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Wer kontrolliert eigentlich KI-Agenten?

Warum ist eine lückenlose Governance beim Einsatz von KI-Agenten für Unternehmen mittlerweile unerlässlich ist – um Sicherheit, Compliance, Transparenz und nachhaltige Wertschöpfung zu gewährleisten?
Markus Müller
19. Januar 2026
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KI-Agenten sind zweifellos auf dem Vormarsch. Ihr Potenzial, Unternehmen zu transformieren, ist enorm. Davon sind Experten weltweit überzeugt. In einer repräsentativen Studie befragte Boomi 300 Führungskräfte aus Wirtschaft und Technologie, darunter auch welche aus Deutschland. Fast drei Viertel (73 Prozent) glauben, dass KI-Agenten die größte Veränderung für ihr Unternehmen in den letzten fünf Jahren darstellen werden.

Doch die Studie zeigt auch: Nur zwei Prozent der derzeit eingesetzten KI-Agenten sind vollständig für ihre Handlungen verantwortlich und unterliegen einer kontinuierlichen, konsistenten Gover­nance. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass

98 Prozent keine oder zumindest keine ausreichenden Governance-Regeln besitzen. Und genau hier liegt die Gefahr für Unternehmen, denn ohne Kontrolle kann die Leistungsfähigkeit von KI-Agenten nicht richtig kanalisiert werden.

Verantwortung für KI-Agenten

War noch bis vor Kurzem die Meinung vorherrschend, dass kritische Unternehmensbereiche wie das Managen von Sicherheitsrisiken oder die Genehmigung von Investitionen und Budgets allein menschliche Expertise benötigten, so hat sich das mit der raschen Weiterentwicklung von KI-Agenten gewandelt. Führungskräfte sind nun in immer größerem Maße bereit, auch diese Bereiche einem KI-Agenten zumindest teilweise anzuvertrauen.

Welch enorme Verantwortung damit bei dieser Technologie liegt, ist ersichtlich. Führungskräfte und IT-Teams sind nicht mehr über alle Arten der Nutzung sensibler Daten durch die Technologie informiert und dies kann zu potenziellen Verstößen gegen Sicherheits- oder Compliance-­Vorschriften führen. Für jedes Unternehmen ist die unkontrollierte Autonomie von KI-Agenten ein inakzeptables Risiko.

Doch die aktuellen Standards für die Governance von KI-Agenten sind unzureichend. Oft werden bereits die Mindestanforderungen an eine Governance-Strategie für KI-Agenten nicht erfüllt. So verfügt weniger als ein Drittel über ein Gover­nance-Framework für KI-Agenten und nur 29 Prozent bieten regelmäßige Schulungen für Mitarbeiter und Führungskräfte zum verantwortungsvollen Umgang mit KI-Agenten an.

Wenn es um spezifische Prozesse wie Protokolle zur Bewertung von Bias oder die Planung von Maßnahmen bei Ausfällen von KI-Agenten geht, sind noch weniger Unternehmen vorbereitet (jeweils nur rund ein Viertel). Unternehmen müssen daher damit beginnen, digitale Mitarbeiter (KI-Agenten) genauso wie menschliche Mitarbeiter zu behandeln. Bei diesen ist es gang und gäbe, ihre Fähigkeiten und ihre Vergangenheit auf ethische Verstöße hin zu überprüfen. KI-Agenten müssen nach denselben Standards behandelt werden und beispielsweise dahingehend überprüft werden, ob sie eine Vorgeschichte mit Voreingenommenheit oder Halluzinationen haben.

Universelle Governance ist Pflicht

Die universelle Governance von KI-Agenten ist nicht nur ein nettes Extra. Sie ist für die Datensicherheit und die Verbesserung der Unternehmensleistung unerlässlich. Unternehmen mit einer fortschrittlichen Governance schneiden in einer Vielzahl wichtiger Geschäftskennzahlen besser ab als Unternehmen, die nur über ein grundlegendes Niveau verfügen. Zudem sichern sie sich vor Compliance-Verstößen, Reputationsschäden und letztlich auch vor einem durch nicht geprüfte KI-Agenten ausgelösten Sicherheitsvorfall mit erheb­lichem finanziellen Schaden ab. Denn im aktuellen Wettbewerbsumfeld kann selbst ein kleiner Vorsprung den Unterschied zwischen Führungsposition und Rückstand ausmachen.

Quelle: Boomi

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Markus Müller

Markus Müller ist Global Field CTO API Management bei Boomi.


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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-66-24355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Early-Bird-Ticket

Reguläres Ticket

Abonnenten des E3-Magazins Ticket

ermäßigt mit Promocode CCAbo26

Studierende*

ermäßigt mit Promocode CCStud26.
Studiennachweis bitte per mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
EUR 390 exkl. USt.
verfügbar bis 31. Januar 2026
EUR 590 exkl. USt.
EUR 390 exkl. USt.
EUR 290 exkl. USt.

Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Early-Bird-Ticket
Reguläres Ticket
EUR 390 exkl. USt.
verfügbar bis 20.12.2025
EUR 590 exkl. USt
Abonnenten des E3-Magazins
ermäßigt mit Promocode STAbo26
EUR 390 exkl. USt
Studierende*
ermäßigt mit Promocode STStud26.
Studiennachweis bitte per mail an office@b4bmedia.net senden.
EUR 290 exkl. USt
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.