz. 20 bis 30 Prozent der heutigen Arbeit werden verschwinden. Fähigkeiten verändern sich schneller, als Organisationen sie aufbauen können. Wettbewerbsvorteile entstehen nicht durch Technologie allein, sondern durch die Fähigkeit, die eigene Workforce schneller zu transformieren als die Konkurrenz.

Reskilling massiv skalieren

Unternehmen müssen Reskilling massiv skalieren, sonst wird Transformation blockiert. Geschwindigkeit ist kein operatives Thema. Sie ist ein strukturelles Ergebnis. Sie entsteht dort, wo Entscheidungen sind, Verantwortung eindeutig ist und Führung konsequent handelt. In vielen Unternehmen werden Entscheidungen jedoch verzögert, Verantwortung verteilt sich im System, Führung moderiert, statt zu entscheiden. Das Ergebnis: Trägheit statt Sicherheit. Das eigentliche Risiko ist nicht, AI zu spät einzuführen. Riskant ist, zu spät zu erkennen, dass das eigene Unternehmen auf einer überholten Arbeitslogik basiert und dass es auf zu teurer menschlicher Routine fußt. Die Symptome: Entscheidungen dauern zu lange. Verantwortung ist unklar. Führung sichert Bestehendes, statt Neues zu ermöglichen. Reskilling bleibt punktuell. Gleichzeitig steigen die Kosten menschlicher Routinearbeit, während ihr Wert sinkt. Sie bezahlen mehr für weniger Wirkung. AI verändert nicht nur Prozesse. AI entscheidet, welche Arbeit überhaupt noch existiert. Routine verschwindet, Komplexität steigt. Entscheidungen werden zentraler, Führung anspruchsvoller. Organisationen müssen sich strukturell neu erfinden. Es reicht nicht mehr, Abläufe zu optimieren. Arbeit selbst steht zur Disposition. Welche Tätigkeiten verschwinden? Welche Rollen entscheiden? Und trägt Ihr Führungssystem diese Realität – oder verhindert es sie bereits? Für CEOs bedeutet das: Arbeitssysteme neu bauen, Skills neu bewerten und Geschwindigkeit erhöhen. Wandel lässt sich nicht managen. Er verlangt Entscheidungen. Klare, oft unbequeme Entscheidungen über Arbeit, Fähigkeiten, Menschen und Verantwortung. Hier beginnt die eigentliche Aufgabe auf CEO-Level: nicht im Verstehen von Technologie, sondern im konsequenten Neudenken der Organisation.

Faktor Zeit ist entscheidend

Die Frage ist nicht, ob Sie handeln, sondern ob Sie schnell genug handeln. Während Sie noch analysieren, entscheiden andere bereits. Während Sie noch diskutieren, reorganisieren andere ihre Arbeit. Am Ende bleibt keine strategische Frage, sondern eine Realität: Entweder Sie treffen jetzt die richtigen Entscheidungen oder Ihr Unternehmen verliert Zeit, Geschwindigkeit und damit Relevanz. Zeit ist der einzige Faktor, den Sie nicht zurückholen können.
Die Unternehmen, die jetzt gewinnen, haben keinen besseren Zugang zu Technologie. Sie treffen schneller Entscheidungen über Arbeit, Fähigkeiten und Verantwortung. Sie bauen ihre Organisation aktiv um, während andere noch versuchen, das Bestehende zu stabilisieren. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob Sie verstehen, was passiert, sondern ob Sie bereit sind, die Konsequenzen daraus zu ziehen. Denn genau dafür braucht es einen Raum, in dem diese Entscheidungen tatsächlich getroffen werden: auf CEO-Level. (Quelle: Frank Rechsteiner)

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Frank Rechsteiner

CEO Advisory für die neue Arbeitsrealität und Bewusstseins­architekt.


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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Nur KI-Erlebnisworkshop am 11. Juni 2026 (limitierte Plätze)
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 11. Juni 2026

Reguläres Ticket

Vorträge, Abendveranstaltung und je Verfügbarkeit der KI-Workshop am 11. Juni 2026
Die Plätze beim KI-Erlebnisworkshop sind limitiert und eine Anmeldung ist erforderlich.

Abonnenten des E3-Magazins Ticket

ermäßigt mit Promocode CCAbo26

Studierende*

ermäßigt mit Promocode CCStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
EUR 305 exkl. USt.
EUR 590 exkl. USt.
EUR 390 exkl. USt.
EUR 290 exkl. USt.

Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Nur KI-Erlebnisworkshop am 23. April 2026 
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 23. April 2026
Reguläres Ticket
22. April 2026: Vorträge und Abendveranstaltung
23. April 2026: Vorträge und KI-Workshop
EUR 305 exkl. USt
EUR 590 exkl. USt
Abonnenten des E3-Magazins
ermäßigt mit Promocode STAbo26
EUR 390 exkl. USt
Studierende*
ermäßigt mit Promocode STStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
EUR 290 exkl. USt
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.