Strategische Datensouveränität


So halten 51 Prozent der Befragten das Thema für sehr wichtig (2025: 42 Prozent), 76 Prozent erwarten eine weiter steigende Bedeutung. Gleichzeitig investieren 40 Prozent bislang nicht in entsprechende Initiativen, nur 10 Prozent verfügen über ein dediziertes Budget.
Treiber: Von Regulierung zu Risiko
Gesetzliche Anforderungen bleiben mit 61 Prozent der wichtigste externe Treiber, verlieren aber an Dominanz (2025: 69 Prozent). Risikogetriebene Faktoren legen zu: politische Entwicklungen in den USA (54 Prozent, plus 8 Punkte), Cybersicherheitsvorfälle (49 Prozent, plus 7 Punkte) und die Sorge vor Abhängigkeiten von Public-Cloud-Anbietern (46 Prozent, plus 6 Punkte). Intern wirken vor allem der Einsatz von Daten und KI in Kernprozessen (62 Prozent), die wachsende Datensensitivität (52 Prozent) und steigende Anbieterabhängigkeiten (49 Prozent).
Nur 38 Prozent der Unternehmen verfügen über eine angewandte Souveränitäts-Governance, 46 Prozent über eine etablierte technische Architektur. Auf der Maßnahmenseite dominieren Cybersicherheit (43 Prozent) sowie Hybrid-Cloud- und On-premises-Strategien (35 Prozent). Der Anteil mit Repatriierungsinitiativen hat sich binnen Jahresfrist von 8 auf 16 Prozent verdoppelt. Regional sticht Nordamerika hervor: 73 Prozent der dortigen Unternehmen finanzieren Souveränitätsmaßnahmen, in Europa sind es 56 Prozent.

„Souveränität ist 2026 eine Voraussetzung dafür geworden,
Daten und KI in produktiven Kernprozessen sicher zu skalieren.”
Carsten Bange,
Gründer und CEO,
Barc
Mehr als Compliance-Anhängsel
Carsten Bange, Gründer und CEO von Barc, kommentiert: „Souveränität ist 2026 eine Voraussetzung dafür geworden, Daten und KI in produktiven Kernprozessen sicher zu skalieren, und reicht damit deutlich über ein Compliance-Anhängsel hinaus. Viele Programme starten mit Strategie und Funding und scheitern dann an fehlenden Ressourcen und technischen Hürden. Wer skaliert, braucht reproduzierbare Architekturmuster und klare Governance-Vorgaben.“
Innovationstreiber Souveränität
46 Prozent sehen einen positiven Effekt von Souveränitätsinitiativen auf die Innovationsfähigkeit, 9 Prozent einen negativen. Bei Unternehmen mit dediziertem Budget steigt der Anteil positiver Bewertungen auf 71 Prozent. Gleichzeitig sind technische Hürden 2026 sprunghaft gestiegen (43 Prozent, 2025: 26 Prozent) und 44 Prozent nennen fehlende personelle Ressourcen als zentrales Hindernis. (Quelle: Barc)




