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Mit klarer Datenarchitektur wird KI wirksam

Damit Unternehmen das Potenzial von KI realisieren können, braucht es mehr als nur Algorithmen – entscheidend sind eine belastbare Datenbasis und eine durchdachte Architektur. Welche Voraussetzungen dafür notwendig sind, erläutert Lars Hermanns, Head of SAP Analytics bei Nagarro.
E3-Magazin
16. Juni 2026
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E3-Magazin: Herr Hermanns, im Zentrum der neuen SAP-Welt steht KI. Welche Bedeutung hat KI aktuell für Unternehmen?

Lars Hermanns: Künstliche Intelligenz ist für Unternehmen inzwischen ein strate­gisches Thema. Der Druck, sich mit KI auseinanderzusetzen, ist deutlich gestiegen – auch durch die Aktivitäten großer Softwareanbieter wie SAP, die ihre Lösungen zunehmend um KI-Funktionalitäten erweitern. Gleichzeitig beobachten wir bei unseren Kunden eine hohe Investitionsbereitschaft. KI wird als notwendiger Bestandteil zukünftiger Geschäftsmodelle betrachtet.

E3: Wie weit sind Unternehmen beider praktischen Umsetzung?

Hermanns: Viele Unternehmen setzen KI bereits punktuell ein, etwa zur Unterstützung von Analysen oder zur Automatisierung einzelner Prozesse. Eine flächendeckende Integration ist jedoch selten. Häufig sehen wir Pilotprojekte oder isolierte Anwendungsfälle, aber es fehlt an einer unternehmensweiten Strategie und einer skalierbaren technischen Grundlage. Außerdem wird erwartet, dass KI alles kann.

E3: Woran scheitert die breite Umsetzung?

Hermanns: In vielen Unternehmen sind Daten historisch gewachsen, verteilt über verschiedene Systeme und oft unzureichend dokumentiert. In Pilotprojekten wird häufig mit bereinigten und ideal aufbereiteten Daten gearbeitet – diese Bedingungen lassen sich im realen Betrieb selten reproduzieren. Für den produktiven Einsatz von KI fehlen oft klare Strukturen, einheitliche Definitionen und Transparenz darüber, welche Daten vertrauenswürdig sind. Ohne diese Grundlage wird es schwierig, KI-Anwendungen zuverlässig zu skalieren.

E3: Welche Grundlagen braucht es?

Hermanns: Es gibt zwei zentrale Handlungsfelder. Erstens: die Datenarchitektur. Viele Unternehmen arbeiten mit fragmentierten Systemlandschaften, in denen Daten redundant und teilweise widersprüchlich vorliegen. Ziel sollte es sein, klar definierte Datenprodukte zu etablieren, die strukturiert, qualitätsgesichert und fachlich beschrieben sind. Moderne Architekturen wie Lakehouse-Ansätze mit mehrstufigen Datenmodellen, zum Beispiel Bronze, Silver, Gold, können hier unterstützen. Zweitens: Data Governance. Unternehmen benötigen klare Verantwortlichkeiten für Daten – sowohl technisch als auch fachlich. Rollen wie Data Owner oder Data Steward sind entscheidend, um Qualität, Konsistenz und Kontext sicherzustellen. Ohne Governance besteht die Gefahr, dass KI auf falsche oder missverstandene Daten zugreift und damit fehlerhafte Ergebnisse liefert.

„Erfolgreiche Unternehmen integrieren KI dort,
wo sie konkrete Probleme löst.”

Lars Hermanns,
Head of SAP Analytics,
Nagarro

E3: Welche Rolle spielt hier die Data Fabric?

Hermanns: Eine Data Fabric kann als übergreifendes Architekturprinzip verstanden werden, das Daten über verschiedene Systeme hinweg integriert und nutzbar macht. Im Kern geht es darum, Daten nicht nur physisch zu konsolidieren, sondern sie über Metadaten, semantische Modelle und einheitliche Zugriffsschichten intelligent zu verknüpfen. Dadurch wird es möglich, Daten unabhängig von ihrem Speicherort konsistent zu erschließen und für unterschiedliche Anwendungsfälle – einschließlich KI – bereitzustellen. Eine Data Fabric ergänzt bestehende Plattformkonzepte und schafft eine einheitliche Sicht auf verteilte Daten.

E3: Wie können Daten für den Einsatz von KI verbessert werden?

Hermanns: Entscheidend ist, dass Daten nicht nur technisch verfügbar, sondern auch fachlich verständlich sind. Daten werden in strukturierten Schichten aufbereitet und qualitätsgesichert. Im „Gold Layer“ entstehen so kuratierte, fachlich modellierte Datenprodukte. Diese basieren häufig auf etablierten Modellierungsansätzen wie Stern- oder Snowflake-Schemata. Ergänzend werden Metadaten und Kataloge aufgebaut, die Herkunft, Bedeutung und Nutzung der Daten beschreiben. Gerade für moderne KI-Anwendungen ist dieser Kontext entscheidend. Nur wenn klar ist, was Daten bedeuten und wie sie zusammenhängen, können sie sinnvoll genutzt werden.

E3: Was ist mit dem Faktor Mensch?

Hermanns: Unternehmen sollten das wertvolle, über Jahre aufgebaute Wissen ihrer Mitarbeiter nutzen. Wird die Intelligenz der Mitarbeiter mit dem unternehmensweiten Prozesswissen und adaptiven KI-Modellen verbunden, entsteht ein entscheidender Hebel für Transformation, der über die Technologie allein hinausgeht. Bei Nagarro nennen wir das „Fluidic Intelligence“.

E3: Wie lässt sich KI in die Strategie und bestehende Strukturen integrieren?

Hermanns: Bei Fluidic Enterprise wird KI so als Teil der bestehenden Prozesse und Entscheidungsstrukturen betrachtet. Erfolgreiche Unternehmen integrieren KI dort, wo sie konkrete Probleme löst – etwa in Entscheidungsprozessen oder bei der Analyse komplexer Zusammenhänge. Dabei geht es weniger um disruptive Veränderungen, sondern um gezielte Weiterentwicklung bestehender Strukturen auf Basis einer soliden Daten- und Architekturgrundlage.

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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Nur KI-Erlebnisworkshop am 11. Juni 2026 (limitierte Plätze)
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 11. Juni 2026

Reguläres Ticket

Vorträge, Abendveranstaltung und je Verfügbarkeit der KI-Workshop am 11. Juni 2026
Die Plätze beim KI-Erlebnisworkshop sind limitiert und eine Anmeldung ist erforderlich.

Abonnenten des E3-Magazins Ticket

ermäßigt mit Promocode CCAbo26

Studierende*

ermäßigt mit Promocode CCStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
EUR 305 exkl. USt.
EUR 590 exkl. USt.
EUR 390 exkl. USt.
EUR 290 exkl. USt.

Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Nur KI-Erlebnisworkshop am 23. April 2026 
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 23. April 2026
Reguläres Ticket
22. April 2026: Vorträge und Abendveranstaltung
23. April 2026: Vorträge und KI-Workshop
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EUR 590 exkl. USt
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EUR 390 exkl. USt
Studierende*
ermäßigt mit Promocode STStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
EUR 290 exkl. USt
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.