SAP im Wunderland


SAP-Chef Christian Klein und sein Vorstandskollege waren naturgemäß in Davos auf dem World Economic Forum, aber sicht- und hörbar waren sie nicht: US-Präsident Donald Trump hat fast allen die Show gestohlen. Aus dem Wirtschaftsgipfel in den Schweizer Bergen wurde ein Politikspektakel.
Hier haben es seriöse und komplexe Diskussionen über KI, EU Cloud Act, Security und andere IT-Themen natürlich schwer. Aber mehr als einen diffusen Aufsatz über „Paradoxa im KI-Zeitalter“, von SAP-CEO Christian Klein veröffentlicht auf der WEF-Website, hat sich die SAP-Community nach einer Woche Davos schon erwartet. SAP schwieg!
SAP scheint die internationale Bühne zu meiden und verschwindet offensichtlich lieber im Kaninchenloch. Wo ist SAP? Selbst Kater Hasso gibt keine Auskünfte mehr. Wie Alice im Wunderland wird sich die SAP-Community auf die Suche nach SAP begeben müssen: Warum?
Weil die SAP-Bestandskunden Antworten brauchen für die weitere ERP-Planung. Ein Serviceversprechen bis 2040 ist nicht genug. Alice verirrte sich im Kaninchenbau und ohne den Hutmacher und seine Familie wäre sie wahrscheinlich verloren gewesen. Wer aber kann der SAP-Community Orientierung und Roadmaps geben?
SAP überschüttet Bestandskunden und Partner monatlich mit immer neuen IT-Werkzeugen, KI-Angeboten und Cloud-Adaptionen. Das SAP’sche Angebot ist bunt und laut, aber ohne Struktur und Perspektive. Alice musste lernen, sich im Wunderland zu orientieren. SAP sollte es den Bestandskunden nicht so schwer machen. Klare Regeln und eine ERP-Perspektive für 20 Jahre sind kein Luxus.





