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EU Data Act – Licht am Ende des Tunnels

Die Hoffnungen vieler CIOs richten sich auf den EU Data Act, der explizit darauf abzielt, Lock-in-Effekte aufzubrechen und den Wechsel von Cloud-Dienstleistern, Cloud Exit und Switching, zu erleichtern. Was tut SAP?
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23. März 2026
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Der Weg in die Cloud gleicht für viele SAP-Bestandskunden einer erzwungenen Reise in ein gelobtes IT-Himmelreich, doch das sogenannte FUE-Evangelium (Full Use Equivalent) entpuppt sich bei genauerer rechts- und betriebswirtschaftlicher Betrachtung als gefährliche Einbahnstraße. Während SAP-Chef Christian Klein unermüdlich die Vorzüge von Rise with SAP als Rundum-sorglos-Paket für die digitale Transformation preist, wird ein existenzielles Risiko systematisch verschwiegen: Es gibt seitens SAP de facto keine tragfähige Cloud-Exit-Strategie. Wer sich auf dieses Vertragswerk einlässt, begibt sich in einen tiefen Vendor-Lock-in.

Meine SAP-Stammtischschwestern und -brüder haben versucht, einen potenziellen Cloud-Exit zu verstehen. Wir müssen die Mechanik der SAP-Lizenztransformation dekonstruieren, ist der Auftrag von meinem Stammtisch. In der klassischen On-prem-Welt waren Softwarelizenzen für Systeme wie ECC ein Investitionsgut (CapEx). Mit dem Wechsel zu Rise zwingt SAP uns Bestandskunden durch Contract Conversion, dieses wertvolle Eigentum an der Himmelspforte abzugeben und in ein Mietmodell (OpEx) in Form von Cloud-Subskriptionen umzuwandeln.

Kündigen wir Stammtischschwestern und -brüder diesen SAP-Cloud-Vertrag oder möchten aussteigen, verdampft unser Nutzungsrecht augenblicklich! Die Konsequenz ist brutal: Nach Vertragsende bleiben dem SAP-Bestandskunden lediglich die nackten Rohdaten, die ohne die dazugehörigen SAP-Algorithmen völlig wertlos sind (siehe E3-Coverstory DMI, März 2026).

Eine Reaktivierung des alten ECC-Systems ist juristisch und technisch unmöglich, da die On-prem-Lizenzen durch die Konvertierung unwiederbringlich vernichtet wurden. Der einzige Ausweg aus dieser Falle bestünde darin, die eigenen Lizenzen im Vorfeld nicht aufzugeben und ein Bring-Your-Own-License-Modell (BYOL) bei einem unabhängigen Hyperscaler zu wählen, was SAP bei mir durch vertriebliche Repressionen massiv zu verhindern versuchte.

Besonders toxisch wird die Lage, wenn das Projekt Rise in der Umsetzungsphase scheitert und das avisierte Cloud-Ziel gar nicht erst erreicht wird. Ein Rise-Vertrag ist ein multidimensionales Konstrukt, das mindestens aus den Umzugskosten (Conversion) und der laufenden Cloud-Subskription besteht. Kommt es zu einem Projektabbruch, weil die S/4-Transformation an der Komplexität der historisch gewachsenen Datenstrukturen scheitert, zeigt sich SAP bei den Conversion-Kosten vielleicht noch kulant, beharrt aber unerbittlich auf den Zahlungen für die Cloud-Subskription.

Der SAP-Bestandskunde steht dann mit den Trümmern seines ERP-Systems im Niemandsland: Zurück in die alte On-prem-Welt kann er nicht, weil die Lizenzen abgegeben wurden, und nach vorne in die Cloud geht es nicht, weil die Implementierung gescheitert ist.

In diesem Machtgefälle richten sich unsere Hoffnungen auf den neuen EU Data Act, der explizit darauf abzielt, Lock-in-Effekte aufzubrechen und den Wechsel von Cloud-Dienstleistern zu erleichtern. Das Gesetz schreibt vor, dass Anbieter vertragliche und technische Hürden abbauen müssen, um die Datenportabilität zu gewährleisten.

Doch die juristische Realität bei SAP sieht anders aus. Zwar stellt der EU Data Act ein Licht am Ende des Tunnels dar, doch SAP hüllt sich zu den konkreten Ausstiegsmodalitäten weitgehend in Schweigen und wartet auf standardisierte EU-Musterverträge. Ein klassischer Rise-Vertrag ist eine juristische Offenbarung, bei der der SAP-Anwender ausschließlich Pflichten und kaum Rechte hat.

Auch aus Sicht der Compliance und IT-Security gleicht ein ungeplanter SAP-Cloud-Exit einem Ritt auf der Rasierklinge. SAP-Bestandskunden sind gezwungen, proaktiv umfassende Data-Retention-Strategien zu entwickeln, um sensible Informationen vor Vertragsende revisionssicher zu extrahieren, siehe DMI JiVS in der E3-Ausgabe März 2026. Gleichzeitig bleiben wir im Rise-Modell vollumfänglich für die Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und des Berechtigungsmanagements verantwortlich.

SAP-Cloud ist eine strategische Einwegfunktion, eine mathematische Trapdoor-Funktion, die den Eintritt verlockend einfach macht, den Exit jedoch mit existenzbedrohenden rechtlichen, finanziellen und technischen Hürden versperrt.

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Unser geheimnisvoller, anonymer Kolumnist.


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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Nur KI-Erlebnisworkshop am 11. Juni 2026 (limitierte Plätze)
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 11. Juni 2026

Reguläres Ticket

Vorträge, Abendveranstaltung und je Verfügbarkeit der KI-Workshop am 11. Juni 2026
Die Plätze beim KI-Erlebnisworkshop sind limitiert und eine Anmeldung ist erforderlich.

Abonnenten des E3-Magazins Ticket

ermäßigt mit Promocode CCAbo26

Studierende*

ermäßigt mit Promocode CCStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
EUR 305 exkl. USt.
EUR 590 exkl. USt.
EUR 390 exkl. USt.
EUR 290 exkl. USt.

Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Nur KI-Erlebnisworkshop am 23. April 2026 
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 23. April 2026
Reguläres Ticket
22. April 2026: Vorträge und Abendveranstaltung
23. April 2026: Vorträge und KI-Workshop
EUR 305 exkl. USt
EUR 590 exkl. USt
Abonnenten des E3-Magazins
ermäßigt mit Promocode STAbo26
EUR 390 exkl. USt
Studierende*
ermäßigt mit Promocode STStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
EUR 290 exkl. USt
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.