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Success Story: Mit AI-Effizienz zu grünem Stahl

KI verschafft Unternehmen spürbare Effizienz- und Wettbewerbsvorteile – wenn sie strategisch eingesetzt wird und auf einer fundierten Datenbasis fußt.
Jakob Ruf, cbs
27. Mai 2026
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Der Stahlhersteller GMH-Gruppe verarbeitet mithilfe von AI Werkszeugnisse und andere Dokumente. Mit cbs AID (Advanced Inte­gration of Documents) werden Daten mit einer Genauigkeit von 99,79 Prozent extrahiert und in SAP überführt. Dies erhöht bei GMH den Automatisierungsgrad und die Prozess­sicherheit, während die Ablösung ver­alteter OCR-Lösungen Kostenvorteile schafft. Die genutzten Effizienz- und ­Effektivitätspotenziale unterstützen die GMH-­Gruppe bei der Transformation hin zu grünem Stahl. Informationen aus Dokumenten extrahieren und diese in ein SAP-System eingeben: Dieser fehleranfällige Vorgang führt zu Verzögerungen und hindert Beschäftigte daran, höherwertige Tätigkeiten auszuführen.


Herausforderung Recycling

Die GMH-Gruppe, hat sich zum Ziel gesetzt, den Aufwand der Dokumentenverarbeitung umfassend zu reduzieren und Mitarbeitende zu entlasten. Beginnend mit Werkszeugnissen hat der Stahlerzeuger einen leistungsstarken AI-Backbone geschaffen, der um weitere Dokumententypen erweitert wird. Mit dem Projekt G.A.D.G.E.T. hat GMH einen Compliance-­Bottleneck in einen strategischen Vorteil verwandelt. Dass GMH mit Werkszeugnissen begann, war kein Zufall. In der Stahlproduktion wird jede Lieferung von Vormaterial von einem solchen Dokument begleitet. Hierbei handelt es sich um Prüf- und Abnahmezertifikate, die ­essenziell für die SAP-basierte Produktionsplanung sind. Sie enthalten Qualitäts- und Compliance-relevante Informationen wie Charge, Auftragsnummer und chemische Zusammensetzung. Als Pionier in der CO2-armen Stahlproduktion verwendet die GMH-Gruppe zu fast
100 Prozent Recyclingmaterial. Das bringt Herausforderungen mit sich: Die Zahl der Lieferanten und deren Lieferungen ist sehr groß, entsprechend muss eine hohe Zahl von Werkszeugnissen erfasst und in das SAP-System überführt werden. Roman Michel, Senior Consultant SAP MM bei GMH Systems, erklärt: „Werkszeugnisse sind überaus komplex. Aufgrund ihres hohen Aufkommens und ihrer Wichtigkeit für unsere Produktionsprozesse benötigten wir eine Lösung, die diese Werkszeugnisse sowohl fehlerfrei als auch mit möglichst wenig Aufwand verarbeitet.“


Einheitlicher Prozess für alle

Bisher wurden herkömmliche OCR-Lösungen (Optical Character Recognition, optische Zeichenerkennung) verwendet. Diese nutzten Templates für die Erkennung und erfüllten nicht die Anforderungen hinsichtlich Flexibilität und Kosten­effizienz. Werkszeugnisse ändern sich häufig in ihrem Aufbau, was eine ebenso häufige und teure Anpassung der Software nötig machte. Einzelne Werke ex­trahierten die Informationen zudem komplett manuell, was zeitaufwändig und fehleranfällig war.

Die GMH-Gruppe entschloss sich, diese Werkszeugnisse mit einer einheitlichen, modernen AI-Lösung konsequent zu digitalisieren. Die Wahl fiel auf cbs AID – Advanced Integration of Documents. „Es bestand Bedarf nach einer modernen und einfach zu wartenden Lösung, die einen einheitlichen Prozess für alle Lieferanten mit hoher Genauigkeit gewährleistet. Genau hier erwies sich cbs AID als die optimale Wahl“, sagt Roman Michel. Zudem gestaltete cbs Architektur und Implementierung mit.

GMH-Gruppe

Die GMH-Gruppe ist ein führender deutscher Stahlerzeuger und -verarbeiter mit Sitz in Georgsmarienhütte, Niedersachsen. Die Unternehmensgruppe umfasst mehr als 15 mittelständische Produktionsunternehmen mit rund 6000 Beschäftigten. Als Vorreiter bei der Produktion von grünem Stahl verwendet die GMH-Gruppe in der Herstellung hochmoderne Elek­trolichtbogenöfen, die 80 Prozent weniger CO2-Emissionen verursachen als konventionelle Produktionsverfahren. Dabei wird fast ausschließlich Recycling-Material verarbeitet. Die GMH-Gruppe erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund zwei Milliarden Euro. Zu den Kunden zählen weltweit Unternehmen aus der Automobilindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Bahntechnik, der Energieerzeugung, der Transportlogistik sowie aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Landwirtschaft und Baumaschinen. GMH hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2039 vollständig klimaneu­tral zu sein.


