Information und Bildungsarbeit von und für die SAP-Community

Rettung durch intelligentes Datenmanagement

Datendämmerung im ERP-Universum: Die aktuelle geopolitische Lage, der steinige Weg zur S/4-Transformation und die mögliche Rettung durch intelligentes Datenmanagement verleihen der digitalen Souveränität wachsende Brisanz und Relevanz. Zentral ist die Datensouveränität: Nur wer jederzeit bestimmt, wo Daten liegen und verarbeitet werden, kann Vendor- und Legal-Lock-in vermeiden.
Peter M. Färbinger, E3-Magazin
26. Februar 2026
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Thomas Failer, Gründer und Group-CEO der Schweizer Data Migration International, sieht in der aktuellen Situation eine historische Chance für die SAP-Community. Failer glaubt fest daran, dass Unternehmen, die jetzt die Weichen richtig stellen, gestärkt aus der Transformation hervorgehen werden. Seine Vision ist die eines datengesteuerten Unternehmens, das agil auf Marktveränderungen reagieren kann, weil es nicht von seiner eigenen Vergangenheit gefesselt ist. Sein Angebot JiVS IMP (Information Management Platform) ist für ihn der Schlüssel, um diese Fesseln zu sprengen.

Thomas Failer spricht oft davon, dass SAP-Bestandskunden aufhören müssen, Daten als Besitzstand zu betrachten, den man horten muss. Stattdessen sollten wir Daten als Fluss sehen, der durch das Unternehmen strömt und dort genutzt wird, wo er gebraucht wird. Die starren Silos der Altsysteme müssen aufgebrochen werden. Der Group-CEO der Schweizer Data Migration International ist überzeugt, dass die Trennung von Infrastruktur, Applikation und Daten der einzige Weg ist, um langfristig flexibel zu bleiben.

„Datenunabhängigkeit ist die Fähigkeit der Unternehmen, ihre Daten unabhängig von den Anwendungen, in denen sie ursprünglich erzeugt wurden, bis zur rechtssicheren Löschung zu verwalten“, erklärt Thomas Failer im E3-Exklusivgespräch. „Das macht es erforderlich, die operativen Systeme von den historischen Informationen zu trennen. Sie sind es, die üblicherweise die operativen Systeme als schwer verdaulichen Datenballast verstopfen oder in Archiven brachliegen und damit für das Geschäft nutzlos sind. Diese Trennung ermöglicht ein lückenloses Lifecycle-Management und den revisionssicheren Zugriff.“

Die SAP-Community steht vor einer Zäsur, die in ihrer Tragweite mit dem Jahr-2000-Problem oder der Einführung des Euro vergleichbar ist, jedoch weitaus komplexere architektonische und strategische Implikationen mit sich bringt. Der Wechsel auf S/4 ist für viele Bestandskunden längst keine reine technische Notwendigkeit mehr, sondern ein erzwungener Marsch in eine neue Ära, deren Regeln oft noch während des Spiels neu geschrieben werden.

Im Zentrum dieses Sturms steht das Datenmanagement – eine Disziplin, die jahrzehntelang als notwendiges Übel im Keller der IT-Abteilungen verwaltet wurde und nun plötzlich über Wohl und Wehe ganzer Unternehmensstrategien entscheidet. Denn S/4 Hana ist nicht einfach nur ein neues Release; es ist ein Paradigmenwechsel, der auf der In-memory-Datenbank Hana basiert und eine fundamentale Bereinigung der historischen Altlasten verlangt. Wer hier stolpert, riskiert nicht nur explodierende Projektkosten, sondern das Scheitern der gesamten digitalen Transformation. „Datenunabhängigkeit ist in der Tat der zentrale Aspekt von Datensouveränität, allerdings nicht der einzige. Sie ist die Voraussetzung, um die anderen Aspekte überhaupt erst in den Blick zu nehmen“, betont Thomas Failer.

