DSAG-Technologietage 2026: KI, Daten, Sicherheit – SAP muss liefern


Künstliche Intelligenz, Daten und Sicherheit. In diesen wichtigen Handlungsfeldern erwarten Anwenderunternehmen Klarheit. Was es dafür aus den Perspektiven der Strategie, der Entwicklung und des Betriebs braucht, diskutieren mehr als 3000 Teilnehmende an den zwei Veranstaltungstagen.
Künstliche Intelligenz ist laut DSAG ein zentraler Hebel, weil sie künftig jede Architektur und jede Business-Capability verändern wird. Richtig eingesetzt soll KI Entscheidungen beschleunigen, Prozesse verändern und Aufgaben erleichtern. Dabei gehe es darum, dass die KI nicht nur kurzfristig innerhalb der IT Mehrwerte schafft, sondern in den kommenden Monaten und Jahren auch in den ERP-Prozessen ankommt. Im Bereich der KI-Agenten wurden viele Lösungen angekündigt und auch umgesetzt. Aber oftmals werden diese in den Unternehmen noch nicht flächendeckend eingesetzt.
Integration SAP-RPT1
SAP verfolgt die klare Strategie, die KI aus der Experimentierphase in die Unternehmensrealität und Geschäftsprozesse zu übertragen – ein Weg, den die DSAG begrüßt. Es sei zudem notwendig, Modelle unterschiedlicher Anbieter integrieren zu können und auch SAP-spezifische Modelle wie SAP-RPT1 zu haben, das strukturierte Geschäftsdaten nativ versteht. Das ist ein echter strategischer Vorteil. „SAP hat den hohen Anspruch, dass KI Enterprise-ready sein soll. Dazu gehören nicht nur möglichst viele KI-Agenten. Auch Performance, Sicherheit, Compliance, Stabilität und Integration müssen weiterhin von Anfang an mitgedacht und garantiert werden“, fordert DSAG-Technologievorstand Stefan Nogly. Während SAP bereits viele KI-Funktionalitäten geliefert hat, kommt es nun für SAP darauf an, den Unternehmen die Einführung und Nutzung von KI weiter zu vereinfachen. Um den strategischen Hebel von KI optimal nutzen zu können, benötigen Unternehmen zudem Transparenz über ihre zukünftigen IT-Architekturen. In der Unternehmensrealität wird parallel zur SAP-Strategie in eigene KI-Lösungen investiert. Dies ist zum einen ein Zeichen dafür, dass sich manche Unternehmen noch in einer Experimentierphase befinden, und zum anderen, dass die Einstiegshürden von SAP für Unternehmen zu hoch sind. Neben KI-Innovationen und einer gesunden Datengrundlage benötigen Unternehmen sichere und resiliente Prozesse.

“Es ist notwendig, dass Kunden weiter standardisieren, um von Out-of-the-box-Szenarien zu profitieren.”
Philipp Herzig,
Chief Technology Officer,
SAP
Sicherheitsrisiken: KI und Cloud
Die IT-Sicherheit bildet die Grundlage für die zuverlässige und verantwortungsvolle Nutzung von Cloud und KI sowie den Zugriff auf Daten. Der Anwenderverein versteht Security als Haltung, die sich durch Standards, Messbarkeit sowie einen klaren Prozess mit gelebten Abläufen und fortlaufendem Enablement zeigt.
Philipp Herzig, CTO von SAP, will die Kunden dabei unterstützen, in ein harmonisiertes SAP-managed Datenmodell zu kommen. Mit der BDC müsse SAP weiterhin eine Non-SAP-Datenstrategie unterstützen, gleichzeitig müssen aber mehr Daten gesammelt werden, da die Daten, die heute im System of Records stehen, nicht ausreichen für die Vision völlig autonom arbeitender Agenten.
Technische Funktionen sind aus DSAG-Sicht aber nicht alles. Darüber hinaus brauche es wie erwähnt Enablement, Best Practices und Referenzartefakte, die es den Unternehmen ermöglichen, Governance nicht nur zu definieren, sondern zu leben. Im Kontext der SAP-KI-Strategie müssen die Unternehmen verstehen, wie die KI-Agenten arbeiten, welche Daten sie nutzen und welche Richtlinien und Heuristiken Entscheidungen steuern. Das Innovationstempo von SAP in den Bereichen Cloud, KI und Analytics ist hoch und stellt Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Viele befinden sich noch in der Einführung neuer Cloud-Technologien und benötigen weitere Orientierung, sonst wächst die technologische Distanz zwischen SAP und Unternehmen. (rk, Quelle: DSAG)





