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Lessons Learned: S/4 Public Cloud

Public-Cloud-Projekte unterscheiden sich grundlegend von klassischen SAP-Implementierungen. Nicht nur Technik, sondern vor allem methodische und organisatorische Veränderungen entscheiden über den Erfolg. Welche Herausforderungen Unternehmen erwarten und worauf es jetzt ankommt.
Dina Ziems
26. Mai 2026
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Klassische SAP-ECC-Projekte waren geprägt von umfangreichen Blueprint-Phasen, individuellen Entwicklungen und komplexem Customizing. Zahlreiche Ausnahmen und Sonderregelungen, in der Rechnungsbearbeitung etwa für Workflow-Steuerung, Festlegung von Obergrenzen o. Ä., bildete man direkt im ERP-Kern ab. Die Public Cloud dagegen setzt auf einen klar strukturierten Implementierungsansatz mit vorgegebenen Standardprozessen als Ausgangspunkt. Anpassungen und Erweiterungen werden in der SAP Business Technology Platform (BTP) konfiguriert. Der SAP-Standard wird demzufolge als solcher übernommen, bewertet und nur bei absolut notwendigen Abweichungen ergänzt. Gerade in der Rechnungsverarbeitung bedeutet das, lieb gewonnene Sonderwege zu hinterfragen.


Die größte kulturelle Veränderung

Viele Unternehmen müssen sich erst daran gewöhnen, definierte Standards als Ausgangspunkt zu akzeptieren – nicht als Einschränkung, sondern als Basis für Geschwindigkeit, Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Das Falsche zu erwarten, sorgt nur unnötig für Frust. Viele Funktionen, die in ECC oder der SAP S/4 Hana Private Edition selbstverständlich zur Verfügung standen, gibt es in der Public Cloud bewusst nicht mehr. Das ist kein Mangel, sondern eine direkte Konsequenz des Clean-Core-Prinzips.
Damit dieser Ansatz erfolgreich ist, muss klar sein: Die Public Cloud stellt keinen 1:1-Nachbau historischer Prozesse dar. Vielmehr werden in ihr zahlreiche Prozesse in Bezug auf ihren Nutzen und ihre Zukunftsfähigkeit hinterfragt. Was schlussendlich genau fehlt, ist beim Anwender nicht unbedingt bekannt. Gerade deshalb ist es wichtig, diese Lücken im Projekt aktiv zu adressieren. Damit allen – IT, Fachbereich und Management – von vornherein klar ist, was sie erwarten können. Das gilt auch für Erweiterungen und Add-ons auf der BTP. Idealerweise werden sie so gewählt, dass sie Standardprozesse stärken, statt neue Schattenwelten zu schaffen.


Change entscheidend

Die Herausforderungen in Public-­Cloud-Projekten sind also weniger technischer denn organisatorischer Natur. Alles steht und fällt mit dem Verhalten der Mitarbeitenden. Jahrelang haben sie mit stark angepassten Prozessen gearbeitet und müssen jetzt von den lieb gewonnenen Routinen ablassen. Das braucht Zeit und ein gezieltes Change Management.

In der Kreditorenbuchhaltung bedeutet dies häufig einen Rollenwechsel: Statt jede Ausnahme manuell zu bearbeiten, definieren die Teams verstärkt Regeln, Workflows und Eskalationspfade – und arbeiten eng mit der IT zusammen, um diese in der Cloud-Architektur umzusetzen. Standardisierung bedeutet nicht weniger Leistungsfähigkeit, sondern bildet die Grundlage für digitale Transformation, Automatisierung und zukünftige Innovationsfähigkeit. Diese Perspektive muss aktiv vermittelt werden.

Gleiches gilt für die IT: Statt individuelle Lösungen zu entwickeln, soll sie nun standardnahe Prozesse gestalten und die Business Technology Platform sinnvoll nutzen. Damit wandelt sich ihre Rolle weg vom klassischen „Systembauer“ hin zum Orchestrator und Architekten der Systemlandschaft. Sie kümmert sich um Integration, API-Management und Datenflüsse, implementiert gemeinsam mit den Fachbereichen Lösungen auf der BTP. Das Spektrum ihrer technischen Expertise verbreitet sich auf die Bereiche Plattformstrategie und Applikationslandschaft.


Die besonders Cloud-Affinen

SAP Cloud ERP bringt dann den größten Nutzen, wenn man den Public-Cloud-Ansatz konsequent annimmt, statt zu versuchen, alte Prozesse 1:1 nachzubauen. Wer dieses Mindset mitbringt, hat bereits den größten Teil für einen erfolgreichen Gang in die Public Cloud getan. In der Praxis findet es sich (noch) nicht in allen Unternehmen. Für bestimmte Szenarien bietet der Schritt in die Public Cloud aber besonders viel Potenzial. Dazu zählen Tochtergesellschaften oder regionale Einheiten (sog. Satelliten), Unternehmen, die neu in der SAP-Welt sind und sich bewusst für die Public Cloud entscheiden (Newbies), sowie SAP-erfahrene Unternehmen, die direkt von SAP ECC in die Public Cloud wechseln (die Mutigen). Diese drei Archetypen sind in Projekten folglich am häufigsten anzutreffen.

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Dina Ziems

Dina Ziems ist Senior Lead Marketing bei XSuite Group.


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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Nur KI-Erlebnisworkshop am 11. Juni 2026 (limitierte Plätze)
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 11. Juni 2026

Reguläres Ticket

Vorträge, Abendveranstaltung und je Verfügbarkeit der KI-Workshop am 11. Juni 2026
Die Plätze beim KI-Erlebnisworkshop sind limitiert und eine Anmeldung ist erforderlich.

Abonnenten des E3-Magazins Ticket

ermäßigt mit Promocode CCAbo26

Studierende*

ermäßigt mit Promocode CCStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
EUR 305 exkl. USt.
EUR 590 exkl. USt.
EUR 390 exkl. USt.
EUR 290 exkl. USt.

Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Nur KI-Erlebnisworkshop am 23. April 2026 
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 23. April 2026
Reguläres Ticket
22. April 2026: Vorträge und Abendveranstaltung
23. April 2026: Vorträge und KI-Workshop
EUR 305 exkl. USt
EUR 590 exkl. USt
Abonnenten des E3-Magazins
ermäßigt mit Promocode STAbo26
EUR 390 exkl. USt
Studierende*
ermäßigt mit Promocode STStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
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*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.