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Das Beste aus zwei Welten: B2B-Geschäftsmodell

Geschäftsmodelle wie Pay-per-Use oder Subscription Business erfreuen sich hoher Zuwachsraten. Im B2C-Markt sind wir alle Konsumenten dieser Modelle, indem wir E-Roller, Musik und vieles mehr im Abonnement konsumieren. Auch im B2B-Markt steigt die Nachfrage nach neuen Geschäftsmodellen.
Martina Mohr, Sycor GmbH
Florian Schlee, Sycor
24. September 2020
[shutterstock.com: 56527372, yienkeat]
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Die neuen Geschäftsmodelle erfordern neue Prozesse in den Unternehmen. Die klassischen Auftrag-zu-Rechnungsabläufe müssen beispielsweise um Erfassung, Auswertung und Fakturierung von Verbrauchsdaten ergänzt werden. Diese Verbrauchsdaten sind häufig Sensordaten, die von IoT-Applikationen entgegengenommen und weiterverarbeitet werden. Die Daten können überall auf der Welt und in großer Zahl entstehen. Sie werden klassischerweise über Cloudservices entgegengenommen und weiterverarbeitet, denn direkt im SAP ERP abgelegt sind diese fehlplatziert.

Um ressourcenschonend und damit kostenoptimiert sein SAP zu betreiben, ist darauf zu achten möglichst kein „Datenhamstern“ im SAP-Speicher zu betreiben und dadurch das System aufzublähen. Immer häufiger sind Unternehmen anzutreffen, die noch ohne konkrete Zielvorstellung beginnen zunächst ihre Daten zu sammeln und dafür auf ihr SAP zurückgreifen.

In den allermeisten Fällen ist jedoch die Empfehlung von SAP richtig: „Keep the Core Clean“, was sich nicht allein auf die Zusatzentwicklungen im SAP-Kern bezieht, sondern auch die Datenlokation im generellen einschließt. Nebenbei hält ein schlankes System die Gesamtperformance für den Anwender hoch und vereinfacht die Arbeit der System-Administratoren von Systemkopien für Entwicklungszwecke bis hin zu System-Updates.

Sicherheit spielt ebenso eine wichtige Rolle bei IoT Szenarien. Sobald Daten nicht mehr von zum Beispiel Produktionsmaschinen aus dem internen Netz stammen, sondern von Sensoren außerhalb zugeliefert werden, gilt es diese Daten zunächst per se als unsicher und damit quarantänerelevant anzusehen. Auch hierfür haben Hyperscaler wie Microsoft Azure bereits fertig nutzbare Funktionalitäten, um mithilfe intelligenter Bedrohungserkennung frühzeitig Risiken zu identifizieren bevor diese sich weiter ausbreiten und weiteren Schaden verursachen.

Daraus ergibt sich ein gängiges Szenario die Daten zunächst in einem vorgelagerten Datenpool zu sammeln. Aus diesem Pool aller erfassten Daten erfolgt dann durch Einsatz der vollen Power der Cloud mit Hilfe von verschiedenen intelligenten Analyse und Filterfunktionen eine Veredelung der Daten. Es werden dann nur die relevanten und veredelten Daten zur weiteren Verarbeitung in das SAP-System automatisiert übertragen.

IoT kein Selbstzweck

Meldet ein Sensor beispielsweise eine leere Batterie im E-Roller, dann sollte dieser abgeholt werden, eine zu hohe Pumpentemperatur sollte einen Wartungstechniker benachrichtigen, ein fast leerer Schüttgutbehälter sollte Nachschub auslösen und vieles mehr. Microsoft IoT Hub ist eine solche Cloudapplikation. IoT Geräte können hierüber angebunden, verwaltet und deren Daten gesammelt werden. SAP und Microsoft bieten im Bereich IoT eine sogenannte Cloud-zu-Cloud-Inter­operabilität an.

Das heißt konkret, der ‚technische‘ Part von IoT, also das Anbinden der Geräte und Aufnehmen der Daten, kann über Microsoft Azure IoT Hub erfolgen. Über eine vorgefertigte Integrationsoption lassen sich die Geräte dann einfach in die SAP-IoT-Cloudapplikation integrieren. Hier erfolgt nun die Integration von der Technikwelt in die Geschäftsprozesswelt. Aus den IoT Geräten werden Things, also virtuelle Abbildungen der echten Geräte.

Ein zu hoher Temperaturwert wird in der SAP Cloud Platform über Regeln ausgewertet und eine Aktion, in diesem Fall beispielsweise das Anlegen einer Servicemeldung für den Wartungstechniker in S/4 oder auch SAP Field Service, auslösen. Durch die vorgefertigte Integration von Microsoft Azure und SAP Cloud Platform IoT Services können Sie also das Beste aus zwei Welten nutzen: die technischen Möglichkeiten eines Hyperscalers wie Microsoft zusammen mit den Integrationsoptionen in die Geschäftsprozesse Ihrer SAP Systeme.

In einem zukunftsorientierten System, welches die Kern-Geschäftsprozesse nahtlos und automatisiert abdecken soll, gilt es daher die Prozesse von A bis Z zu betrachten und ebenso technologieübergreifend abzubilden. Technologisch von Insel zu Insel die Prozesse zu gestalten, wird in einer tiefgehenden Vernetzung der Systeme früher oder später in einer Sackgasse enden.

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Martina Mohr, Sycor GmbH

Martina Mohr, SAP Solution Architect bei Sycor GmbH.


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Florian Schlee, Sycor

Sales Manager Technologie Services bei der Sycor Gruppe.Florian Schlee ist seit 2009 in der IT-Branche tätig. Sein Fokus liegt auf Microsoft und Datacenter- Technologien. Bei der Sycor Gruppe ist er Mitglied des Sycor Sales Teams und Programm Manager für SAP on/and Azure.


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