Souverän betreiben. Wirtschaftlich entscheiden.


Entscheidend ist nicht das Etikett, sondern ob das Betriebsmodell zur Systemarchitektur, Transformationsstrategie und wirtschaftlichen Zielsetzung passt.
Mit SAP S/4HANA stehen viele Unternehmen vor einer doppelten Aufgabe: Sie müssen Prozesse und Applikationen modernisieren und zugleich festlegen, wie ihre künftige Systemlandschaft betrieben werden soll. Public Cloud, eigenes Rechenzentrum oder Managed Hosting unterscheiden sich nicht nur technisch. Sie beeinflussen Kosten, Verantwortlichkeiten, Abhängigkeiten und den unternehmerischen Handlungsspielraum über viele Jahre.
Cloud-Kosten langfristig betrachten
Cloud-Plattformen ermöglichen eine schnelle Bereitstellung und flexible Skalierung. In der Praxis können die laufenden Kosten jedoch schwer planbar werden. Neben Compute und Storage fließen Datentransfer, Backup, Hochverfügbarkeit, Security Services, Monitoring und Support in die Gesamtkosten ein. Steigen Datenvolumen oder Performance-Anforderungen, verändert sich auch die Kostenstruktur.
Ein belastbarer Vergleich darf sich deshalb nicht auf einzelne Infrastrukturpreise beschränken. Relevant sind die Total Cost of Operations über den vorgesehenen Nutzungszeitraum. Dazu gehören SAP Basis Administration, Datenbank- und Betriebssystembetrieb, Patch- und Release-Management, Desaster Recovery, Rufbereitschaft sowie der interne Steuerungsaufwand.
Gerade für mittelständische Unternehmen sind kalkulierbare IT-Budgets wesentlich. Ein Betriebsmodell muss Skalierung ermöglichen, ohne die Kostenkontrolle aus der Hand zu geben. Entscheidend ist nicht nur, wie schnell Ressourcen verfügbar sind, sondern wie transparent und stabil die Kosten über mehrere Jahre bleiben.
Vendor-Lock-in realistisch bewerten
Mit der Wahl einer Plattform treffen Unternehmen eine strategische Entscheidung. Je stärker Architektur, Schnittstellen, Betriebsprozesse und Management-Tools auf einen Anbieter zugeschnitten sind, desto aufwendiger kann ein späterer Wechsel werden.
Vendor-Lock-in entsteht nicht nur durch Technologie. Auch Vertragsmodelle, proprietäre Services und gebundenes Betriebswissen können die Portabilität einer SAP-Landschaft einschränken. Souveränität bedeutet deshalb nicht, jede Leistung selbst zu erbringen. Sie zeigt sich in der Fähigkeit, Betriebsort, Dienstleister und Vertragsmodell weiterhin nach den eigenen Anforderungen wählen zu können.
Kundeneigene SAP-Lizenzen bilden hierfür eine wichtige Grundlage. Der technische Betrieb kann an einen spezialisierten Provider übertragen werden, während Entscheidungen über Service Levels, Kosten und Weiterentwicklung beim Unternehmen verbleiben.
OnPremise ist nicht gleich Eigenbetrieb
OnPremise wird häufig mit Servern im eigenen Firmengebäude gleichgesetzt. Für moderne SAP-Landschaften ist diese Definition zu eng. OnPremise kann ebenso bedeuten, dass ein Unternehmen eigene SAP-Lizenzen nutzt und die Kontrolle über sein Betriebsmodell behält, während Infrastruktur und Technical Managed Services von einem externen Partner bereitgestellt werden.
SAP S/4HANA läuft dann beispielsweise in den Rechenzentren eines Hosting-Providers. Der Kunde muss weder eigene Hardware vorhalten noch eine vollständige 24/7-Betriebsorganisation aufbauen. Gleichzeitig ist die Systemlandschaft nicht zwingend an ein Public-Cloud- oder Subskriptionsmodell gebunden. So lassen sich operative Entlastung und strategische Kontrolle verbinden.
Ob dieses Modell passt, hängt von der Ausgangslage ab. System Sizing, Datenvolumen, Schnittstellen, Verfügbarkeit sowie Recovery Time Objective und Recovery Point Objective müssen ebenso betrachtet werden wie Security-, Compliance- und Governance-Vorgaben. Daraus entsteht ein belastbares Target-Betriebsmodell.
Technical Managed Services als Betriebsbasis
Professionelles SAP Hosting umfasst mehr als Compute, Storage und Netzwerk. Für den stabilen Betrieb müssen Infrastruktur, SAP Basis und IT Service Management ineinandergreifen. Dazu gehören Monitoring, Patch- und Release-Management, Backup und Restore, Hochverfügbarkeit, Desaster Recovery, Security Monitoring sowie der Datenbank- und Betriebssystembetrieb. Rufbereitschaft, Service Desk und definierte Service Level Agreements ergänzen das Leistungsspektrum. Durch die Auslagerung dieser Aufgaben können sich interne IT-Teams stärker auf Geschäftsprozesse, Applikationen und Transformationsprojekte konzentrieren. Das ist besonders relevant, weil SAP-Fachkräfte begrenzt verfügbar sind, während die Anforderungen an Cyber Security, Systemverfügbarkeit und Reaktionszeiten steigen.

„SAP Hosting muss zu Ihrem Unternehmen, Ihrer SAP-Landschaft und Ihrer IT-Strategie passen – nicht umgekehrt.“ Von Christoph Kleinhenz, Geschäftsführung, FIS-ASP.
FIS-ASP betreibt SAP-Landschaften in eigenen Rechenzentren und übernimmt Infrastruktur und Technical Managed Services für SAP S/4HANA. Mehr als 1000 betreute SAP-Systeme und etwa 60.000 Hosting User bilden die operative Basis. Betrieb und Support stehen rund um die Uhr zur Verfügung. ISO 27001, ISO 27017, ISO 9001 und ISAE 3402 schaffen einen nachvollziehbaren Rahmen für Informationssicherheit, Cloud Security, Qualitätsmanagement und kontrollierte Betriebsprozesse.
Wirtschaftlichkeit braucht Planungssicherheit
Ein SAP-Betriebsmodell muss technisch funktionieren und langfristig wirtschaftlich tragfähig bleiben. Beim SAP Hosting in den Rechenzentren der FIS-ASP kann Preisstabilität über fünf Jahre vereinbart werden. Das schafft eine belastbare Grundlage für die Budgetplanung. Zugleich entfallen Investitionen in eigene Rechenzentrumsinfrastruktur und der Aufbau einer vollständigen Betriebsorganisation.
Ob ein Kostenvorteil entsteht, muss individuell geprüft werden. Anzahl und Art der Systeme, Datenvolumen, Performance, Verfügbarkeit und Umfang der Managed Services bestimmen den Aufwand. Ein SAP-Hosting-Kostencheck kann anhand dieser Parameter eine erste Kostenspanne liefern und eine sachliche Entscheidungsgrundlage schaffen.
Unternehmen sollten ihre SAP-Strategie daher nicht mit der pauschalen Frage beginnen, ob Cloud oder OnPremise besser ist. Zielführender ist die Frage, welches Betriebsmodell die Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Verfügbarkeit und Kontrolle erfüllt.
Souveränität entsteht nicht dadurch, alles selbst zu betreiben. Sie entsteht durch die Fähigkeit, Abhängigkeiten realistisch zu bewerten und den eigenen Handlungsspielraum zu erhalten. Genau daran sollte sich ein zukunftsfähiges SAP-Betriebsmodell messen lassen.
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