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Custom Code: Das belastete Erbe aus der SAP-ECC-Ära

Die S/4-Transformation bleibt für viele Unternehmen das zentrale IT-Projekt. Doch gewachsene Custom-Code-Altlasten bremsen das Tempo und Innovationen. Neue KI-basierte Ansätze könnten den Weg zu einem echten Clean Core ebnen.
Joachim Hackmann, PAC
6. April 2026
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Die Ergebnisse des jüngsten DSAG-Investitionsreports zeigen ein klares Bild: Für 79 Prozent der befragten Unternehmen ist die Wirtschaftlichkeit von Investitionen in SAP-Software ein starkes oder sehr starkes Kriterium. Gleichzeitig bleiben S/4-Migrationen weiterhin der wichtigste Investitionstreiber; 42 Prozent der Unternehmen sehen sie derzeit als zentrale Initiative. Genau an dieser Stelle tritt ein altbekanntes Problem zutage. Über viele Jahre hat sich in nahezu allen großen ECC-Systemlandschaften ein umfangreicher Bestand an kundenspezifischem Code angesammelt, der ursprünglich dazu diente, Prozessanforderungen schnell abzudecken, Differenzierungsmöglichkeiten zu schaffen oder funktionale Lücken zu schließen. Was damals eine pragmatische Entscheidung war, entwickelte sich später zu einer schwerfälligen technischen Altlast. Je nach Individualisierungsgrad bestehen heute bis zu 80 Prozent der gesamten Codebasis in ECC-Umgebungen aus individuellen Erweiterungen. In hoch individualisierten Landschaften werden davon zwischen 60 und 80 Prozent nicht mehr genutzt. Das Resultat sind gewachsene Systemkomplexität, überhöhte Kosten und zunehmende technische Risiken.

TCO unter Druck

Die Auswirkungen sind deutlich spürbar: Wartung, Fehlerkorrekturen und wiederkehrende Anpassungen verursachen hohe Lebenszykluskosten und treiben langfristig den TCO nach oben. Upgrades werden zu kostspieligen und ressourcenintensiven Projekten, weil veralteter Custom Code umfangreiche Tests und Integrationsmaßnahmen erfordert. Gleichzeitig steigt die Abhängigkeit von wenigen technischen Schlüsselpersonen. Hinzu kommt eine mangelnde Transparenz darüber, welche Objekte genutzt werden oder geschäftskritisch sind. Für die S/4-Transformation wird der Custom Code schließlich zu einem zentralen Hemmschuh, denn viele ältere Erweiterungen sind mit modernen Architekturprinzipien, Schnittstellen und Datenmodellen nicht mehr kompatibel. Viele Unternehmen entscheiden sich daher heute im Rahmen ihrer Migrationen dafür, ihren Legacy Code nahezu unverändert in die neue S/4-Umgebung zu übernehmen. Angesichts knapper Budget- und Personalressourcen sowie des Endes der Standardwartung für SAP ECC im Jahr 2027 wirkt dieser Ansatz zunächst pragmatisch. Häufig bleibt ungeprüft, ob die alten Erweiterungen noch benötigt werden oder ob ihre Funktionalität längst durch den SAP-Standard abgedeckt wäre. Diese Entscheidung birgt jedoch langfristige Risiken. Der alte Custom Code orientiert sich an Betriebsmodellen vergangener Jahre und kann moderne IT-Infrastrukturen unverhältnismäßig stark belasten. In Kombination mit der langfristigen Cloud-Ausrichtung der SAP-Strategie und dem Anspruch an einen Clean Core entsteht eine Umgebung, die die Innovationsfähigkeit bremst und die Release-Fähigkeit gefährdet.

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KI-basierte Custom-Code-Analysen

An dieser Stelle liefert die jüngste Entwicklung im Bereich künstlicher Intelligenz einen vielversprechenden Ansatz. Moderne KI-basierte Werkzeuge, wie etwa die Lösung von Nova Intelligenz, ermöglichen es inzwischen, große Teile der Custom-Code-Analyse und -Transformation zu automatisieren. Agentenbasierte Verfahren können ungenutzte Erweiterungen identifizieren und sie kontrolliert deaktivieren. Zudem können sie tatsächlich benötigten kundenspezifischen Code automatisiert in eine Clean-Core-konforme Zielumgebung übertragen. Unternehmen sollten diese neue technologische Möglichkeit in Betracht ziehen, bevor sie ihre neu gestaltete S/4-Umgebung mit Altlasten aus der ECC-Ära belasten. Derartige agentenbasierte Lösungen können nicht nur die Bereinigung beschleunigen, sondern auch sicherstellen, dass künftige Erweiterungen konsequent Clean-Core-Prinzipien folgen. So entsteht eine moderne, wartbare und zukunftsfähige Systemlandschaft, die das volle Potenzial von S/4 und der Cloud ausschöpfen kann.

Zum Partnereintrag:

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Joachim Hackmann, PAC

Vice President – Business Applications and related Services, PAC Deutschland


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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Nur KI-Erlebnisworkshop am 11. Juni 2026 (limitierte Plätze)
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 11. Juni 2026

Reguläres Ticket

Vorträge, Abendveranstaltung und je Verfügbarkeit der KI-Workshop am 11. Juni 2026
Die Plätze beim KI-Erlebnisworkshop sind limitiert und eine Anmeldung ist erforderlich.

Abonnenten des E3-Magazins Ticket

ermäßigt mit Promocode CCAbo26

Studierende*

ermäßigt mit Promocode CCStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
EUR 305 exkl. USt.
EUR 590 exkl. USt.
EUR 390 exkl. USt.
EUR 290 exkl. USt.

Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Nur KI-Erlebnisworkshop am 23. April 2026 
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 23. April 2026
Reguläres Ticket
22. April 2026: Vorträge und Abendveranstaltung
23. April 2026: Vorträge und KI-Workshop
EUR 305 exkl. USt
EUR 590 exkl. USt
Abonnenten des E3-Magazins
ermäßigt mit Promocode STAbo26
EUR 390 exkl. USt
Studierende*
ermäßigt mit Promocode STStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
EUR 290 exkl. USt
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.