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Digitale Souveränität gegen den Kill Switch

Europäische Unternehmen sehen ihre Abhängigkeit von US-Cloud-Anbietern zunehmend als strategisches Risiko. Europäische Cloud-Anbieter sind wettbewerbsfähig bei der Infrastruktur, hinken jedoch bei Plattform- und KI-Services hinterher, so die Ergebnisse einer aktuellen Lünendonk-Studie.
E3-Magazin
30. April 2026
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Die Lünendonk-Studie „Digitale Souveränität: Vom Risiko zur Resilienz“ hat den Status quo und Prioritäten digitaler Souveränität bei Unternehmen in der DACH-Region erhoben. 

Demnach halten 83 Prozent der Unternehmen es für ein realistisches Szenario, dass ein Cloud-Provider den Zugang zu kritischen IT-Services einseitig einschränken oder abschalten könnte – ein sogenannter Kill Switch. Dennoch verfügen nur 57 Prozent der Unternehmen über eine Exit-Strategie für den Wechsel des Cloud-Providers, und fast die Hälfte hat somit keinen Plan B für den Ernstfall. Um Risiken zu reduzieren und digitale Souveränität zu stärken, gewinnen vor allem souveräne Hyperscaler-Modelle mit einem lokalen EU-Betreiber, in Deutschland ansässige IT-Dienstleister für Managed Infrastructure und deutsche Cloud-Provider an Bedeutung.

Digitale Souveränität ist für 36 Prozent der befragten Unternehmen bereits heute von sehr hoher Relevanz. 96 Prozent erwarten, dass ihre Bedeutung selbst bei einer Entspannung der geopolitischen Lage und einer Verbesserung der transatlantischen Beziehungen in den kommenden drei Jahren weiter steigt. Zentrale Treiber für digitale Souveränität sind hohe Abhängigkeiten von einzelnen IT- und Cloud-Providern sowie die Notwendigkeit, die Resilienz – insbesondere in Krisensituationen – zu stärken, um sich vor Zugriffsblockaden oder einem „Kill Switch“ zu schützen und extraterritoriale Datenzugriffe zu verhindern. Historisch gewachsene Systemlandschaften, begrenzte Transparenz über Datenbestände und ganzheitliche Prozessketten, komplexe Multi-Cloud-Strukturen und steigende regulatorische Anforderungen machen digitale Souveränität jedoch zu einem komplexen, strategischen Transformationsvorhaben. „Digitale Souveränität duldet keinen Aufschub. Reines Problembewusstsein genügt nicht. Unternehmen müssen jetzt den Mut aufbringen, Abhängigkeiten aktiv abzubauen, auch wenn dies unbequem und kostspielig ist“, sagt Tobias Ganowski, Senior Consultant bei Lünendonk und Hossenfelder und Studienautor.

Abhängigkeit zu Hyperscalern

Beim Thema Cloud besteht weiterhin eine hohe Abhängigkeit zu Hyperscalern, jedoch werden zunehmend souveräne Alternativen geprüft. 55 Prozent der befragten Unternehmen stufen souveräne Cloud-Angebote der Hyperscaler mit lokalem EU-Betreiber sowie in Deutschland ansässige IT-Dienstleister für Rechenzentren, Colocation und Managed Infrastructure als sehr relevant ein. Cloud-Provider aus Deutschland entwickeln sich zu Superscalern und folgen mit 48 Prozent. Hyperscaler mit souveränen Angeboten haben für 36 Prozent der Unternehmen eine sehr hohe Relevanz. Multi-Cloud-Architekturen gewinnen daher an Bedeutung: 42 Prozent der Unternehmen verfügen bereits über eine Multi-Cloud-Architektur, weitere
46 Prozent planen deren Aufbau – um Abhängigkeiten zu reduzieren und Back-up-Kapazitäten für kritische Geschäftsprozesse vorzuhalten. 

Lünendonk-Studie: Digitale Souveränität – vom Risiko zur Resilienz.

Hybride, differenzierte Zukunft

„Anforderungen unterscheiden sich je nach Branche und Anwendungsfall. Klassische Hyperscaler-Angebote sollen nicht ersetzt, sondern gezielt um souveräne Alternativen ergänzt werden, um regulierte und souveränitätskritische Szenarien abzudecken. Die Zukunft der IT ist daher hybrid und differenziert“, erklärt Mario Zillmann, Senior Partner bei Lünendonk und Hossenfelder. Laut Studie sehen 93 Prozent der Unternehmen europäische Cloud-Anbieter auf Infrastrukturebene als durchaus konkurrenzfähig mit den Hyperscalern. Bei Plattform-, KI- und Ökosystemleistungen bestehen jedoch deutliche Defizite. Entsprechend halten aktuell nur 3 Prozent der befragten Unternehmen europäische Cloud-Anbieter für wettbewerbsfähig gegenüber den Hyperscalern. Auch der Blick nach vorn bleibt skeptisch: Für 2030 erwarten lediglich 2 Prozent einen funktionalen Gleichstand. (rk, Quelle: Lünendonk)

Über die Studie

Für die Lünendonk-Studie „Digitale Souveränität: Vom Risiko zur Resilienz“ wurden zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 insgesamt 155 Interviews mit IT-Bereichsleitern, GRC- und Security-Verantwortlichen, IT-Einkäufern sowie CIOs und C-Level-Verantwortlichen geführt. Die befragten Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stammen aus verschiedenen Branchen, darunter Industrie, Kritis-Sektoren, Banken und Versicherungen. Jeweils die Hälfte gehört zum gehobenen Mittelstand und zu Konzernen.

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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Nur KI-Erlebnisworkshop am 11. Juni 2026 (limitierte Plätze)
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 11. Juni 2026

Reguläres Ticket

Vorträge, Abendveranstaltung und je Verfügbarkeit der KI-Workshop am 11. Juni 2026
Die Plätze beim KI-Erlebnisworkshop sind limitiert und eine Anmeldung ist erforderlich.

Abonnenten des E3-Magazins Ticket

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Studierende*

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Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
EUR 305 exkl. USt.
EUR 590 exkl. USt.
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Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Nur KI-Erlebnisworkshop am 23. April 2026 
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 23. April 2026
Reguläres Ticket
22. April 2026: Vorträge und Abendveranstaltung
23. April 2026: Vorträge und KI-Workshop
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Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.