Automatisierung durch AI

cbs AID nutzt Agentic AI und benötigt keine Templates oder lieferantenspezi­fisches Training. Die SAP-BTP-basierte Lösung erfasst zunächst alle verfügbaren Informationen aus dem Dokument und führt anschließend eine kontextbezogene Analyse durch, um die relevanten Daten zu identifizieren und zu extrahieren. Dank der Integration über die SAP BTP
in das Backend-ERP-System werden die Daten verifiziert, inklusive eines Warnungssystems bei Abweichungen für Endnutzer. Nach einer abschließenden menschlichen Prüfung über ein Dashboard werden die Daten automatisch in das SAP-System übertragen. Als Custom AI wird cbs AID kundenindividuell auf die jeweiligen Anforderungen angepasst und übertrifft so Standard-AI-Lösungen hinsichtlich Genauigkeit und Flexibilität deutlich. Mit der SAP BTP als Layer sind die KI-Services sauber vom SAP-Kern entkoppelt und trotzdem tief in die Prozesse integriert.

Nach dem Proof of Concept führte die GMH-Gruppe cbs AID zunächst in den Pilot-Werken ein und erzielte eine nahezu perfekte Extraktionsgenauigkeit von 99,79 Prozent. „Das ist ein hervorragender Wert. Die Lösung übertrifft herkömmliche Extraktionsmethoden in Bezug auf Qualität und Geschwindigkeit deutlich. Wir sparen Kosten, minimieren Fehler im Prozess, steigern die Datenqualität und die operative Effizienz“, erklärt Roman Michel. Die Lösung funktioniert – und der Impact ist messbar.

Da cbs AID auch sich ändernde Formate und neue Lieferanten zuverlässig erkennt, ohne neu trainiert werden zu müssen, werden Wartungskosten um 95 Prozent reduziert. Es fallen keinerlei Aufwände beim Onboarding von neuen Lieferanten oder Layouts an. Dadurch wird innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren ein positiver Return on Investment von 230 Prozent erreicht. Die Lösung wird nun kontinuierlich in weitere Werke ausgerollt.


Weitere Dokumententypen

Das cbs AID Framework ist flexibel, skalierbar und leicht mit weiteren Dokumententypen erweiterbar, von Rechnungen bis zu komplexen Formularen. Aufbauend auf den gemachten Erfahrungen weitet die GMH-Gruppe aktuell die Verwendung von cbs AID zügig auf Lieferscheine und Auftragsbestätigungen aus.

„Unser Anspruch ist, nicht nur im Bereich grüner Stahl innovativ zu sein, sondern auch im Einsatz von AI. Entsprechend treiben wir weitere Use Cases vo­ran”, hebt Roman Michel hervor. Dafür wurde ein AI-Backbone geschaffen, der durch intelligentere, zuverlässigere und schnellere Abläufe die Green-Steel-Strategie der GMH-Gruppe und deren Posi­tion als Brancheninnovator stärkt.

cbs AID: GenAI und OCR

Advanced Integration of Documents – setzt generative KI ein, um unstrukturierte, visuell lesbare Dokumente effizient zu verarbeiten.

cbs AID nutzt keine Templates oder lieferantenspezifisches Training. Sie wird kundenindividuell auf die jeweiligen Anforderungen angepasst. Durch die Kombination von OCR und Large Language Models (LLMs) verbessert das System die inhaltliche Erfassung und Verarbeitung von Dokumenten. Die Implementierung der Lösung für das Herkunftsnachweisverfahren (Certificate of Origin) wirkt sich in diesen Bereichen aus:

  • Effizienz: Durch die Automatisierung der Dokumentenerfassung und -genehmigung verkürzt die Lösung die Bearbeitungszeiten, ermöglicht eine schnellere Bearbeitung und minimiert Engpässe im Arbeitsablauf.
  • Genauigkeit: Die KI-gesteuerte Datenextraktionsfunktion erfasst wichtige Informationen aus Lieferantenerklärungen präzise, wodurch die manuelle Dateneingabe überflüssig wird und das Risiko von Fehlern, die zu Compliance-­Problemen führen können, verringert wird.
  • Kollaboration: Die Plattform ermöglicht es Lieferanten, sich direkt in den CoO-Prozess einzubringen, wodurch ein Teil der Arbeitslast von internen Teams auf Lieferanten verlagert wird. Dies fördert eine bessere Zusammenarbeit und Kommunikation und strafft den gesamten Prozess.
  • Sichtbarkeit: Durch die Nachverfolgungsfunktionen in Echtzeit erhalten Unternehmen einen umfassenden Einblick in ihren Dokumentenfluss, was ein proaktives Management und eine schnelle Lösung von Problemen erlaubt.
  • Kostenreduktion: Durch die Reduzierung des manuellen Arbeitsaufwands und die Verbesserung der betrieblichen Effizienz trägt cbs AID zu Kosteneinsparungen bei, sodass die Unternehmen ihre Ressourcen effektiver einsetzen können.
  • Compliance: Die Lösung gewährleistet die Einhaltung der sich entwickelnden internationalen Handelsvorschriften, verringert das Risiko von Strafen und fördert das Vertrauen der Regulierungsbehörden.

Zum Partnereintrag:

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Jakob Ruf, cbs

Solution Architect, cbs Corporate Business Solutions


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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

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Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
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Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

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