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Digitalisierung und KI: Heilsbringer oder Arbeitsplatzvernichtung?

Sie können einen schon nachdenklich machen, die vielen Veränderungen in Wirtschaft, Technik, Politik und Gesellschaft. Und je mehr Neuerungen anstehen, umso größer ist der Wunsch nach Orientierung und Klarheit.
Ralph Weiss, Blackline
3. Juni 2024
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Kein Wunder also, dass viele Menschen mit der Digitalisierung hadern und vor dem Einsatz von künstlicher Intelligenz mehr Angst haben, als dass sie sich von ihr Verbesserungen versprechen. Eine Studie, die das Marktforschungsinstitut Censuswide im Auftrag von BlackLine jüngst durchgeführt hat, bestätigt, dass dieses Spannungsfeld auch in den Finanzabteilungen der Unternehmen diskutiert wird. Ein grundlegender Aspekt ist dabei die Befürchtung vieler, dass KI die konsequente Fortsetzung der durch die Digitalisierung bereits ausgelösten Veränderungen ist und dazu führt, dass immer mehr Aufgaben automatisch erledigt werden. Die konkreten Bedenken sind vielfältig.

Automatisierung und Kompetenz

  • Automatisierung von Aufgaben: KI und Automatisierungstechnologien können Routineaufgaben schneller und effizienter ausführen als Menschen. Die Befürchtung: Dies kann zu einem Rückgang des Personalbedarfs in bestimmten Unternehmensbereichen führen.

  • Technologische Arbeitslosigkeit: Der Einsatz von KI kann dazu führen, dass Unternehmen weniger Arbeitskräfte benötigen, um die gleiche Menge an Arbeit zu erledigen.

  • Kompetenzanforderungen: Durch KI können bestimmte Fähigkeiten an Bedeutung verlieren, während andere an Bedeutung gewinnen. Das kann zu Diskrepanzen zwischen den Fähigkeiten der Mitarbeiter und den Anforderungen der Arbeitgeber führen. 

  • Wirtschaftliche Ungleichheit: KI hat das Potenzial, geringer qualifizierte Arbeitskräfte zu verdrängen und den Bedarf an hoch qualifizierten Fachkräften zu begünstigen. Die Gefahr: Die Kluft zwischen Gut- und Geringverdienern nimmt zu.

  • Unsicherheit über die Zukunft der Arbeit: Da KI-Technologien noch relativ jung sind und es kaum Erfahrungswerte gibt, besteht Unsicherheit darüber, wie sich diese Zukunftstechnologie langfristig auf den Arbeitsmarkt auswirken wird.

Kontroverser Diskurs

Derartige Ängste sind aber auch nicht neu. Schon immer haben Innovationen zu kontroversen Diskussionen geführt – nicht selten mit dem Resultat, dass je stärker ein Thema gehypt wird, desto größer ist die Gegenreaktion. Das zeigen auch die Ergebnisse der BlackLine-Studie. Es scheint, als würde ein Drittel der Befragten KI eher als disruptive dunkle Macht einordnen, die alles selbstständig erledigt und viele Funktionen im F und A überflüssig macht. 36 Prozent der international befragten C-Level-Manager und Finanzprofis befürchten, dass durch die Einführung der KI potenziell Arbeitsplätze verloren gehen; in Deutschland ist man mit 32 Prozent nur minimal optimistischer. Am zuversichtlichsten sehen die Finanzexperten in England den Einsatz von KI in Finance und Accounting: Hier haben nur 28 Prozent Bedenken. 

Erwartung und Fehlerquote

Gleichzeitig sind mit KI aber auch viele Erwartungen verbunden, etwa was die Reduktion der Fehlerquote bei repetitiven Aufgaben angeht oder die Qualität der Unternehmenszahlen. Die Mehrheit der befragten Finanzexperten gab an, dass Cloud Computing (80 Prozent), generative KI (78 Prozent) und neue Arten von KI (76 Prozent) unerlässlich sind, um die Resilienz von Unternehmen gegenüber künftigen Störungen zu verbessern. Die Deutschen sehen dies zwar etwas weniger enthusiastisch, aber auch sie glauben, dass Cloud Computing (60 Prozent), generative KI (57 Prozent) und neue Arten von KI (55 Prozent) wichtig sind, um die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zu erhöhen.

Auch wenn diese Technologien erst in ihren Anfängen stecken, wird deutlich, dass die intensive Auseinandersetzung mit KI längst begonnen hat und in Teilen in F und A auch schon zum Einsatz kommt – beispielsweise beim KI-unterstützten Intercompany Accounting von BlackLine. Schon heute profitieren offene und innovativ denkende Unternehmen davon, wenn sie Transaktionsfehler verhindern, den Zeit- und Ressourcenaufwand minimieren und die Validität ihrer Finanzzahlen verbessern können. Das alles zahlt ein auf eine bessere Wirtschaftlichkeit, Zukunftsfähigkeit und Resilienz von Unternehmen. So gesehen geht es nicht um die Frage, ob die moderne Technologie Arbeitsplätze vernichtet, sondern nur darum, wie sie diese verändert und Unternehmen in die Zukunft führt.


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Ralph Weiss, Blackline

Ralph Weiss ist Geo Vice President DACH bei BlackLine.


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