Datenschutz und Kontrollverlust

„Nun, wir alle wissen um die geopolitischen Turbulenzen“, fasst Failer zwischenzeitlich die Erkenntnisse zusammen: „Auf einmal wird das Recht bislang verbündeter Staaten zum Risiko. Sagen wir es frei heraus: Spione können sich auf Geheiß ihrer Regierungen und damit aus der Sicht ihres Landes ganz legal Zugang zu den Geschäftsgeheimnissen unserer Unternehmen verschaffen. Und warum? Weil die Dienstleister, bei denen die Geheimnisse liegen, nicht nur unseren, sondern auch den Gesetzen ihres Heimlandes unterliegen und diesen Folge leisten müssen.“

Vor diesem Hintergrund wird die Frage nach einer souveränen Cloud und der richtigen Betriebsstrategie zur existenziellen Entscheidung. SAP drängt mit aller Macht in die Cloud, propagiert „Cloud only“ und versucht mit Programmen wie Rise with SAP, die Kunden in Subskriptionsmodelle zu locken. Doch die Realität der deutschen und europäischen Unternehmen sieht anders aus. Datenschutz, Compliance und die Angst vor dem Kontrollverlust lassen viele CIOs zögern. „Legale“ Spionage ist ein allgemeines Phänomen im Cyberspace.

„Es gibt aktuell 137 Staaten auf der Welt, die Bestimmungen zur Aufbewahrung von Unternehmensdaten erlassen haben und denen nicht nur lokale, sondern auch international tätige Unternehmen unterworfen sind“, beschreibt Thomas Failer die Ausgangslage. Ein berühmtes Beispiel aus jüngster Zeit ist der Indian Company Act. Dieses Gesetz verlangt, dass in Indien von Unternehmen erzeugte und bearbeitete Daten tagesaktuell im Land aufbewahrt werden. „Das Risiko, das bei mangelnder Datenunabhängigkeit droht, besteht darin, dass die Unternehmen mehr Daten im Land vorhalten, als sie eigentlich müssten“, erklärt Failer.

Diplominformatiker (FH) Thomas Failer ist Gründer und Group-CEO des international tätigen Schweizer Softwareanbieters Data Migration International. Seit dem Generationswechsel von SAP R/2 auf SAP R/3 weiß er, wie sich Transforma­tionsprojekte beschleunigen lassen und dass es dabei ebenso sehr da­rauf ankommt, die Menschen mitzunehmen und zu motivieren.

EU Cloud Act

Stellt der EU Cloud Act nicht eine Lösung für dieses Problem dar? Die Verordnung ist der richtige Ansatz, meint Thomas Failer: „Doch den Datenabzug technisch wie finanziell zu ermöglichen, sagt nichts darüber aus, wie die Unternehmen nach dem Abzug mit ihren Daten umgehen können. Unter Umständen sind die Daten sogar nutzlos, weil der Geschäftskontext fehlt. Dann sind die Daten zwar vor unbefugtem Zugriff geschützt, haben aber eventuell ihren Wert verloren. Zumindest müssen die Unternehmen in der Folge sehr viel investieren, um ihren eigenen Schatz wieder zu heben.“

Die Lösung besteht in einem Plattformansatz für Unternehmensdaten. Dadurch bekommen SAP-Bestandskunden alle notwendigen Funktionalitäten an die Hand, um den Lebenszyklus von Daten unabhängig von deren Ursprungsanwendungen und -systemen zu managen, das heißt inklusive ihres Geschäftskontexts. 

„Ein solcher Plattformansatz muss alle erdenklichen Geschäftsszenarien unterstützen. Die Unternehmen müssen die Möglichkeit haben, Daten zu selektieren und sie auf Knopfdruck zum Beispiel nach Indien zu überspielen. Solche Selektionen sind aber auch erforderlich bei einem Carve-out, wenn Daten von einem Geschäftsbereich oder Tochterunternehmen an den Käufer übergeben werden müssen, jedoch nur diese“, fordert der Gründer und Group-CEO der Schweizer Data Migration International.

