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SAP ECC bis und nach 2030

Das Supportende für SAP ECC rückt näher. Unternehmen müssen sich deshalb auf eine Migration zu anderen ERP-Systemen (nicht zwingend von SAP) vorbereiten, zugleich aber weiterhin einen unterbrechungsfreien SAP-ECC-Betrieb gewährleisten – bis 2030, wahrscheinlich aber sogar darüber hinaus.
Kuen-Sang Lam, Oracle
15. Januar 2026
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Selbst nach einer Migration auf eine andere ERP-Lösung kann es notwendig sein, die bestehenden ECC-Systeme (wenn auch in kleinerem Umfang) weiterhin zu betreiben bzw. zugänglich zu halten, um geschäftliche Anforderungen zu erfüllen. SAP-ECC-Systeme bilden das Rückgrat der geschäftskritischen Funktionen vieler Unternehmen.

Damit der tägliche Betrieb gewährleistet bleibt, müssen diese Systeme effektiv und effizient laufen. Der erste zentrale Aspekt ist dabei die Kontinuität. Sie erfordert eine vertraglich abgesicherte Wartung der Systeme durch die Anbieter (zum Beispiel SAP für Anwendungen und/oder Datenbanken), sei es im Rahmen der Standardwartung, der erweiterten Wartung oder einer kundenspezifischen Wartungsvereinbarung. So wird sichergestellt, dass die ECC-­Systeme umfassenden Support sowohl von SAP als auch von den Datenbankanbietern, auf deren Plattform(en) ECC betrieben wird, erhalten.

Zugriff gewährleisten

Abhängig von der Art der erworbenen Lizenz kann der Zugriff auf die Daten in den SAP-ECC-Datenbanken eingeschränkt sein. Hat ein Unternehmen etwa die Oracle-Datenbanklizenz für den Einsatz mit SAP ECC als Bundle von SAP erworben, so wird diese Lizenz als ASFU (Application Specific Full Use) klassifiziert. Oracle-Datenbanken mit ASFU-Lizenzen sind technisch und funktional identisch mit Full Use (FU), das heißt direkt von Oracle Corporation lizenzierten Datenbanken. Es gibt jedoch wichtige Unterschiede (vgl. Box auf Seite 53).

ASFU-Datenbanken

Besteht die Notwendigkeit, auf eine ASFU-Datenbank direkt aus Nicht-SAP-Anwendungen oder Drittanbieter-Tools zuzugreifen, muss die ASFU-Lizenz in eine FU-­Lizenz von Oracle umgewandelt werden. Alternativ können Kunden die Datenbank-Lizenzen im Subscription-Modell von Exadata Cloud Service (Public Cloud) oder Exadata Cloud@Customer (Private Cloud im Rechenzentrum des Kunden) nutzen.

Auf diese Weise können sie ihre SAP-Systeme in die Oracle Cloud Infrastructure (OCI) migrieren und ihre SAP-Datenbanken über die Datenbank­lizenz Subscription abdecken. Dadurch entfällt jeglicher zusätzliche Investitionsaufwand (CAPEX) für den Erwerb von FU-­Oracle-Datenbanklizenzen; die Kosten lassen sich stattdessen als Betriebsausgabe (OPEX) im Rahmen eines Abonnements verbuchen, solange dies erforderlich ist.

Zuverlässigkeit stärken

Da die SAP-ECC-Systeme die aktuellen Geschäftsprozesse steuern, ist es entscheidend, dass sie die höchstmögliche Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit bieten. Wenn man berücksichtigt, wo wir derzeit im ECC-Lebenszyklus stehen, lässt sich aber möglicherweise eine Investition für ein Redesign der Architektur und eine Erneuerung der Hardware nicht rechtfertigen.

Eine der besten Lösungen besteht dann darin, die SAP-ECC-Systeme in ein Cloud-Abonnementmodell zu überführen. Allerdings: Nicht alle Cloud-Lösungen sind gleichwertig. Um höchste Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit zu erreichen, ist der Einsatz von Oracle Real Application Clusters (RAC), das Active-Active-Clustering ermöglicht, unerlässlich. Der Betrieb von SAP mit RAC in einer Public-­Cloud-Umgebung ist ausschließlich mit dem Oracle Exadata Database Service möglich, wobei sowohl Oracle Exadata Cloud@Customer als auch die Oracle Exadata Cloud Infrastructure (OCI) unterstützt werden.

