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15 Jahre SAP für Banken

Otto Johannsen führte vor 15 Jahren mit Fidis erstmals SAP in der Bankenwelt ein. Viele hielten das damals für verrückt.
E-3 Magazin
3. April 2016
2016
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In den 90er-Jahren arbeitete Otto Johannsen bei der DG Diskontbank. Seine Aufgabe: die Entwicklung von Finanzprodukten auf Basis offener Handelsforderungen für den deutschen Markt. Er war fasziniert von der Idee, dass auch Factoring mit SAP betrieben werden könnte.

„Ich stellte mir vor, wie man mittels dieser Automatisierung Debitoren-Stammdaten und Zahlungsabläufe schneller und sicherer verarbeiten könnte und die Geschäftspotenziale von Factoring damit besser nutzt.“

Doch nicht wenige hielten den Gedanken für verrückt: Die SAP-Anwendung war in den 90er-Jahren eine reine Konzernsoftware – sehr groß und sehr teuer.

Dieses Produkt in einer mittelständischen Genossenschaftsbank – das erschien völlig absurd. Heute setzen Großbanken, Sparkassen und Factoring-Anbieter auf seine Lösung, um eines der wachstumsstärksten Finanzprodukte – die Finanzierung mit offenen Handelsforderungen – umzusetzen.

Johannsen wagte den Sprung in die Selbstständigkeit. Der Zeitpunkt war gut: 1992 wurde mit SAP R/3 das erste SAP-Produkt aus der Taufe gehoben. Johannsen erinnert sich:

„Das System erwies sich als Megaseller im Konzernumfeld. SAP wollte aber auch den Mittelstand erobern.“

Da kam der ehemalige Banker mit seiner Idee, SAP in der Finanzbranche einzuführen, gerade recht. Eine Entwicklungspartnerschaft war schnell vereinbart, und Johannsen gründete sein eigenes Unternehmen Fidis – Finanzdaten- und Informationsservices.

Johannsen hat recht behalten: Der Wettbewerb auf dem Factoring-Markt ist gestiegen – und zwar enorm. Er geht einher mit einem stetigen Wachstum: Als Fidis vor 15 Jahren gegründet wurde, steckte Factoring mit einem Umsatz von 24 Milliarden Euro noch in den Kinderschuhen.

In den vergangenen Jahren wuchs die Finanzlösung mit jährlichen Wachstumsraten von bis zu 40 Prozent. Heute liegt der Umsatz bei knapp 200 Milliarden. Vor allem der Margenverfall macht den Anbietern zu schaffen.

„Im klassischen Inhouse-Factoring werden heute gar keine Gebühren mehr fällig“

so Johannsen.

„Das Geschäft finanziert sich allein auf Zinsbasis. Wer im Markt bestehen will, muss seine Kosten niedrig halten und neue Produkte entwickeln, um neue Zielgruppen zu akquirieren.“

Der Vorteil einer ERP-Software: Sie bietet genügend Flexibilität, um neue Dienstleistungsprodukte zu entwickeln. Aber Johannsen hat nicht nur eine Software, sondern auch das Prozess-Know-how.

So wie er damals bei der DG Diskontbank neue Finanzprodukte entwickelte, so tut er dies heute mit führenden Factoring-Anbietern – unterstützt durch eine leistungsfähige IT-Lösung. Und die Nachfrage beim Factoring steigt weiter – da ist sich Johannsen sicher.

Denn die Wirtschaft braucht schnelles Geld. Aktuelle Entwicklungen wie Basel III und die hohen Kosten für langfristige Zinsfestschreibungen haben den Trend weiter unterstützt. Factoring ist ein passendes Instrument, um diese Nachfrage zu befriedigen, vorausgesetzt, es wird richtig betrieben.

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