SaaS-Lösungen sind unglaublich praktisch, nützlich und in vielen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Doch was, wenn aus irgendwelchen Gründen der Zugriff darauf verweigert wird? „Dann fehlen nicht nur die beliebten Anwendungen und Funktionalitäten, sondern es stehen auch die Daten nicht mehr zur Verfügung“, weiß Thomas Failer aus seiner beruflichen Praxis. „Mit unserem Plattformansatz können die Kunden nicht nur ausgewählte Daten nach Indien oder China replizieren, sondern auch von SaaS-Lösungen auf ihre eigenen Server.“

SAP-Bestandskunden profitieren vom DMI-JiVS-Plattformansatz, nicht nur bei On-prem-Systemen oder SaaS-Lösungen, sondern auch und gerade bei der Transformation auf S/4 Hana. „Mithilfe unserer Plattform können sie dabei nur diejenigen Daten übernehmen, die sie im neuen System wirklich benötigen. Das sind im Übrigen in der Regel nur fünf bis zehn Prozent der Bewegungs- und etwa die Hälfte der Stammdaten sowie Geschäftsobjekte. Dafür ist natürlich auch eine vorherige Datenbereinigung nötig“, fordert Thomas Failer.

Die Plattform soll vor allem dafür sorgen, SAP-Systeme schlank zu halten, und nicht, sie zu füttern. „S/4-Systeme schlank zu halten ist in der Tat ein sehr wichtiges, jedoch nur ein Anwendungsszenario“, beschreibt Thomas Failer. „Unser Ziel ist es ja, mit unserer Plattform den wesentlichen Teil dessen abzudecken, was Gartner als Data Fabric bezeichnet. Eine eigene Datenschicht, die von den darunterliegenden Systemen und den Anwendungen darüber unabhängig ist. Sie ist der Schlüssel zu Datenunabhängigkeit und Souveränität.“

Hier kommt Thomas Saueressig, SAP-Vorstandsmitglied für Customer Services und Delivery, ins Spiel. Er hat erkannt, dass der Weg in die Cloud für viele Kunden kein Spaziergang, sondern ein Hürdenlauf ist. Saueressig betont immer wieder die Notwendigkeit von Wahlfreiheit und Flexibilität. Er weiß, dass Kunden in stark regulierten Branchen oder im öffentlichen Sektor nicht einfach ihre Daten auf Servern von US-Hyperscalern ablegen können, ohne die Kontrolle zu verlieren. Seine Vision zielt darauf ab, die Vorteile des Cloud Computing – Skalierbarkeit, Innovation, Geschwindigkeit – nutzbar zu machen, ohne die digitale Souveränität aufzugeben.

Thomas Saueressig argumentiert, dass sich SAP-Bestandskunden auf Unsicherheiten einstellen müssen und dass digitale Souveränität kein vorübergehender Hype ist, sondern ein dauerhafter Zustand, den es zu managen gilt. Für ihn gehen Innovationskraft und digitale Souveränität Hand in Hand. Er verspricht, dass SAP moderne und hochsichere Lösungen bereitstellen wird, die auch den strengsten Anforderungen genügen. Doch Worte allein reichen nicht, wenn die technische Realität eine andere Sprache spricht. Die Abhängigkeit von Hyperscalern ist oft größer, als es den Anschein hat, und die versprochene Souveränität muss sich erst noch in der harten Praxis bewähren.

Genau in dieser Gemengelage aus technischem Druck, strategischer Unsicherheit und regulatorischen Zwängen positioniert sich Data Migration International als der rettende Anker für geplagte SAP-Bestandskunden. Unter der visionären Führung von Thomas Failer hat sich das Schweizer Unternehmen zu einem Leuchtturm im Nebel der Datenmigration entwickelt. Thomas Failer, ein Mann der klaren Worte und tiefen Einsichten in die Nöte der Anwender, hat früh erkannt, dass die traditionellen Methoden der Datenmigration – das mühsame Exportieren, Transformieren und Importieren aller Daten – in der S/4-Welt zum Scheitern verurteilt sind. Sein Ansatz ist radikal anders und besticht durch eine Logik, die so zwingend ist, dass man sich fragt, warum nicht schon früher jemand daraufgekommen ist.

Thomas Failer fordert Freiheit für die Daten. Er plädiert dafür, die Daten von der Applikationsebene zu entkoppeln und sie in einer unabhängigen Schicht zu verwalten. Sein Credo lautet: separieren statt migrieren.