Die gleichen Kostenüberlegungen gelten für Desaster-Recovery-Rechenzen­tren (DRC). Ein Ersatz der DRC-Infrastruktur durch neue, teure Hardware ist häufig wirtschaftlich nicht vertretbar. Dennoch bleibt die Fähigkeit, den Geschäftsbetrieb im Katastrophenfall aufrechtzuerhalten, ein entscheidender Faktor für Unternehmen. Die Nutzung von Cloud-Infrastrukturen im Abonnementmodell bei unterstützten Hyperscalern als Teil eines Desaster-Recovery-Plans ermöglicht es, die gewünschten Ergebnisse zu erzielen, ohne die hohen Investitionskosten für eine Erneuerung der DRC-Hardware tragen zu müssen.

Für Compliance sorgen

In jeder Rechtsordnung gibt es zahlreiche Vorschriften, die Unternehmen einhalten müssen – insbesondere im Hinblick auf die Aufbewahrung von Geschäftsdaten. Lokale Gesetze können eine verlängerte Aufbewahrungsfrist für Daten vorschreiben. Darüber hinaus benötigen Prüfer im Bedarfsfall schnellen Zugriff auf ältere Daten. Es gibt verschiedene Arten von aufzubewahrenden Altdaten, und auch deren Handhabung ist verschieden.

Vollständige Backups älterer ECC-Datenbanken, die dazu dienen, den Datenbestand zu einem bestimmten Zeitpunkt zu rekonstruieren: Sie können in einem externen Dateisystem, auf Magnetbändern, Worm-Laufwerken oder in der Cloud gespeichert werden. Das spätere Recovery auf der Basis solcher Backups kann jedoch problematisch werden – etwa dann, wenn die ursprüngliche Plattform ihr Support-Ende überschritten hat (zum Beispiel HP-UX).

Um den Zugriff auf das ECC-System vor der endgültigen Stilllegung gewährleisten zu können, ist es also wichtig, das aktuelle ECC-System auf eine Plattform mit langfristigem Support zu migrieren. Eine gute Wahl wäre Oracle Linux. Da Oracle Linux die einzige Linux-­Distribution ist, die auf allen unterstützten Hyperscalern den Betrieb von SAP ECC mit der Oracle-Datenbank sicherstellt, bietet diese Kombination Unternehmen die größtmögliche Flexibilität und Sicherheit für eine in Zukunft vielleicht notwendige Wiederherstellung stillgelegter ECC/NetWeaver-Systeme.

Alte, archivierte Geschäftsdaten, die mit der Transaktion SARA und/oder mit XML Archiving extrahiert wurden: Der Zugriff auf diese archivierten Daten erfordert in der Regel ein funktionierendes ECC-­System, da sie auf Basis von Archivierungsobjekten und nicht durch tabellenbasierte Datensatz-Extraktion archiviert wurden. Hinzu kommt, dass viele Beratungsunternehmen ihren Kunden bei der Migration auf S/4 Hana empfehlen, sämtliche Altdaten zu archivieren, damit nur ein reduzierter Datenbestand migriert werden muss.

Der Zugriff auf diese archivierten Daten nach der Migration auf SAP S/4 Hana kann Probleme bereiten, weshalb auch noch nach der Migration ein funktionierendes ECC-System verfügbar sein sollte. Eine einfache Lösung besteht darin, ein minimales ECC-System auf einem Hyperscaler so lange weiter­zubetreiben, wie es erforderlich ist. Die archivierten Daten können dann pro­blemlos über dieses System zugänglich gemacht werden.

Alternativ können Unternehmen den Einsatz von Hybrid Columnar Compression (HCC) als Bestandteil des Information Lifecycle Management (ILM) in Betracht ziehen. Damit lässt sich die Größe der Oracle-Datenbank signifikant reduzieren (möglicherweise um mehr als das 10-Fache), sodass die Notwendigkeit einer gesonderten Datenarchivierung entfällt.

Sicherheit garantieren

In der Frühzeit von SAP R/3 waren die meisten Systeme nicht mit dem Internet verbunden. Sicherheit konzentrierte sich daher auf physische Sicherheit, Netzwerksicherheit, das Einrichten von Berechtigungsprofilen und die Segregation of Duties. Heute jedoch sind die Systeme durch Angriffe verschiedenster Herkunft bedroht, wobei insbesondere Phishing- und Ransomware-Attacken Unternehmen aller Größenordnungen treffen.

