Compliance im Prozess statt als zusätzliche Pflicht


Mit dem dbh SAP Add-on zur Sanktionslistenprüfung wird Compliance nahtlos in bestehende SAP-Prozesse integriert – von Geschäftspartnern und Banken über Kontaktpersonen bis hin zu operativen Belegen und laufenden Transaktionen.
Compliance-Anforderungen nehmen weiter zu
Internationale Lieferketten werden komplexer, geopolitische Spannungen führen regelmäßig zu neuen Sanktionen, und Unternehmen müssen Geschäftsbeziehungen laufend gegen aktuelle Sanktionslisten prüfen. Die Verpflichtung betrifft dabei längst nicht mehr nur klassische Exportgeschäfte.
Auch Kunden, Lieferanten, Dienstleister, Finanzinstitute und weitere Beteiligte müssen dokumentiert und nachvollziehbar überprüft werden. Gleichzeitig erwarten Unternehmen automatisierte Prozesse, die das operative Geschäft nicht ausbremsen.
Genau hier zeigt sich: Compliance darf kein isolierter Zusatzprozess sein. Sie muss integraler Bestandteil der digitalen Wertschöpfungskette werden und direkt in den relevanten SAP-Prozessen verankert sein.
Geschäftspartnerprüfung direkt im SAP Business Partner
Der SAP Business Partner bildet in modernen SAP-Landschaften die zentrale Grundlage zahlreicher Geschäftsprozesse. Kunden, Lieferanten, Dienstleister, Kontaktpersonen und Banken werden hier zentral verwaltet und in Einkauf, Vertrieb, Logistik sowie Finanzwesen genutzt. Das dbh SLP Add-on erweitert diesen Stammdatenprozess um eine integrierte Sanktionslistenprüfung. Geschäftspartner werden automatisch gegen aktuelle Sanktionslisten geprüft – sowohl bei der Neuanlage als auch bei Änderungen bestehender Stammdaten.
Die Prüfung erfolgt ereignisbasiert: Wird ein Business Partner angelegt, gespeichert oder geändert, stellt SAP Event Mesh ein entsprechendes Ereignis bereit. Die dbh-Lösung verarbeitet dieses Event, liest die relevanten Daten über SAP-Standard-APIs aus und führt die Prüfung durch. Das Ergebnis wird unmittelbar an den Geschäftsprozess zurückgegeben.
Bei Treffern können automatisch definierte SAP-Sperren gesetzt werden. So lassen sich beispielsweise Sperrgründe auf Business-Partner-, Debitoren-, Kreditoren- oder Vertriebsbereichsebene hinterlegen. Verantwortliche Mitarbeiter können zusätzlich automatisiert per E-Mail informiert werden, um kritische Fälle zeitnah zu bewerten.
Durch die vollständige Dokumentation aller Prüfschritte, Entscheidungen und Freigaben entsteht ein revisionssicherer Compliance-Prozess mit hoher Transparenz und Nachvollziehbarkeit.
Banken und Kontaktpersonen nicht vergessen
In vielen Unternehmen liegt der Fokus der Sanktionslistenprüfung auf Kunden und Lieferanten. Risiken können jedoch ebenso von Banken, Zahlungsempfängern, Ansprechpartnern oder anderen Einzelpersonen ausgehen, die in Geschäftsprozesse eingebunden sind.
Besonders relevant ist deshalb die Einzeladressprüfung. Dabei werden nicht nur Organisationen, sondern auch natürliche Personen gegen aktuelle Sanktionslisten geprüft. Gerade bei Kontaktpersonen, Vertretungsberechtigten, Empfängern von Zahlungen oder Ansprechpartnern in internationalen Geschäftsbeziehungen kann dies entscheidend sein, um Compliance-Verstöße frühzeitig zu erkennen.
Durch die Integration in den SAP Business Partner lassen sich unterschiedliche Partnerrollen und Adressquellen zentral und einheitlich prüfen. Unternehmen erhalten damit einen durchgängigen Compliance-Prozess für Organisationen und Einzelpersonen gleichermaßen.
