Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community

Ein Tag, eine Woche, belastbare Entscheidung: Digitalisierung und IT-Industrie im Mittelstand

Was das eigene SAP-System wirklich tut, steht am nächsten Tag fest. Wie das künftige System läuft, eine Woche später. Erst danach muss über ein Vorhaben entschieden werden, das Jahre bindet.
Diana Bohr, West Trax
Bernhard Lang, LeapGreat
26. Oktober 2026
avatar
avatar

Mit dem Wartungsende für SAP ECC endet der Support durch SAP. Nichts zu tun wird risikoreich und teuer. Wer ein gewartetes System betreiben will, muss eine Transformation starten. Wer darüber entscheidet, kennt dabei zwei zentrale Größen meist nicht: den Zustand des Bestandssystems und das reale Verhalten des künftigen Systems. Das Ist lässt sich heute schnell messen, das Soll innerhalb weniger Tage aufbauen.

Zahlen, die niemand hat

Das eine dauert einen Tag, das andere eine Woche. Beides kann damit vor der Investitionsentscheidung vorliegen statt erst danach. Wenn eine Geschäftsführung die S/4-Transformation freigibt, ist in der Vorlage fast alles beziffert: Budget, Laufzeit, Meilensteine und erwartete Effekte. Zwei Größen fehlen jedoch häufig, und an ihnen hängt der Erfolg des Vorhabens. Fehlen diese Grundlagen, entstehen späte Überraschungen, die Terminverschiebungen, Mehrkosten und Eskalationen begünstigen.

Die erste: Niemand kann belastbar sagen, was das bestehende System tatsächlich tut. Welche Prozesse werden wirklich genutzt, wie intensiv, welche Eigenentwicklungen werden benötigt und welche sind lediglich historisch gewachsen? Häufig beruhen die Antworten auf Workshops, Interviews und Dokumentationen, nicht auf einer systematischen Analyse der tatsächlichen Nutzung.

West Trax

  • Über 2000 analysierte SAP-Systeme aus 15 Branchen, mehr als 350 Kunden
  • 25 Jahre am Markt, unabhängig von Implementierung, Lizenz- und Infrastrukturgeschäft
  • 30 Minuten Aufwand beim Kunden, lesender Zugriff
  • 1–2 Stunden Auswertung, Ergebnisse am nächsten Tag
  • Über 50 Prozent des Eigenentwicklungsbestands oft nicht genutzt
  • Branchenübergreifend, vom Einzelsystem bis zum Multi-Country-Roll-out

Die Zweite: Niemand kann zu Beginn zeigen, wie das künftige System konkret funktioniert. Ob die vorgesehenen Prozesse mit den eigenen Daten und Geschäftsvorfällen tatsächlich laufen, zeigt sich oft erst Monate später, wenn Änderungen teuer geworden sind. Greenfield, Brownfield oder Bluefield, Public oder Private Cloud: Die grundlegenden Weichenstellungen erfolgen meist, bevor die beiden Größen bekannt sind. Dabei bleibt das Geschäft bestehen. Kunden, Werke, Verträge und gesetzliche Pflichten verschwinden mit der Transformation nicht. Beim Umzug kann Ballast mitgeschleppt, auf der grünen Wiese können notwendige Funktionen übersehen werden. Wer den Bestand hinter sich lassen will, benötigt deshalb zunächst Transparenz über dessen tatsächliche Nutzung.

1. Tag: Messen, was läuft

Der Zustand eines gewachsenen SAP-Systems muss nicht interpretiert werden, er lässt sich an seiner tatsächlichen Nutzung messen. Jede Transaktion, jede Fiori-App und jedes Eigenentwicklungsobjekt hinterlässt Spuren darüber, ob und von wem es genutzt wird. Dafür braucht es keine Workshops.

West Trax tut das seit 25 Jahren, in über 2000 Systemen bei mehr als 350 Kunden. Die Extraktion erfolgt lesend und dauert rund 30 Minuten, die Auswertung ein bis zwei Stunden. Die Ergebnisse liegen am Folgetag vor: ein Nutzungsbild über sechs Hierarchiestufen, das zeigt, welche Funktionen in welchen Werken und von wie vielen Anwendern eingesetzt werden. Sichtbar wird auch der teurere Teil: Über die Hälfte des Eigenentwicklungsbestands wird nie aufgerufen, nur etwa 15 Prozent regelmäßig.

Den Unterschied macht der Vergleichsmaßstab. Die Befunde werden mit einem Branchen-Benchmark aus über 2000 analysierten Systemen eingeordnet. Bosch Manufacturing Solutions konnte auf dieser Grundlage rund 700 Programme im Altsystem stilllegen, bevor die Umsetzung begann.

West Trax implementiert und verkauft weder Lizenzen noch Infrastruktur. Die Ergebnisse schaffen eine unabhängige und belastbare Faktenbasis für Geschäftsführung, Aufsichtsgremien und Prüfung.

Bauen, was kommen soll

Wer weiß, was das bestehende System tatsächlich nutzt, kennt dennoch nicht die Antwort auf die zweite entscheidende Frage: Wie sieht dieser Scope im künftigen S/4 aus? Hier setzt LeapGreat mit seinem FrontLoad-Ansatz an. Statt das Zielsystem monatelang zu beschreiben, wird es aufgebaut. Basierend auf Unternehmensscope, Anforderungen, Geschäftsdaten und den Erkenntnissen aus der Nutzungsanalyse entsteht innerhalb einer Woche ein lauffähiges S/4-System, konfiguriert, integriert, dokumentiert und getestet. Keine Demonstration mit Musterdaten, sondern ein System, in dem die eigenen Geschäftsvorfälle und Daten abgebildet sind. Die Fachbereiche können ihr künftiges Zielsystem erleben, statt es sich in Workshops vorzustellen.

