Strategische Wege aus der Virtualisierungsfalle


Wer heute über die Zukunft seiner SAP-Landschaft entscheidet, blickt nicht mehr nur auf Performance-Werte. Der „Elefant im Raum“ ist die drastische Veränderung der Lizenzmodelle
und Support-Strukturen etablierter Virtualisierungsanbieter.
SAP-Kunden stehen vor der Frage: Bleibe ich in einer potenziell teuren Abhängigkeit oder nutze ich den Moment für eine grundlegende Neuausrichtung?
Mit Open Source zur digitalen Souveränität
In dieser Gemengelage rückt die Linux-Plattform wieder in das Zentrum der strategischen Überlegungen. Suse, seit Jahrzehnten enger Partner der SAP, positioniert sich hier nicht nur als Betriebssystem-Lieferant, sondern als Enabler für eine unabhängige Virtualisierungsstrategie. Das Ziel: die Komplexität reduzieren, ohne die Supportfähigkeit zu gefährden.
Entscheidend für das Business-Level ist dabei die Erkenntnis, dass Virtualisierung heute kein „One Size Fits All“-Modell mehr ist. Suse adressiert dies durch zwei komplementäre Pfade, die unterschiedliche Reifegrade der IT-Transformation bedienen:
- Der evolutionäre Weg – klassische SAP-Systeme auf KVM: Für Unternehmen, die ihre gewachsenen S/4-Hana- oder ERP-Landschaften stabil und kosteneffizient betreiben wollen, bietet der integrierte KVM-Hypervisor (Kernel-based Virtual Machine) im Suse Linux Enterprise Server for SAP Applications eine nahtlose Alternative. Der strategische Vorteil liegt in der offiziellen Absicherung: Durch SAP-Hinweise wie die SAP Notes 1056161 und 3430656 ist der Betrieb supportseitig und technisch vollumfänglich unterstützt.
Es ist kein Experiment, sondern eine industrieerprobte Evolution der bestehenden Plattform, die eine weitere Option für die SAP-Virtualisierung gibt und die Kontrolle zurück in die Hände der IT-Abteilung legt.
- Der zukunftsorientierte Weg – SAP auf Kubernetes: Dort, wo die Reise Richtung Cloud-Native und Edge Computing geht – etwa bei der Implementierung der SAP Edge Integration Cell –, greifen klassische Hypervisoren zu kurz. Hier schlägt die Stunde der Suse-Virtualization-Plattform innerhalb von Suse Rancher for SAP Applications.
Das Besondere: Der gesamte Stack basiert auf Suse Linux und ermöglicht den parallelen Betrieb klassischer virtueller Maschinen (Non-SAP und SAP-nah) sowie Cloud-nativer Anwendungen auf einer gemeinsamen Plattform. Durch die enge Integration von Compute, Storage und Netzwerk entsteht eine hyperkonvergente Architektur, die speziell für moderne, verteilte IT-Szenarien ausgelegt ist.
Insbesondere Suse Rancher for SAP Applications profitiert von Suse Virtualization und bildet eine optimale Grundlage für SAP-Edge-Deployment-Szenarien, wie etwa die SAP Edge Integration Cell.
Fazit: Keine 1-zu-1-Migration
Der Wechsel einer Virtualisierungsplattform ist heute weit mehr als ein technisches Upgrade. Es ist eine Weichenstellung für die nächsten zehn Jahre. Die Erfahrung zeigt: Eine blinde 1-zu-1-Transition greift zu kurz.
Ein moderner Ansatz validiert zuerst die Business-Anforderungen – leitet daraus das Betriebskonzept ab und definiert, ob das SAP-System den Suse Hypervisor für SAP benötigt (KVM) oder die Suse Virtualization innerhalb des Suse Rancher for SAP Applications.
Suse besetzt hier eine Alleinstellung am Markt: Als derzeit einziger Anbieter liefert das Unternehmen ein vollständig Open-Source-basiertes Ökosystem, das beide Welten abdeckt und SAP-zertifiziert anbietet. Für SAP-Entscheider bedeutet dies vor allem eines: echte Wahlfreiheit statt Vendor-Lock-in.
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