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Deutschland im KI‑Paradox

Neun von zehn Unternehmen in Deutschland, die KI intensiv nutzen, erwarten bis 2028 grundlegende Veränderungen ihres Geschäftsmodells. Aktuell liegt der Fokus jedoch vor allem auf Effizienz- und Produktivitätsgewinnen statt auf einer umfassenden strategischen Transformation.
E3-Magazin
8. Mai 2026
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Lediglich fünf Prozent der deutschen Unternehmen nutzen KI bereits gezielt für die strukturelle Weiterentwicklung ihres Geschäfts, etwa durch KI-Agenten. In anderen Märkten liegt dieser Anteil deutlich höher: 13 Prozent in Großbritannien und elf Prozent in Irland setzen künstliche Intelligenz für tiefgreifende Transformationen ein. Die Studie verdeutlicht, dass Deutschland mit der höchsten KI-Adoptionsrate aller befragten Länder grundsätzlich auf einer hervorragenden Ausgangsbasis steht. Gleichzeitig gibt es deutliche Engpässe in den Bereichen Führung, Organisationsstruktur, Investitionsentscheidungen und Befähigung der Mitarbeitenden. Allein die Nutzung schafft keinen Wert.

Bei den Investitionen positioniert sich Deutschland jedoch nur im unteren Mittelfeld. Fast drei Viertel der befragten Unternehmen geben maximal 20 Prozent ihres Technologiebudgets für KI-Projekte aus. Beim Return on Investment liegt Deutschland hingegen im Schnitt: 27 Prozent der Betriebe erzielen eine Amortisation ihrer Ausgaben für typische KI-Anwendungen innerhalb von ein bis zwei Jahren. Spitzenreiter ist laut der Studie Polen mit 33 Prozent.

„Deutschland unterfinanziert seine hohen Ambitionen bei KI“, sagt Björn Bringmann, Managing Director des Deloitte AI Institute. „In vielen Unternehmen ist noch nicht verankert, dass KI ganzheitlich ins -Geschäftsmodell integriert werden muss. Heute dient sie oft primär der individuellen Produktivitätssteigerung.“

Organisatorische Verankerung fehlt

Ein wesentlicher Engpass für den breiten KI-Einsatz in Deutschland ist die organisatorische Verankerung: In 33 Prozent der Unternehmen liegt die Verantwortung für KI beim IT-Leiter oder CIO, deutlich mehr als im internationalen Schnitt (23 Prozent). Nur zwei Prozent siedeln KI auf der CEO-Ebene an. Das ist der niedrigste Wert aller betrachteten Märkte (Durchschnitt: zehn Prozent).

„Die starke Fokussierung auf die IT verschiebt die Prioritäten hin zur technischen Skalierung statt zur Neugestaltung von Geschäftsprozessen“, erklärt Bringmann. „Transformative Wirkung entsteht erst, wenn das Top-Management KI unternehmensweit steuert, mit klarer Verantwortung auf CEO- und Vorstandsebene.“

Deutschland unterfinanziert seine hohen Ambitionen bei KI.In vielen Unternehmen ist noch nicht verankert, dass KI ganzheitlich ins Geschäftsmodell integriert werden muss.

Björn Bringmann,
Managing Director,
Deloitte AI Institute

Auch beim Thema Kompetenzen zeigt sich eine Lücke: 35 Prozent der deutschen Befragten sehen fehlende Fachkräfte als großes Hindernis (international: 29 Prozent). Gleichzeitig bieten 19 Prozent der Unternehmen gar keine KI-Schulungen an – ebenfalls mehr als im Durchschnitt (15 Prozent).

„Um das volle Potenzial von KI auszuschöpfen, müssen deutsche Unternehmen über inkrementelle Use Cases hinausgehen und KI als Motor für Innovation begreifen“, so Bringmann. „Dafür braucht es gezielte Investitionen, stärkere Governance-Strukturen und ein klares Verständnis im Top-Management, wie KI Geschäftsmodelle, Prozesse und Entscheidungslogiken verändert.“ (Quelle: Deloitte)

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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Nur KI-Erlebnisworkshop am 11. Juni 2026 (limitierte Plätze)
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 11. Juni 2026

Reguläres Ticket

Vorträge, Abendveranstaltung und je Verfügbarkeit der KI-Workshop am 11. Juni 2026
Die Plätze beim KI-Erlebnisworkshop sind limitiert und eine Anmeldung ist erforderlich.

Abonnenten des E3-Magazins Ticket

ermäßigt mit Promocode CCAbo26

Studierende*

ermäßigt mit Promocode CCStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
EUR 305 exkl. USt.
EUR 590 exkl. USt.
EUR 390 exkl. USt.
EUR 290 exkl. USt.

Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Nur KI-Erlebnisworkshop am 23. April 2026 
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 23. April 2026
Reguläres Ticket
22. April 2026: Vorträge und Abendveranstaltung
23. April 2026: Vorträge und KI-Workshop
EUR 305 exkl. USt
EUR 590 exkl. USt
Abonnenten des E3-Magazins
ermäßigt mit Promocode STAbo26
EUR 390 exkl. USt
Studierende*
ermäßigt mit Promocode STStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
EUR 290 exkl. USt
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.