LeapGreat

  • FrontLoad-Ansatz: lauffähiges S/4-System mit eigenen Daten nach einer Woche
  • Hunderte vorkonfigurierte Clean Core End-to-End-Prozesse für Cloud ERP Public und Private
  • Konfiguration basierend auf der Ist-Nutzung statt aus dem Musterkatalog
  • Digitaler Zwilling mit Business User Cockpit, geführter Navigation und interaktiver Anwenderdokumentation
  • Originalautoren der SAP Best Practices Baseline für die Fertigungsindustrie
  • Verfeinerung in kurzen Zy­klen am laufenden System

Möglich wird dies durch einen vorkonfigurierten Clean Core mit Hunderten End-to-End-Prozessen und die Automatisierung der Aufbauarbeit. Die Zielkonfiguration wird auf Basis der gemessenen Nutzung und der Anforderungen automatisiert abgeleitet. Was sonst die ersten Monate bindet, also Systemaufbau, Konfiguration, Datenübernahme und Test, entsteht nach einem reproduzierbaren Bauplan. Ein digitaler Zwilling unterstützt mit geführter Navigation, interaktiver Dokumentation und KI-Agenten. Verfeinert wird danach agil am laufenden System. Wie weit der Ansatz trägt, zeigt Domtar Cellulose: Der vollständige Scope wurde innerhalb weniger Wochen greifbar, statt erst nach Monaten klassischer Blueprint-, Realisierungs- und Korrekturphasen. Entscheidend ist, was zwischen Messung und Bau geschieht. Die Ergebnisse der West-Trax-Analyse fließen unmittelbar in die Konfiguration des Zielsystems ein. Gebaut wird auf Grundlage dessen, was das Unternehmen tatsächlich nutzt. Dadurch reduziert sich ein großer Teil der klassischen Fit-Gap-Arbeit. Statt in Workshops mit Demo- oder Sandbox-Systemen relevante Funktionen herauszuarbeiten, stehen die wesentlichen Antworten im eigenen Entwicklungssystem bereits zur Verfügung.

Die Diskussion verschiebt sich von der Identifikation hin zur Optimierung. Für die Fachbereiche verändert sich dadurch die Rolle. Sie erkennen ihr Geschäft mit den eigenen Daten frühzeitig im Zielsystem wieder, statt es aus einem abstrakten Modell ableiten zu müssen. Die Zeit der Kundenexperten wird gezielter für die tatsächliche Verfeinerung der Prozesse eingesetzt.

Investitionsentscheidung

Der Implementierungsaufwand wird frühzeitig transparent, weil jede Abweichung vom Standard erkannt und bewertbar wird. Die Aufwandsschätzung stützt sich auf gemessene Mengen und ein bereits aufgebautes Zielsystem. Budget und Termine erhalten eine belastbarere Grundlage, das Risiko später Überraschungen sinkt. Auch die Grundsatzfragen werden belastbarer entscheidbar: Public oder Private Cloud, Greenfield oder Brownfield.

Wer bisher aus Unsicherheit konservative Entscheidungen getroffen hat, kann Alternativen auf einer faktenbasierten Grundlage vergleichen. Für Gesellschafter, Aufsichtsgremien und Prüfer kommt hinzu: Die Bestandsaufnahme stammt von einem unabhängigen Dritten, und das Zielbild ist kein Versprechen, sondern ein System, das vor der Entscheidung validiert werden kann. Die zugrunde liegenden Annahmen werden nachvollziehbar und auditierbar. West Trax und LeapGreat verbinden die objektive Analyse des Bestandssystems mit dem frühzeitigen Aufbau des Zielsystems. So können Test, Verfeinerung, Change Management und Fachbereichsbeteiligung früher beginnen als in einem sequenziellen Projektansatz.Die Frage lautet deshalb nicht, ob eine Transformation gelingt. Sie lautet, ob sie entscheidbar war, bevor sie begann.
(Quelle: West Trax und LeapGreat)

avatar
Diana Bohr, West Trax

Geschäftsführerin


avatar
Bernhard Lang, LeapGreat

Mitgründer


Schreibe einen Kommentar

Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Nur KI-Erlebnisworkshop am 11. Juni 2026 (limitierte Plätze)
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 11. Juni 2026

Reguläres Ticket

Vorträge, Abendveranstaltung und je Verfügbarkeit der KI-Workshop am 11. Juni 2026
Die Plätze beim KI-Erlebnisworkshop sind limitiert und eine Anmeldung ist erforderlich.

Abonnenten des E3-Magazins Ticket

ermäßigt mit Promocode CCAbo26

Studierende*

ermäßigt mit Promocode CCStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
EUR 305 exkl. USt.
EUR 590 exkl. USt.
EUR 390 exkl. USt.
EUR 290 exkl. USt.

Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Nur KI-Erlebnisworkshop am 23. April 2026 
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 23. April 2026
Reguläres Ticket
22. April 2026: Vorträge und Abendveranstaltung
23. April 2026: Vorträge und KI-Workshop
EUR 305 exkl. USt
EUR 590 exkl. USt
Abonnenten des E3-Magazins
ermäßigt mit Promocode STAbo26
EUR 390 exkl. USt
Studierende*
ermäßigt mit Promocode STStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
EUR 290 exkl. USt
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.