Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community

Lösung versus Werkzeug

Die meisten IT-Anwender sind auf der Suche nach betriebswirtschaftlichen, organisatorischen und technischen Lösungen. Es gilt die End-to-End-Prozesse zu optimieren. Die digitale Transformation beruht auf Strategie und Konzepten und nicht auf Werkzeugen.
E3-Magazin
13. Juni 2024
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Business-Technology-Werkzeuge

Die SAP Business Technology Platform (BTP) ist eine große Ansammlung von hinreichend brauchbaren Werkzeugen. Wolfram Jost, Group Chief Technology Officer Scheer, erklärte auf dem E3-Summit 2024 zum Thema Steampunk und BTP, dass die SAP-Plattform für viele ein interessanter Werkzeugkasten ist, aber es der Plattform an wesentlichen Eigenschaften fehlt, um auch eine solche zu sein.

SAP-CTO und -Technikvorstand Jürgen Müller hat es somit verabsäumt, eine homogene und stringente Weiterentwicklung des ERP zu ermöglichen. Stattdessen findet der SAP-Bestandskunde zahlreiche Werkzeuge vor, die er nach eigenem Ermessen lizenzieren und verwenden kann. SAP bleibt hier eine klare Ansage und Roadmap schuldig.

SAP-Chef Christian Klein und sein Vorstand vermeiden eindeutige Antworten und klare Richtungsentscheidungen. Mittels kaum mehr überblickbarer Partnerschaften, Produktentwicklungen und Kooperationen will SAP offensichtlich in allen Märkten für alle Gelegenheiten präsent sein. Die SAP-Vorstände Christian Klein, Jürgen Müller und Thomas Saueressig bieten keine betriebswirtschaftlichen Lösungen an, sondern eine Plattform der unendlichen Möglichkeiten. Den Weg und die Orientierung muss der SAP-Bestandskunde selber finden.

Der SAP-Verlust an Kompetenz

Warum dieses Chaos?, fragt sich der SAP-Bestandskunde. Die Antwort ist einfach: SAP besitzt keine eigene KI-Kompetenz. In der Not werden Partnerschaften mit fast jedem KI-Anbieter geschlossen und das wenige KI-Budget mittels Gießkanne auf viele Start-ups verteilt.

Weil SAP keine KI-Kompetenz hat, kann Christian Klein auch nicht die Spreu vom Weizen trennen. KI ist bei SAP ein Gemischtwarengeschäft. Eine klare, eindeutige und transparente KI-Strategie ist bei SAP nicht zu erkennen. Von allem ein wenig, so erhofft sich SAP-Chef Klein zumindest einmal das Richtige zu finden und zu tun.

Signavio, LeanIX und Emarsys

Noch immer ist vollkommen unklar, ob der Milliarden teure Zukauf Signavio ein Aufbruch ins Business-Process-Zeitalter ist oder nur ein Abwehrkampf gegen Celonis aus München (DE), die das Thema schon länger und besser abarbeiten. Celonis hat Potenzial. Es fehlt jedoch die Singularität im SAP-Produktangebot. Damit bleibt Signavio eine weitere Möglichkeit von vielen – ein gutes Produkt, aber ohne Vision und Nachhaltigkeit.

LeanIX ist im SAP-Universum ein Zwitterwesen. Das Produkt soll das SAP-Angebot erweitern und bereichern, aber gleichzeitig auch unabhängig bleiben und für Non-SAP-Kunden attraktiv sein. Das Angebot von LeanIX ist interessant. Es fehlt jedoch SAP-Chef Christian Klein eine logische und überzeugende Roadmap. Damit wird LeanIX zu einer beliebigen Ware im Gemischtwarenangebot von SAP.

Emarsys war einst ein E-Mail-System für Newsletter. SAP kaufte es und machte daraus ein weiteres Marketingwerkzeug. Viele Anwender loben das Produkt. Ob es einen strategischen Ansatz bei SAP dafür gibt oder Emarsys nur ein weiteres E-Commerce-Angebot im SAP-Universum ist, bleibt unbeantwortet. Die CX-Aktivitäten (Customer Experience) von Christian Klein sind unergründlich.

Auch SAP wird es nicht gelingen, es allen mit allem recht zu machen. Ein IT-Gemischtwarengeschäft wie SAP wird niemals eine Antwort für die digitale Transformation sein. Die SAP-Community braucht vom ERP-Weltmarktführer Orientierung, Kompetenz und eindeutige Strategien. Der gleichzeitige Tanz in Echtzeit (siehe SAP Hana) auf allen Hochzeiten ist keine Antwort für die SAP-Bestandskunden.

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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum zweiten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren. Alle Informationen zum Event finden Sie hier:

SAP Competence Center Summit 2024

Veranstaltungsort

Eventraum, FourSide Hotel Salzburg,
Am Messezentrum 2,
A-5020 Salzburg

Veranstaltungsdatum

5. und 6. Juni 2024

Reguläres Ticket:

€ 590 exkl. USt.

Veranstaltungsort

Eventraum, Hotel Hilton Heidelberg,
Kurfürstenanlage 1,
69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

28. und 29. Februar 2024

Tickets

Regular Ticket
EUR 590 exkl. USt
Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2024, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.