Reduktion und Qualität

Es geht hier einerseits um die größtmögliche Reduktion der Daten, indem zum Beispiel Dubletten ermittelt und beseitigt werden. Vor allem aber geht es um die Qualität der Daten. „Im Kontext von KI ist das vielleicht sogar die wichtigste Funktionalität der Plattform. Wie sollen die Unternehmen den Empfehlungen und Ergebnissen einer KI vertrauen, wenn sie ihren eigenen Daten nicht vertrauen können?“, gibt Thomas Failer zu bedenken. Die Ausgangslage für viele SAP-Bestandskunden ist ernüchternd. Über Jahrzehnte gewachsene Systemlandschaften, oft hochgradig modifiziert und durchzogen von einem Wildwuchs an Z-Programmen, haben riesige Datenfriedhöfe geschaffen.

Doch die Datenfriedhöfe sind da, und sie müssen verwaltet werden – sei es aus regulatorischen Gründen, zur Einhaltung von Aufbewahrungsfristen oder schlicht, weil der Fachbereich Angst hat, Informationen zu verlieren. Hier kollidiert die alte Welt der relationalen Datenbanken mit der neuen, teuren Welt der In-memory-Technologie. Hana-Speicher ist kostbar, viel zu kostbar, um ihn mit historischem Datenmüll zu verstopfen, der keinen operativen Mehrwert mehr bietet.

Das Herzstück der DMI-Lösung ist die Plattform JiVS IMP. Sie ist weit mehr als nur ein Archiv; sie ist eine intelligente Historisierungsplattform, die es ermöglicht, Altsysteme komplett stillzulegen und dennoch den vollen Zugriff auf alle historischen Daten zu behalten. Thomas Failer beschreibt JiVS IMP als eine systemunabhängige Plattform, die den gesamten Lebenszyklus von Informationen managt – von der Übernahme aus den Altsystemen über die rechtssichere Aufbewahrung bis hin zur endgültigen Löschung gemäß
DSGVO. Bevor Daten in das neue System migriert werden, können sie auf der JiVS-Plattform bereinigt, harmonisiert und angereichert werden. Das Ergebnis ist ein „Clean Core“ im wahrsten Sinne des Wortes – ein schlankes, agiles S/4-System, das mit sauberen Daten arbeitet und nicht von der Last der Vergangenheit erdrückt wird.

Der beste Weg besteht darin, die volle Kontrolle über die Daten zu haben. „Erst dadurch können Sie den eigenen Mitarbeitenden KI-Werkzeuge zur Verfügung stellen, die Sie ebenfalls unter Ihrer Kontrolle haben und haben müssen. Vertrauen in die eigenen Daten, in die KI und die eigenen Mitarbeitenden geht also Hand in Hand“, skizziert Thomas Failer die neuen Herausforderungen.

Es gibt einen Weisungszusammenhang zwischen Datenmanagement und Clean Core, was DMI und Nova beweisen.

Prof. Dr. Alexander Zeier,
Co-Founder & Chief Scientist,
Nova Intelligence

KI und Robotertechnik

KI ist kein isolierter Trend, sondern konvergiert mit der Robotertechnik. „Es ist unglaublich, ja fast atemberaubend, welche Fortschritte gerade im Bereich der humanoiden Robotik stattfinden“, weiß Thomas Failer aus eigenen Studien. „Diese Maschinen müssen, wenn sie mit Menschen interagieren, in jeder Hinsicht korrekt handeln, also auch im ethischen Sinne. Wir müssen diesen Maschinen vertrauen können. Und das können wir nur, wenn wir auch den Daten, mit denen ihre Steuerungs-KI trainiert wurde, vertrauen können.“

Die Diskussionen vor wenigen Wochen in Davos haben gezeigt, dass Manager Daten-Governance nicht mehr nur als rein technisches Problem behandeln. Das Thema ist auf der Ebene der Geschäftsleitungen und Aufsichtsräte angekommen. Und noch etwas ist dort angekommen: Datenunabhängigkeit entscheidet darüber, ob Unternehmen KI einsetzen können, ohne von bestimmten Anbietern abhängig zu sein. Ob sie ihrer KI vertrauen können und ob sie in geopolitisch und regulatorisch unsicheren Zeiten resilient und gleichzeitig agil bleiben.

Die Hauptrolle heißt Vereinfachung! Das bedeutet natürlich einen großen Abstimmungsaufwand zwischen den Abteilungen. Der größte Teil davon ist der Diskussion gewidmet, auf welche unternehmensspezifischen Daten und Informationen die KI-Anwendungen zugreifen sollen. Diese sind natürlich auf viele verschiedene Speicher und Quellsysteme verteilt. Und für jedes einzelne System müssen Exportprogramme geschrieben werden. „So bedeutet KI mehr Komplexität und damit Fehleranfälligkeit und Aufwand. KI-Anwendungen wirken hier fast wie ein Fremdkörper, der amateurhaft auf nicht veredelte Äste aufgepfropft wird“, sagt Failer.

