Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community

KI-Wertschöpfung entsteht dort, wo die Arbeit passiert

Die nächste Stufe der KI-Debatte entscheidet sich nicht allein am ERP-Bildschirm. Für SAP-Anwender liegt der Hebel in Werkhalle, Lager und Anlage – dort, wo Maschinen reagieren und Menschen unter Zeitdruck entscheiden.
Joachim Hackmann, PAC
2. November 2026
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Die KI-Diskussion in der Unternehmens-IT begann sichtbar am Interface. Assistenten formulieren Texte, fassen Informationen zusammen oder helfen bei der Navigation durch komplexe Prozesse. Das ist nützlich. Für viele SAP-Anwender liegt der größere strategische Test dort, wo Aufträge gefertigt, Waren bewegt, Anlagen gewartet und Störungen behoben werden. Der entscheidende Fortschritt ist operativ – und damit näher an der physischen Wertschöpfung. In Werkhalle, Lager und Anlage ist KI kein zusätzlicher Chat-Kanal. Sie trifft auf reale Restriktionen: Sicherheitsregeln, Taktzeiten, Materialverfügbarkeit, Qualifikationen und räumliche Gegebenheiten. Eine Empfehlung, die im System plausibel klingt, muss am Ort des Geschehens ausführbar, nachvollziehbar und sicher sein. Genau darin liegt die Chance. KI kann Signale aus Prozessen, Geräten und Arbeitsabläufen so verbinden, dass Beschäftigte schneller erkennen, welche Entscheidung jetzt zählt.

Für SAP-Verantwortliche verschiebt sich die Leitfrage. Nicht: Welche Funktion lässt sich mit KI anreichern? Sondern: An welcher operativen Entscheidung entsteht messbarer Nutzen und welche Informationen fehlen heute, um sie zuverlässig zu treffen? Das ERP bleibt dabei unverzichtbar. Es stellt Stammdaten, Aufträge, Bestände, Regeln und Transaktionen bereit. Aber es ist nicht zwangsläufig der Ort, an dem jede Entscheidung fällt. Die operative Realität produziert kontinuierlich Kontext, der im klassischen Prozessmodell nur teilweise abgebildet ist: der Zustand einer Maschine, die tatsächliche Lage eines Materials, eine Abweichung im Ablauf oder die Erfahrung eines Mitarbeitenden. Zukunftsfähige Architekturen verbinden diese Ebenen, statt die Werkhalle lediglich als nachgelagerte Ausführungszone zu behandeln.

Weg führt in Richtung physischer KI

Wenn Software nicht nur analysiert und empfiehlt, sondern mit Sensorik, Bildverarbeitung, autonomen Systemen oder Robotik zusammenspielt, wird aus einer digitalen Antwort eine Wirkung in der realen Welt. Das erweitert das Potenzial – und die Fallhöhe. Ein Fehler in einer Textzusammenfassung ist etwas anderes als eine fehlerhafte Priorisierung am Förderband oder ein unpassender Eingriff in einen Anlagenablauf. Deshalb sollte Robotik nicht als bloße Erweiterung der Automatisierung betrachtet werden. Sie verbindet Wahrnehmung, Entscheidung und Bewegung. Die Frage dabei: Welche Aufgaben dürfen Systeme selbstständig übernehmen? Wo ist eine Freigabe erforderlich? Wie wird ein sicherer Ausnahmefall definiert? Wie kann ein Mensch verstehen, warum ein System eine Handlung vorschlägt oder ausführt?

Governance wird in dieser Welt konkret

Governance beginnt bei Verantwortlichkeiten und endet nicht bei einer KI-Richtlinie. Für jeden Anwendungsfall müssen Fachbereich, IT, Betrieb und gegebenenfalls Sicherheitsverantwortliche klären, wer Ziele, Datenqualität, Änderungen und Eskalationen verantwortet. Modelle brauchen einen fachlichen Auftrag, Grenzen für ihren Einsatz und Kriterien, nach denen ihre Ergebnisse überprüft werden. Besondere Aufmerksamkeit verdienen Berechtigungen. Was in der ERP-Welt für Transaktionen und Datenzugriffe gilt, muss für KI-gestützte Handlungsmöglichkeiten weitergedacht werden. Ein System kann Informationen sehen, ohne sie verändern zu dürfen. Es kann eine Maßnahme empfehlen, ohne sie auszulösen. Es kann in einem engen Rahmen agieren, ohne freie Verfügung über Prozesse oder Anlagen zu erhalten. Diese Abstufungen sind kein Bremsklotz; sie machen Automatisierung erst verantwortbar skalierbar. Die Versuchung ist groß, KI als einheitliche Plattformentscheidung zu behandeln. Erfolgreicher ist oft ein anderer Weg: mit klar umrissenen operativen Situationen beginnen, Wirkung und Risiken gemeinsam bewerten und die gewonnenen Erkenntnisse in Architektur, Datenmodell und Governance zurückspielen. So entsteht kein Paralleluniversum neben SAP, sondern eine belastbare Verbindung zwischen Unternehmensprozessen und ihrer physischen Ausführung.

Zum Partnereintrag:

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Joachim Hackmann, PAC

Cluster Head BAS


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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Nur KI-Erlebnisworkshop am 11. Juni 2026 (limitierte Plätze)
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 11. Juni 2026

Reguläres Ticket

Vorträge, Abendveranstaltung und je Verfügbarkeit der KI-Workshop am 11. Juni 2026
Die Plätze beim KI-Erlebnisworkshop sind limitiert und eine Anmeldung ist erforderlich.

Abonnenten des E3-Magazins Ticket

ermäßigt mit Promocode CCAbo26

Studierende*

ermäßigt mit Promocode CCStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
EUR 305 exkl. USt.
EUR 590 exkl. USt.
EUR 390 exkl. USt.
EUR 290 exkl. USt.

Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Nur KI-Erlebnisworkshop am 23. April 2026 
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 23. April 2026
Reguläres Ticket
22. April 2026: Vorträge und Abendveranstaltung
23. April 2026: Vorträge und KI-Workshop
EUR 305 exkl. USt
EUR 590 exkl. USt
Abonnenten des E3-Magazins
ermäßigt mit Promocode STAbo26
EUR 390 exkl. USt
Studierende*
ermäßigt mit Promocode STStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
EUR 290 exkl. USt
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.