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SAP auf der Suche nach der AI-Rolle zwischen Plattform und Souveränität

Auf den Sapphire-Events 2026 hat SAP die KI-Strategie geschärft. Zwischen Souveränität, Partner-Ökosystem und „Autonomous Enterprise“ zeichnet sich ein Zielbild ab. Noch fehlt der Beweis, dass aus Visionen belastbare Lösungen werden.
Joachim Hackmann, PAC
20. Juli 2026
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Die Sapphire 2026 in Madrid und Orlando stand klar im Zeichen einer Neujustierung der SAP-Strategie im KI-Zeitalter. Während Orlando traditionell den globalen Rahmen setzt, war Madrid für europäische Kunden relevanter – und politischer. Im Zentrum stand die digitale Souveränität.

SAP adressiert eine zentrale Debatte in Europa: die Abhängigkeit von US- und zunehmend auch chinesischen Plattformanbietern. Mit der SAP EU AI Cloud, die im November als strategisches Framework vorgestellt wurde, hat SAP in Madrid konkret nachgelegt. Vier Deployment-Modelle – SAP-Rechenzentren, Kundendatacenter, Hyperscaler sowie die neue Delos-Cloud – sollen Auswahl schaffen. Ergänzt wird dies durch ein Souveränitäts-Framework entlang der Dimensionen Daten, Betrieb, Technologie und Compliance. In der Theorie ist das überzeugend. Auch die Partnerschaften mit europäischen und Nicht-US-Anbietern wie Mistral und Cohere unterstreichen den Anspruch, echte Alternativen zu dominanten KI-Ökosystemen zu schaffen. Der Ansatz ist richtig und nachvollziehbar. Doch die entscheidende Frage lautet: Wie schnell wird SAP liefern? Im KI-Zeitalter fehlt es oft an Zeit und Geduld, um auf die langwierige Umsetzung von Konzeptpapieren zu warten.

Autonomous Enterprise: Vieles nicht neu

Parallel dazu wurde auf beiden Veranstaltungen ein weiteres großes Narrativ etabliert: das „Autonomous Enterprise“. Herzstück ist die Kombination aus „Autonomous Suite“ und „Business AI Platform“, verbunden über einen semantischen Layer in Form eines Knowledge Graph. Auch hier gilt: Vieles ist nicht völlig neu. Die Autonomous Suite bündelt im Kern bestehende Anwendungen und Datenservices, während die Business AI Platform bekannte Komponenten wie BTP, Business Data Cloud und AI Foundation integriert. SAP bleibt sich treu und versieht pünktlich zur jährlichen Sapphire bekannte Bausteine mit neuen Begrifflichkeiten und Dachbezeichnungen.

Doch diesmal lohnt sich ein genauerer Blick. Denn hinter der Begriffswelt zeigt sich eine strategische Klärung: SAP will nicht länger im Wettbewerb mit großen LLM-Anbietern stehen. Stattdessen positioniert sich das Unternehmen als Orchestrator und Kontrollinstanz für Enterprise AI. Der Kern der Positionierung ist plausibel: SAP verfügt über etwas, das Hyperscaler und KI-Start-ups nicht haben – tief integrierte, geschäftskritische Unternehmensdaten sowie jahrzehntelange Expertise in Prozessen, Compliance und Auditierbarkeit. Hier verortet SAP den Mehrwert. KI soll nicht losgelöst, sondern kontextualisiert entlang realer Geschäftsprozesse wirken.

Schlüsselrolle: Knowledge Graph

Der Knowledge Graph spielt eine Schlüsselrolle. Er verbindet strukturierte Daten, Prozesse und semantische Bedeutungsebenen und bildet die Grundlage, um KI-Agenten sinnvoll und kontrolliert einzusetzen. Damit wird verständlich, warum SAP so stark auf das Thema Agenten setzt: Sie sind das operative Bindeglied zwischen Daten, Anwendungen und Automatisierung.

Diese strategische Einordnung wirkt schlüssig. SAP definiert sich nicht als KI-Plattform im engeren Sinne, sondern als Anbieter einer vertrauenswürdigen, integrierten AI-Infrastruktur für Unternehmen. Die Kontrolle über diese Infrastruktur soll bewusst nicht an LLM-Betreiber delegiert werden.

Darin liegt die Chance – und das Risiko. Die Vision eines autonomen Unternehmens ist nur tragfähig, wenn sie sich über das gesamte SAP-Portfolio erstreckt. Heute ist diese Integration noch nicht durchgängig sichtbar. Viele der angekündigten Elemente existieren nebeneinander, aber noch nicht vollständig verzahnt.

SAP hat auf der Sapphire wichtige Weichen gestellt. Die Betonung von Souveränität ist für Europa zwingend, die strategische Positionierung im KI-Ökosystem sinnvoll. Doch es bleibt ein Unterschied zwischen Narrativ und Realität. Die nächsten Monate werden zeigen, ob SAP den eigenen Anspruch einlösen kann – oder ob Kunden weiterhin zwischen Vision und Implementierungslücke navigieren müssen.

Zum Partnereintrag:

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Joachim Hackmann, PAC

Vice President – Business Applications and related Services, PAC Deutschland


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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Nur KI-Erlebnisworkshop am 11. Juni 2026 (limitierte Plätze)
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 11. Juni 2026

Reguläres Ticket

Vorträge, Abendveranstaltung und je Verfügbarkeit der KI-Workshop am 11. Juni 2026
Die Plätze beim KI-Erlebnisworkshop sind limitiert und eine Anmeldung ist erforderlich.

Abonnenten des E3-Magazins Ticket

ermäßigt mit Promocode CCAbo26

Studierende*

ermäßigt mit Promocode CCStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
EUR 305 exkl. USt.
EUR 590 exkl. USt.
EUR 390 exkl. USt.
EUR 290 exkl. USt.

Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Nur KI-Erlebnisworkshop am 23. April 2026 
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 23. April 2026
Reguläres Ticket
22. April 2026: Vorträge und Abendveranstaltung
23. April 2026: Vorträge und KI-Workshop
EUR 305 exkl. USt
EUR 590 exkl. USt
Abonnenten des E3-Magazins
ermäßigt mit Promocode STAbo26
EUR 390 exkl. USt
Studierende*
ermäßigt mit Promocode STStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
EUR 290 exkl. USt
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.