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Cloud Computing – Skepsis gegenüber der S/4-Cloud?

Skepsis gegenüber der S/4-Cloud? Eine jährliche Umfrage zur Ermittlung des Stands der S/4-Migration und der Business-Chancen hat dieses Jahr grundlegende Erkenntnisse hervorgebracht. In Bezug auf die Bekanntheit von SAP-Angeboten hat sich einiges getan.
Timo Rüb
4. Oktober 2023
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Die Cloud-Initiative Rise with SAP hat in diesem Jahr deutlich in ihrer Bekanntheit zugenommen. Daneben gewinnt auch das Private-Cloud-Angebot der SAP vermehrt an Beliebtheit. Es lässt sich insgesamt sagen, dass die Skepsis gegenüber der Cloud in diesem Jahr erstmals erkennbar abgenommen hat. Unternehmen wertschätzen zunehmend die Vorteile der Private-Cloud-Architektur, bei der sie die bewährten Cloud-Vorteile nutzen und gleichzeitig mögliche Unsicherheiten der Public Cloud in Bezug auf Datensicherheit, Ausfallzeiten oder Compliance-Anforderungen vermeiden können. Dennoch bestehen bei einigen Unternehmen noch gewisse Restzweifel in Bezug auf die Cloud-Migration. 

Modifikationen und Customizing


An erster Stelle steht die Sorge um die große Anzahl bestehender Eigenentwicklungen, die bisher lokal betrieben werden und nicht oder nur teilweise in die Cloud überführt werden können. Direkt gefolgt von Bedenken hinsichtlich fehlender Customizing-Möglichkeiten, insbesondere in der Public Cloud, sowie Datenschutz- und Datensicherheitsbedenken. Zumindest in Bezug auf die Integration und Entwicklung von Erweiterungen kann die SAP Business Technology Platform (BTP) als Lösungsansatz dienen.

Die Möglichkeiten der BTP sind zwar facettenreich, scheinen jedoch bei zahlreichen deutschen Unternehmen noch nicht vollständig angekommen zu sein. Den Umfrageergebnissen zufolge nutzen
34 Prozent der Befragten die BTP bereits – 13 Prozent sind zumindest mit der Einführung beschäftigt. Die andere Hälfte hat sich bisher noch nicht ausreichend mit der SAP BTP auseinandergesetzt. Demgegenüber hadern knapp 18 Prozent der Befragten mit dem Kostenfaktor bei der Implementierung. 

Bei der Betrachtung der Kosten sollten die berühmten Äpfel nicht mit den nicht weniger berühmten Birnen verglichen werden. Die Total Costs of Ownership (TCO) sind hier das Stichwort. Bei der kostenseitigen Betrachtung hinsichtlich des Einsatzes der BTP müssen den Kosten der BTP die gesamten Kosten gegenübergestellt werden, die entstehen, wenn die Plattform nicht eingesetzt wird. Aufwändige Upgrade-Projekte bei On-stack-Erweiterungen statt der Implementierung von Side-by-side-Extensions sind hier beispielhaft genannt, ebenso der kostenintensive Betrieb von Schnittstellen ohne die Nutzung moderner Integrationskonzepte/-technologien wie API-basierte und ereignisgesteuerte Integration.

Agile und intelligente Unternehmen haben einen klaren Wettbewerbsvorteil, da sie proaktiv handeln und sich schnell an neue Marktbedingungen anpassen. Ihr Erfolg beruht auf Echtzeitdaten als Grundlage für Entscheidungen, nahtlos integrierte Geschäftsprozesse über verschiedene Systeme hinweg und der Fähigkeit, Anwendungen bedarfsgerecht zu erweitern und neue Applikationen zu entwickeln. 

Genau hier setzen PaaS-Lösungen (Platform as a Service) wie die BTP an. Diese Plattformen bieten in einer einheitlichen Umgebung Services für die Integration, Anwendungsentwicklung, Automatisierung, künstliche Intelligenz, Daten und Analysen. 

Unternehmen erhalten umfangreiche, skalierbare und sichere Dienste, moderne, leistungsfähige Tools und vorgefertigte Geschäftsinhalte für alle Aufgaben der digitalen Transformation. Dies ermöglicht es ihnen, neue Geschäftsszenarien und -modelle schnell und wirtschaftlich umzusetzen.

Für Unternehmen, die ihre S/4-Migration planen, kann die SAP BTP eine zentrale Komponente ihrer zukünftigen Systemlandschaft darstellen. Das S/4-Hana-System muss in den meisten Fällen mit einer Vielzahl weiterer Systeme integriert werden. Darüber hinaus werden Erweiterungen benötigt, die Unternehmen von ihren Wettbewerbern differenzieren und Wettbewerbsvorteile schaffen. Hier kann die BTP ihre Stärken ausspielen, bietet sie hier sowohl für alle denkbaren Integrationsszenarien als auch für Erweiterungen und Innovationen alle notwendigen Services und Tools, speziell für SAP-fokussierte Anwendungslandschaften.

https://e3mag.com/partners/valantic/
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Timo Rüb

Vice Präsident, Valantic


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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb. Zum zweiten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren. Mit Ausstellung, Fachvorträgen und viel Gesprächsbedarf erwarten wir wieder zahlreiche Bestandskunden, Partner und Experten in Salzburg. Das E3-Magazin ladet zum Lernen und Ideenaustausch am 5. und 6. Juni 2024 nach Salzburg ein.

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Veranstaltungsdatum

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Early-Bird-Ticket - Erhältlich bis 29.03.2024
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69115 Heidelberg

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28. und 29. Februar 2024

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