Das Ergebnis sind mehr Transparenz, eine konsistente Datenbasis sowie eine einheitliche Dokumentation aller Prüf- und Freigabeprozesse.
Wenn Compliance den Auftrag stoppt
Compliance-Risiken entstehen nicht nur bei der Anlage eines Geschäftspartners. Kritische Situationen können auch während laufender Geschäftsprozesse auftreten, beispielsweise wenn ein Geschäftspartner nachträglich auf einer Sanktionsliste erscheint oder neue regulatorische Vorgaben in Kraft treten.
Deshalb gewinnt die Prüfung von Belegdaten zunehmend an Bedeutung. Ob Kundenauftrag, Lieferung, Bestellung oder andere Geschäftsbelege: Die integrierte Sanktionslistenprüfung überwacht operative SAP-Prozesse automatisiert und erkennt kritische Sachverhalte frühzeitig.
Dabei werden relevante Belegdaten an die Prüfkomponente übergeben und gegen aktuelle Sanktionslisten validiert. Bei Treffern können definierte Folgeprozesse ausgelöst werden – von Warnhinweisen und Benachrichtigungen bis hin zur automatischen Sperrung von Vertriebs- oder Einkaufsprozessen. So lassen sich beispielsweise Vertriebsbelege blockieren oder Bestellungen bis zur abschließenden Compliance-Bewertung zurückhalten. Dadurch wird verhindert, dass Lieferungen ausgeführt oder Folgeprozesse gestartet werden, bevor eine rechtssichere Bewertung erfolgt ist.
Transparenz durch Monitoring und Dokumentation
Compliance endet nicht mit der eigentlichen Prüfung. Das dbh SLP Add-on stellt hierfür einen zentralen Monitor zur Verfügung, in dem offene Treffer, Sperrungen, Freigaben und manuelle Entscheidungen übersichtlich dargestellt werden.
Compliance-Verantwortliche erhalten einen transparenten Überblick über laufende Prüffälle und können Maßnahmen gezielt steuern. Sämtliche Aktivitäten werden revisionssicher dokumentiert und stehen für Audits sowie interne Kontrollprozesse zur Verfügung.
So entsteht eine belastbare Nachweiskette, die regulatorische Anforderungen ebenso erfüllt wie interne Governance-Vorgaben.
Keep the Core Clean mit SAP BTP
Wie bei den weiteren SAP-Lösungen von dbh steht auch bei der Sanktionslistenprüfung ein zukunftssicherer Architekturansatz im Fokus.
Durch die Nutzung von SAP Event Mesh, Standard-APIs und einer Side-by-Side-Erweiterung auf der SAP Business Technology Platform erfolgt die Integration ohne tiefgreifende Eingriffe in den SAP-Core. Erweiterungen bleiben upgradefähig, wartbar und skalierbar.
Unternehmen können so Innovationen umsetzen und gleichzeitig das Prinzip „Keep the Core Clean“ konsequent verfolgen.
Compliance als integraler Bestandteil der Wertschöpfung
Die Anforderungen an Sanktionslistenprüfungen werden weiter steigen. Unternehmen benötigen daher Lösungen, die gesetzliche Vorgaben erfüllen und sich gleichzeitig nahtlos in bestehende Geschäftsprozesse integrieren.
Mit der Verankerung von Compliance-Prüfungen direkt im Business Partner, in Stammdaten und operativen Belegen wird aus einer regulatorischen Pflicht ein automatisierter Unternehmensprozess. Geschäftspartner, Banken, Einzelpersonen, Aufträge, Lieferungen und Bestellungen werden in eine durchgängige Compliance-Strategie eingebunden.
Das Ergebnis: weniger manuelle Aufwände, höhere Transparenz, schnellere Reaktionszeiten und mehr Sicherheit im internationalen Geschäft. Gleichzeitig schaffen Unternehmen die Grundlage für eine zukunftsfähige Compliance-Architektur, die regulatorische Anforderungen und effiziente Geschäftsprozesse miteinander verbindet.




