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Datenzugang und Integration: SAP richtet KI-Strategie neu aus

SAP schärft bei der KI-Strategie nach: Mit Zukäufen wie Reltio, Dremio und Prior Labs setzt der Konzern auf bessere Datenintegration, konsistente Datenbestände und den Zugriff auf strukturierte Unternehmensdaten für Analytics und KI.
Joachim Hackmann, PAC
29. Mai 2026
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Vielleicht hat sich SAP lange in einem Selbstverständnis gut aufgehoben gefühlt, das Nvidia-CEO Jensen Huang einmal treffend formulierte: „SAP sitzt auf einer Goldgrube an Unternehmensdaten, die in maßgeschneiderte Gen-AI-Agenten umgewandelt werden können, um Kunden bei der Automatisierung ihrer Geschäftsabläufe zu unterstützen.“ Diese richtige Einschätzung greift zu kurz: Bei Weitem nicht alle geschäftskritischen Daten großer Konzerne, die für KI-Projekte relevant sind, liegen in SAP-Umgebungen.


Akquisitionen verschieben KI-Fokus

Mit den jüngsten Akquisitionen scheint SAP die bislang nur begrenzt erfolgreiche KI-Strategie neu auszurichten. Der Fokus verschiebt sich stärker auf die der eigentlichen KI-Nutzung vorgelagerte Arbeit: die Nutzbarmachung unternehmenseigener Daten. Erste Ansätze dafür existierten bereits mit BDC Connect – einer Schnittstellentechnologie, die Zero-Copy-Inte­grationen mit Plattformen wie Snowflake, Data­bricks, Microsoft Fabric oder Google BigQuery ermöglicht und damit die gleichberechtigte Verarbeitung von SAP- und Non-SAP-Daten erlaubt.

Mit den Übernahmen von Reltio und Dremio zieht SAP diesen Cross-Silo-Datenzugang nun deutlich stärker in das eigene Portfolio. Vor allem Reltio passt strategisch gut in diese Neuausrichtung. Der Cloud-Spezialist für MDM, Entity Resolution und Golden Records sorgt dafür, dass Unternehmen konsistente und vertrauenswürdige Stammdaten besitzen – also einheitliche Kunden-, Produkt-, Lieferanten- oder Finanzdaten über Systemgrenzen hinweg.

Noch klarer wird diese Stoßrichtung bei Dremio. Das Unternehmen bringt moderne Lakehouse- und Datenföderations-Technologien in den SAP-Stack, insbesondere rund um Apache Iceberg, föderierte Queries und den direkten Zugriff auf verteilte Datenquellen ohne klassische Replikation. Technologisch ist das ein bedeutender Schritt, denn moderne AI- und Analytics-Architekturen entstehen zunehmend außerhalb klassischer ERP-Datenmodelle.

Ergänzt wird die Strategie durch Prior Labs. Das Ende 2024 in Freiburg gegründete Startup entwickelt KI-Modelle, die gezielt auf strukturierte Unternehmensdaten optimiert sind. Während klassische LLMs primär sprachbasiert arbeiten, fokussiert sich Prior Labs auf Tabellen, relationale Datenstrukturen, Zeitreihen und ERP-Logiken – also genau jene Datenwelten, in denen SAP traditionell stark ist. Entsprechend konsequent ist SAPs Zusage, in den kommenden vier Jahren mehr als eine Milliarde Euro zu investieren, um Prior Labs zu einem weltweit führenden Frontier-AI-Labor für strukturierte Daten auszubauen.

Reltio und Dremio erinnern an frühere Entwicklungen rund um Signavio und Celonis. Celonis galt lange als technologisch führend im Process Mining, wurde für SAP jedoch zu teuer. Stattdessen übernahm SAP Signavio und etablierte damit ein eigenes, tief integriertes Gegenmodell. Ein ähnliches Muster könnte sich nun im Data- und AI-Umfeld wiederholen – da Reltio und Dremio mit ihren Plattformen in direkte Konkurrenz zu strategischen SAP-Partnern wie Databricks, Snowflake oder Google BigQuery treten.

Für Kunden ergeben sich so erneut strategische Richtungsentscheidungen. Viele Unternehmen haben in moderne Lakehouse-Architekturen investiert und stehen nun vor der Frage, ob zusätzlich SAP-eigene Datenplattformen aufgebaut werden sollen. Vorteile liegen in tieferer Integration, geringerer Schnittstellenkomplexität und zentraler Governance – langfristig wächst jedoch auch der Vendor Lock-in.


Auswirkungen auf SAP-Servicepartner

Lösungspartner erhalten damit erneut das Signal, dass SAP attraktive Wachstumsmärkte selbst besetzen will, was das Potenzial für eigenständige Data-Integration-Services mittelfristig begrenzen könnte. Für das SAP-Servicepartner-Ökosystem könnte sich mittelfristig zudem das Potenzial für komplexe Data-Integration-Services reduzieren, wenn SAP versucht, größere Teile der Datenarchitektur als Standard-Feature direkt in die eigene Plattform zu integrieren.

Zum Partnereintrag:

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Joachim Hackmann, PAC

Vice President – Business Applications and related Services, PAC Deutschland


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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

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Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Nur KI-Erlebnisworkshop am 11. Juni 2026 (limitierte Plätze)
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 11. Juni 2026

Reguläres Ticket

Vorträge, Abendveranstaltung und je Verfügbarkeit der KI-Workshop am 11. Juni 2026
Die Plätze beim KI-Erlebnisworkshop sind limitiert und eine Anmeldung ist erforderlich.

Abonnenten des E3-Magazins Ticket

ermäßigt mit Promocode CCAbo26

Studierende*

ermäßigt mit Promocode CCStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
EUR 305 exkl. USt.
EUR 590 exkl. USt.
EUR 390 exkl. USt.
EUR 290 exkl. USt.

Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Nur KI-Erlebnisworkshop am 23. April 2026 
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 23. April 2026
Reguläres Ticket
22. April 2026: Vorträge und Abendveranstaltung
23. April 2026: Vorträge und KI-Workshop
EUR 305 exkl. USt
EUR 590 exkl. USt
Abonnenten des E3-Magazins
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EUR 390 exkl. USt
Studierende*
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Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
EUR 290 exkl. USt
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Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.