Studie von SAP Polen: KI in der Strategie verankert


In der Studie „Der Weg zum autonomen Unternehmen“ geben 70 Prozent der Führungskräfte an, dass KI in der Strategie ihres Verantwortungsbereichs verankert ist. Gleichzeitig misst weniger als ein Drittel von ihnen, in welchem Umfang KI-Tools im Team tatsächlich genutzt werden, und analysiert den Return on Investment. Dies zeigt, dass zwischen der strategischen Absichtserklärung und einer ausgereiften Nutzung von KI weiterhin eine deutliche Lücke besteht. Um diese zu schließen, reicht der bloße Zugang zu Technologie nicht aus.
KI auf strategischer Ebene präsent
Mit der zunehmenden Verbreitung erster KI-Anwendungen gewinnt die Frage an Bedeutung, ob KI tatsächlich die Arbeitsweise eines Unternehmens verändert. Die Ergebnisse der SAP-Polska-Studie zeigen, dass KI auf strategischer Ebene bereits deutlich präsent ist: Sieben von zehn befragten Führungskräften geben an, dass KI Bestandteil der Strategie ihres Bereichs ist. Oft gehen mit diesen Aussagen bereits konkrete Ergebnisse einher. Fast drei Viertel der Befragten kennen mindestens einen zentralen Prozess in ihrer Abteilung oder ihrem Team, dessen Effizienz durch den Einsatz von KI gesteigert wurde.
Die Einführung von KI verläuft jedoch nicht überall gleichmäßig. Während die Technologie in einigen der von SAP Polska untersuchten Unternehmen bereits Teil des Arbeitsalltags geworden ist und in konkreten Prozessen Ergebnisse liefert, gibt es gleichzeitig Anzeichen für eine punktuelle oder nicht nachhaltige Nutzung von KI. Die Führungskräfte beobachten darüber hinaus weitere Herausforderungen. 34 Prozent stellen einen Rückgang des anfänglichen Interesses an KI fest. 30 Prozent berichten von Fällen, in denen KI-Tools zwar formal vorhanden sind, aber nur sporadisch genutzt werden.

„Viele Unternehmen sind bereits in der Lage,
die direkten Auswirkungen des KI-Einsatzes zu erfassen,
etwa kürzere Prozesslaufzeiten oder eingesparte Arbeitszeit.”
Piotr Ferszka,
Vorstandsvorsitzender,
SAP Polska
Die bloße Bereitstellung von Tools bedeutet daher nicht automatisch, dass diese dauerhaft Bestandteil der Arbeitsweise eines Teams werden. Die Herausforderung besteht darin, von ersten Implementierungen und einzelnen Erfolgen zu einem Modell überzugehen, in dem KI regelmäßig eingesetzt und dauerhaft in Geschäftsprozesse integriert wird. Damit gewinnt die Fähigkeit von Unternehmen zunehmend an Bedeutung, KI nachhaltig in die tägliche Arbeit ihrer Teams einzubinden und mit den Geschäftsprozessen zu verknüpfen. Gerade der Grad dieser Integration entscheidet darüber, ob KI zu einer Quelle nachhaltigen Geschäftswerts wird.
Direkte operative Auswirkungen
Am häufigsten messen Unternehmen direkte operative Auswirkungen: 41 Prozent der Befragten messen die erzielte Zeitersparnis. 39 Prozent messen die Dauer von Prozessen. Nur 31 Prozent überwachen den tatsächlichen Nutzungsgrad von KI-Tools innerhalb ihres Teams.
Lediglich 28 Prozent der Führungskräfte analysieren den Return on Investment (ROI) ihrer KI-Investitionen. Piotr Ferszka, Vorstandsvorsitzender von SAP Polska, erklärt: „Viele Unternehmen sind bereits in der Lage, die direkten Auswirkungen des KI-Einsatzes zu erfassen, etwa kürzere Prozesslaufzeiten oder eingesparte Arbeitszeit. Deutlich schwieriger ist es jedoch, diese Vorteile in eine ganzheitliche Bewertung des Geschäftswerts zu übersetzen und zu überprüfen, ob KI tatsächlich zu einem dauerhaften Bestandteil der Arbeitsweise des Unternehmens wird. Genau dies unterscheidet die Experimentierphase von einer reiferen Nutzung der Technologie. Die bloße Verankerung von künstlicher Intelligenz in der Strategie oder die Bereitstellung immer weiterer Tools ist noch kein Beleg für die Reife einer Organisation. Entscheidend ist die Verbindung von KI mit den Geschäftsprozessen und Unternehmensdaten, sodass die Technologie die Arbeitsweise des Unternehmens tatsächlich unterstützen und messbare Ergebnisse liefern kann. Die nächste Entwicklungsstufe erfordert eine nachhaltige Adoption, die Integration von KI in zentrale Prozesse sowie eine systematische Messung der Geschäftsergebnisse.“
KI-Reife von Organisationen
Die Bedeutung der Ergebnismessung nimmt weiter zu, wenn Unternehmen von KI-Lösungen, die einzelne Aufgaben unterstützen, zu Systemen übergehen, die Teile von Geschäftsprozessen selbstständig ausführen können. Je größer der Umfang der Aufgaben ist, die KI-Agenten übertragen werden, desto wichtiger wird es, im Vorfeld zu definieren, welchen Geschäftswert das Unternehmen erwartet und wie dieser gemessen werden soll.
Die Skalierung von KI bedeutet schließlich nicht nur, die Technologie einer größeren Zahl von Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen. Mit zunehmender Reife verändert sich auch die Rolle, die KI innerhalb eines Unternehmens übernehmen kann. (Quelle: SAP)

