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SAP-Sicherheit auf dem Prüfstand

Hunderte von Sicherheitsempfehlungen müssen SAP-Anwenderunternehmen in ihren Systemen umsetzen. Wo stehen sie hier, auf welchen Gebieten gibt es besonderen Nachholbedarf? Dies hat SecurityBridge jetzt in seinem Cybersecurity Resilience Index for SAP ermittelt.
E3-Magazin
11. Mai 2026
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Wie sicher sind SAP-Systeme weltweit? Der Cybersecurity Resilience Index for SAP liefert darauf eine datenbasierte Antwort: Er gibt den durchschnittlichen Prozentsatz der konformen Prüfungen pro Verantwortungsbereich über Tausende von SAP-Systemen im Kundenstamm von SecurityBridge an. Das IT-Security-Unternehmen sichert mittlerweile 8000 SAP-Systeme weltweit; der Index spiegelt daher ein annähernd repräsentatives Bild der Sicherheitslage in allen SAP-Systemen weltweit wider.

Die meisten Verantwortungsbereiche liegen zwischen 58 und 77 Prozent. Dies deutet auf ein insgesamt solides Sicherheitsprogramm in Bereichen hin, die direkt mit Anwendungskontrollen und -konfi­guration zusammenhängen. Erhebliche Schwan­kungen gibt es hingegen in den Bereichen Governance und Integration. Einen Index von 100 Prozent findet Security­Bridge im Bereich „Betriebssysteme“ – auf Host-Ebene sind Systemhärtung und Kon­trollen demnach ausgereift, werden konsequent durchgesetzt und intensiv geprüft. 77 Prozent im Bereich „Entwicklung (Code-Vulnerability)“ deuten auf etablierte Praktiken für sichere Entwicklung hin. Dies verringert die Angriffsfläche durch benutzerdefinierte Abap- und Repository-Änderungen und ist ein positiver Indikator für langfristige Risikominderung.

Ebenfalls 77 Prozent im Bereich „Inte­gration“ dokumentieren eine erhebliche Absicherung der Schnittstellen (RFC, HTTP, TCP/IP), was das Risiko einer lateralen Bewegung über systemübergreifende Kanäle verringert. „Identität“ und „Zugriff“ mit 73 Prozent spiegeln eine solide IAM-Situation wider, mit zuverlässigen Prozessen für Neueinstellungen, Versetzungen und Austritte sowie Authentifizierungskontrollen. Teams verwalten demnach ihre Konten aktiv und reduzieren verwaiste bzw. solche mit privilegiertem Zugriff.

Falsch verwaltete Berechtigungen

Am unteren Ende der Skala liegen die Bereiche „Berechtigungen“ (68 Prozent) und „Datenschutz“ (65 Prozent) – Risikobereiche, die eigentlich hohe Priorität genießen sollten, da falsch verwaltete Berechtigungen und die Offenlegung sensibler Daten häufige Angriffsvektoren für Sicherheitsverletzungen sind. Lücken bei der Berechtigungskontrolle stehen in engem Zusammenhang mit den Angriffswegen von Angreifern, die sich von einfachen Benutzern zu erhöhten Berechtigungen hocharbeiten. Der Datenschutzwert spiegelt direkt das Risiko im Hinblick auf die DSGVO und andere Vorschriften sowie die potenzielle Gefahr von Datenexfiltration wider. Er si­gnalisiert ein anhaltendes Risiko, wenn
Zugriffskontrollen und Überwachung für sensible Daten nicht konsequent durchgesetzt werden.

Verschieden ausgeprägte Sicherheitsmaßnahmen in einzelnen SAP-Bereichen. Quelle SecurityBridge

Schwachstelle SAP-Basis

Der Bereich „SAP-Basis“, der als Gover­nance- und Konfigurationsebene allen anderen Kontrollen zugrunde liegt, weist mit 58 Prozent den niedrigsten Wert auf. Schwachstellen in diesem Bereich können die Protokollierung, die Audit-Bereitschaft und die allgemeine Systemabsicherung untergraben und so eine Lücke in der Sichtbarkeit von Fehlkonfigurationen über den gesamten Stack hinweg schaffen. Der Wert deutet auf häufige Fehlkonfigurationen oder langsame Behebungszyklen hin, die die Reaktionsfähigkeit bei Vorfällen und die forensischen Fähigkeiten beeinträchtigen können. Der unmittelbare Fokus sollte – den Ergebnissen folgend – auf Berechtigungen, Datenschutz und SAP-Basis liegen. Risikobehaftete oder ungenutzte Berechtigungsprofile sollten überprüft bzw. bereinigt sowie Least-Privilege-Modelle umgesetzt werden.


SecurityBridge empfiehlt außerdem richtliniengesteuerte Korrekturmaßnahmen und eine kontinuierliche Überwachung auf ungewöhnliche Berechtigungserweiterungen.


Beim Datenschutz sollten Unternehmen strengere Datenzugriffskontrollen durchführen, auf Verschlüsselung bei Speicherung und Übertragung umsteigen sowie robuste Data-Loss-Prevention- Maßnahmen implementieren (und überwachen), um das Risiko von Datenexfiltration zu verringern. Die SAP-Basis ist gut beraten, Härtungsmaßnahmen zu verschärfen, Fehlkonfigurationen zu beheben und sicherzustellen, dass Audit-Protokolle aktiviert und aufbewahrt werden. (Quelle: SecurityBridge)

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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Nur KI-Erlebnisworkshop am 11. Juni 2026 (limitierte Plätze)
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 11. Juni 2026

Reguläres Ticket

Vorträge, Abendveranstaltung und je Verfügbarkeit der KI-Workshop am 11. Juni 2026
Die Plätze beim KI-Erlebnisworkshop sind limitiert und eine Anmeldung ist erforderlich.

Abonnenten des E3-Magazins Ticket

ermäßigt mit Promocode CCAbo26

Studierende*

ermäßigt mit Promocode CCStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
EUR 305 exkl. USt.
EUR 590 exkl. USt.
EUR 390 exkl. USt.
EUR 290 exkl. USt.

Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Nur KI-Erlebnisworkshop am 23. April 2026 
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 23. April 2026
Reguläres Ticket
22. April 2026: Vorträge und Abendveranstaltung
23. April 2026: Vorträge und KI-Workshop
EUR 305 exkl. USt
EUR 590 exkl. USt
Abonnenten des E3-Magazins
ermäßigt mit Promocode STAbo26
EUR 390 exkl. USt
Studierende*
ermäßigt mit Promocode STStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
EUR 290 exkl. USt
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.