Singuläre Plattform

Der ganze Wildwuchs an Quellsystemen sollte einer einzigen Plattform weichen, die sämtliche Informationen zusammen mit ihrem Geschäftskontext enthält. Wenn das Datenvolumen drastisch reduziert wird, sinken die Kosten für den Cloud-Betrieb signifikant.

Zudem ermöglicht die Entkopplung der Daten von der Applikation eine viel größere Flexibilität. Unternehmen können ihre ERP-Strategie ändern, den Cloud-Provider wechseln oder sogar wieder on-prem gehen, ohne ihre historischen Daten zu verlieren oder aufwändige Migrationsprojekte starten zu müssen.

SAP ist ein Wegbereiter für die souveräne Cloud aus politischer und IT-strategischer Perspektive für Kunden und Partner.

Thomas Saueressig,
Mitglied des Vorstands, SAP

JiVS IMP fungiert als neutraler Hafen für die Daten, unabhängig von den Stürmen auf dem ERP-Markt. Thomas Failer sieht darin einen wesentlichen Beitrag zur digitalen Souveränität, die Thomas Saueressig so vehement einfordert. Denn wer die Hoheit über seine historischen Daten hat, ist nicht erpressbar und kann selbstbestimmt über seine IT-Zukunft entscheiden. „Mit der Plattform haben Sie alles, was Sie brauchen“, bewirbt Failer sein Produkt JiVS IMP. „Sie können die Informationen, die Sie für Ihre KI-Anwendungen benötigen, selbstständig selektieren, die Governance-Regeln festlegen. Das Business hat hier die volle Kontrolle.“

Und der Einstiegspunkt ist die JiVS-Plattform? „Das muss nicht sein“, erklärt Failer. „Auch SAP kann der Einstiegspunkt sein. Dann ist unsere Plattform eher die Brücke als der Einstiegspunkt. Wir nennen diese Brücke den JiVS IMP Data Collector. Die Funktionalität baut auf bestehenden Eigenschaften unserer Plattform auf, dem Turbo-Extraktor und Data Replication Service. Das bedeutet, wir können in kurzer Zeit große Mengen an Daten und Informationen zusammen mit dem Geschäftskontext aus den Quellsystemen abziehen und auf unsere Plattform überspielen.

Ebenso können wir in kürzester Zeit große Datenmengen, auch nach einer Selektion, auf andere Zielsysteme wie S/4 Hana oder IoT- und Robotics-Anwendungen oder Instanzen unserer Plattform transferieren. Diese Replikation lässt sich in frei definierbaren Intervallen automatisch wiederholen. Denken Sie nur an die Business Technology Platform von SAP. Dort können Unternehmen jede Art von Service neben ihrem SAP-System betreiben. Und dank unseres Data Collector können Unternehmen diese Services einfach und automatisiert mit den jeweils benötigten und passenden Daten versorgen. Das ist im Übrigen nicht nur einfacher, sondern auch kostengünstiger.“

Die SAP-Bestandskunden können souverän entscheiden, welche und wie viele Daten und Informationen sie in welchen Umgebungen vorhalten wollen. Am teuersten ist sicher eine reine Hauptspeicherumgebung, wie es bei S/4 Hana der Fall ist. „Billiger wird es auf der Business Technology Platform, wo die Services nur mit einem Teil der Daten aus unserer Plattform auskommen“, weiß Thomas Failer.

