VMware-Exit: FIS-ASP startet mit Suse KVM durch


In der Enterprise-Virtualisierung schlägt die Stunde der Open-Source-Alternativen. Seit den tiefgreifenden Lizenz- und Preisänderungen im VMware-Ökosystem stehen viele IT-Verantwortliche vor drastisch steigenden Kosten und unvorhersehbaren Roadmaps. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Debatte um digitale Souveränität eine ganz neue wirtschaftliche Relevanz.
Befreiungsschlag statt Kostenexplosion
Wie ein erfolgreicher Befreiungsschlag in der Praxis aussieht, zeigt der Full-Service-IT-Dienstleister FIS-ASP. Der Managed Service Provider betreibt aus drei redundanten bayerischen Rechenzentren heraus hochverfügbare Infrastrukturen für über 50.000 Anwender. Statt die massiven Preiserhöhungen der proprietären Virtualisierungslösung mitzutragen, hat sich FIS-ASP für den konsequenten Umstieg auf einen offenen Infrastruktur-Stack auf Basis von Suse KVM und Suse Virtualization entschieden.
Der strategische Fokus dieses Transformationsprojekts liegt ganz klar auf dem Hypervisor. FIS-ASP ersetzt die bisherige Virtualisierungsplattform VMware ESXi schrittweise durch Suse KVM – eine hochperformante Enterprise-Variante des bewährten Open- Source-Hypervisors, die nativ in Suse Linux Enterprise Server (SLES) for SAP Applications integriert ist. Dass dieser Wechsel ohne funktionale Abstriche gelingt, bestätigt Manuel Sammeth, Geschäftsführer der FIS-ASP: Das Feature-Set von Suse KVM sei absolut vergleichbar mit der VMware-Welt für seine Anwendungsszenarien. Mehr noch: Parameter wie I/O-Limits, Bandbreiten oder Burst-Eigenschaften lassen sich im neuen Setup sogar noch granularer und feiner steuern als zuvor. Über Ansible-Automatisierungstools und eine maßgeschneiderte Management-Oberfläche behält der MSP die volle Kontrolle über die Ressourcensteuerung. Es ist jedoch klar, dass ein neues Betriebsmodell entwickelt werden muss. Die Suse- KVM-Lösung erweist sich dabei als idealer technologischer Hebel, um bestehende Hardware-Investitionen in den eigenen Rechenzentren langfristig zu schützen und gleichzeitig die wirtschaftliche Planbarkeit der Hosting-Services zu sichern. Doch der Wechsel ist kein reiner 1:1-Austausch auf Hypervisor-Ebene, sondern ein Evolutionsschritt für das gesamte Workload-Management. Durch den parallelen Einsatz von Suse Virtualization fuer klassische VMs und cloudnative Workloads wird die klassische Virtualisierung direkt mit modernen Container-Technologien verzahnt. Basierend auf KubeVirt ermöglicht es die Plattform, traditionelle virtuelle Maschinen und Cloud-native Applikationen nebeneinander auf einem standardisierten Open-Source-Stack zu betreiben.
Nahtlose Provisionierung
Gesteuert wird diese hyperkonvergente Infrastruktur zentral über Suse Rancher for SAP Applications. Dadurch kann FIS-ASP sowohl klassische Hana und SAP-Applikationsserver auf Suses Hypervisor (Suse KVM) auf der einen Seite und innovative Cloud-native Services und Classic Non SAP VMs auf der anderen Seite auf Suse Virtualization betreiben. Ein entscheidender Erfolgsfaktor bei der Migration von VMware zu Suse KVM ist zudem der Suse Multi-Linux Support. Er bietet Enterprise-Support für hybride Umgebungen und erlaubt es FIS-ASP, bestehende Gastbetriebssysteme wie Red Hat Enterprise Linux während der Umstellungsphase unverändert weiterzubetreiben.
Risikofreie Migration in eigenem Tempo
Große, geschäftskritische SAP-Systeme und Hana-Datenbanken mit mehreren Terabyte RAM lassen sich mit hohem Automationsgrad und im eigenen Tempo migrieren. Die Erfolgsgeschichte von FIS-ASP beweist eindrucksvoll: Der Wechsel von VMware zu Suse KVM (SAP-Applikationsserver und SAP Hana) und Suse Virtualization (Non SAP classic VMs und Cloud-native Workloads) ist nicht nur die Antwort auf einen volatilen Markt, sondern der Königsweg zu echter technologischer Freiheit und digitaler Souveränität.
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