Hacker benötigen nur ein einziges Sicherheitsloch, um Zugang zu zahlreichen Systemen und Datenbanken zu erlangen. Die Bedrohung wird allerdings geringer, wenn man die Datenbanken verschlüsselt. Angreifer können dann, selbst wenn sie die physische Ebene der Datenbank ­erreichen, keine für sie nutzbaren Daten auslesen, weil sowohl die Datenbank selbst als auch die Kommunikation zwischen Datenbank- und SAP-NetWeaver-­Applikationsserver(n) verschlüsselt wird. Oracle Advanced Security (im Lieferumfang der SAP-ASFU-Lizenz enthalten) unterstützt zudem die Verschlüsselung kompletter Backups, sodass alle ruhenden wie auch alle in Übertragung befindlichen Daten geschützt sind.

Und was passiert, wenn die SAP-­ECC-Systeme tatsächlich von einer Ransomware-Attacke betroffen sind? Ist Ihre SAP-­ECC-Datenbank von Oracle und wurde ein Backup mit der Oracle Zero Data Loss Recovery Appliance (ZDLRA) erstellt, dann können Sie die Datenbank einfach aus der ZDLRA wiederherstellen. Da SAP ECC sämtliche Geschäftsdaten wie auch die Geschäftslogik (Abap/Konfigurationen) in der Datenbank speichert, stellt ZDLRA sicher, dass alle Informationen auch dann geschützt bleiben, wenn das produktive ECC-System kompromittiert wurde.

Weg in die KI-Zukunft ebnen

Künstliche Intelligenz beeinflusst heute alle Aspekte unserer IT-Systeme. Die SAP-­ECC-Datenbanken sind ein wahrer Schatz an Geschäftsdaten, der mit den richtigen Tools und KI-Technologien nutzbar gemacht werden kann.

Oracle unterstützt Sie dabei, das volle Potenzial der Daten in Ihren bestehenden SAP-ECC-Oracle-Datenbanken auszuschöpfen – selbst dann, wenn Sie bereits ein neues Greenfield-ERP-System aufbauen. Verzichten Sie nicht auf die enormen Vorteile, die in Ihren SAP-ECC-Datenbanken verborgen liegen. Sprechen Sie mit unseren AI-Datenspezialisten, um die vielfältigen Möglichkeiten zu entdecken – von Generative AI über AI Services und GenAI-Lösungen für Datenplattformen bis hin zu AI-Infrastruktur.


ASFU vs. FU

(1) Für ASFU-Lizenzen ist ein fester Prozentsatz des SAP-Anwendungsvertrags zu entrichten, während die FU-Lizenz-Gebühren in der Regel nach der Anzahl der von der Datenbank genutzten Prozessoren/Kerne berechnet werden.

(2) Die ASFU-Datenbanken dürfen ausschließlich von SAP-ECC-/NetWeaver-Anwendungen genutzt werden, während die Daten in FU-Datenbanken auch für andere Anwendungen oder Drittanbieter-Tools zugänglich sind.


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Kuen-Sang Lam, Oracle

Kuen-Sang Lam ist Senior Director - Global SAP on Oracle Cloud Infrastructure and Technology bei Oracle.


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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-66-24355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Early-Bird-Ticket

Reguläres Ticket

Abonnenten des E3-Magazins Ticket

ermäßigt mit Promocode CCAbo26

Studierende*

ermäßigt mit Promocode CCStud26.
Studiennachweis bitte per mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
EUR 390 exkl. USt.
verfügbar bis 31. Januar 2026
EUR 590 exkl. USt.
EUR 390 exkl. USt.
EUR 290 exkl. USt.

Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Early-Bird-Ticket
Reguläres Ticket
EUR 390 exkl. USt.
verfügbar bis 20.12.2025
EUR 590 exkl. USt
Abonnenten des E3-Magazins
ermäßigt mit Promocode STAbo26
EUR 390 exkl. USt
Studierende*
ermäßigt mit Promocode STStud26.
Studiennachweis bitte per mail an office@b4bmedia.net senden.
EUR 290 exkl. USt
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.