JiVS IMP läuft auch in der SAP-Cloud, die hier die entsprechenden Möglichkeiten bietet. „Aktuell prüfen wir europäische Cloud-Anbieter mit souveränen Umgebungen, um dort unsere Plattform und insbesondere den Turbo-Extraktor, Data Replication Service und den neuen Data Collector zu implementieren“, erklärt Failer ein aktuelles Vorhaben. „Natürlich können Sie unsere Plattform auch in Ihrem eigenen Rechenzentrum installieren und betreiben. Mit unserer Plattform können Kunden schon heute datenunabhängig und -souverän sein.“

Doch die Herausforderungen hören beim Datenmanagement nicht auf. Die Architektur von S/4 selbst verlangt nach neuen Denkweisen. Hier kommt das Konzept des Clean Core ins Spiel, das eng mit den Arbeiten von Professor Alexander Zeier und seinem Start-up Nova Intelligence verknüpft ist. Zeier, einer der Miterfinder der Hana-Datenbank, hat tiefes Verständnis für die architektonischen Notwendigkeiten moderner ERP-Systeme. Er weiß, dass die jahrelange Praxis, den SAP-Standard durch Modifikationen im Kern an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, in der Cloud-Welt nicht mehr funktioniert. 

Der Zusammenhang zwischen Daten-management und Clean Core ist evident und wird durch die Lösungen von DMI und Nova Intelligence perfekt illustriert. Ein sauberer Kern ist nur möglich, wenn auch die Daten sauber sind. Wenn der SAP-Bestandskunde alte, modifizierte Datenstrukturen in ein neues System migriert, zwingt er das neue System oft dazu, alte Logiken zu unterstützen, was wiederum zu Modifikationen führt. Thomas Failer und Alexander Zeier spielen hier quasi Doppelpass. Failer sorgt mit JiVS IMP dafür, dass die Datenlast reduziert und die verbleibenden Daten bereinigt werden. Zeier sorgt mit Nova Intelligence und seinen KI-Agenten dafür, dass der Code, der diese Daten verarbeitet, analysiert und modernisiert wird.

Diese Symbiose aus intelligentem Datenmanagement und KI-gestützter Code-Transformation ist der Schlüssel zum Erfolg. Thomas Failer betont immer wieder, dass man das Problem an der Wurzel packen muss. Es reicht nicht, nur die Symptome zu bekämpfen. Man muss die Ursachen für die Komplexität beseitigen. Und die Ursachen liegen fast immer in der Historie – in den angesammelten Daten und dem gewachsenen Code. Indem DMI die historischen Daten aus dem operativen System herauslöst und auf einer separaten Plattform verwaltet, schafft es den Freiraum, den Nova Intelligence benötigt, um den Code zu modernisieren.

Die Rolle von Thomas Saueressig in diesem Gefüge ist die des politischen und strategischen Wegbereiters. Er muss den Rahmen schaffen, in dem Lösungen wie die von DMI und Nova Intelligence florieren können. Sein Bekenntnis zur souveränen Cloud und zur Wahlfreiheit für die Kunden ist ein wichtiges Signal.

Die Lösungen von DMI bieten einen pragmatischen, effizienten und sicheren Weg aus der Datenfalle. Thomas Failer hat mit JiVS IMP eine Plattform geschaffen, die genau das liefert, was SAP-Bestandskunden heute am dringendsten brauchen: eine Brücke zwischen der alten und der neuen Welt, die es erlaubt, den Ballast abzuwerfen, ohne das Wissen zu verlieren. Zusammen mit den innovativen Ansätzen von Nova Intelligence für den Clean Core entsteht so ein holistisches Bild einer modernen ERP-Architektur. Es ist an der Zeit, dass die SAP-Bestandskunden aufwachen und ihre Daten nicht länger als Last, sondern als ihren wertvollsten Schatz begreifen, den es zu heben gilt – aber mit dem richtigen Werkzeug und nicht mit der Schaufel von gestern.

Mit den richtigen Schaufeln – KI-Werkzeugen – gelingt das Heben des Datenschatzes vor, während und nach der S/4-Conversion. (Quelle: DMI JiVS)

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Peter M. Färbinger, E3-Magazin

Peter M. Färbinger, Herausgeber und Chefredakteur E3-Magazin DE, US, ES und FR (e3mag.com), B4Bmedia.net AG, Freilassing (DE), E-Mail: pmf@b4bmedia.net und Tel. +49(0)8654/77130-21


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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Nur KI-Erlebnisworkshop am 11. Juni 2026 (limitierte Plätze)
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 11. Juni 2026

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Vorträge, Abendveranstaltung und je Verfügbarkeit der KI-Workshop am 11. Juni 2026
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Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
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Veranstaltungsort

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Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

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23. April 2026: Vorträge und KI-Workshop
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Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.