Wendepunkt für S/4-Migrationen


Das Jahr 2026 wird zum Wendepunkt für die Migration auf SAP S/4 Hana. PAC-Umfragen belegen: Über die Hälfte der Unternehmen wird den Umstieg in diesem Jahr weitgehend abgeschlossen oder nahezu vollendet haben. In der Folge entspannt sich der Markt für qualifizierte Berater, da die Nachfrage langsam sinkt und gleichzeitig neue Technologien den Migrationsprozess beschleunigen. Vor allem KI-gestützte Migrationstools und die zunehmende Akzeptanz der Public-Cloud-Edition von S/4 Hana senken Aufwand und Kosten – insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die die Mehrheit der anstehenden Migrationsprojekte stellen und zudem mit kleineren Projektvolumina starten.
Zeitdruck bleibt, Bedingungen besser
Für Unternehmen, die noch vor der Migration stehen oder erst beginnen, sind das gute Nachrichten. Weniger als zwei Jahre bleiben bis zum Ende der Standardwartung für SAP ECC. Der Zeitdruck ist hoch, doch die sinkende Nachfrage nach Beratern reduziert Engpässe und Kosten. Gleichzeitig beschleunigen intelligente, KI-basierte Tools die Umstellung. Auch Unternehmen, die den Wechsel bereits vollzogen haben, profitieren: Mehr verfügbare Expertise erleichtert nachgelagerte Anpassungen und innovative Erweiterungen.
Für klassische SAP-Servicepartner bedeutet die Entwicklung wachsenden Druck. Viele haben ihre Teams in den vergangenen Jahren stark ausgebaut, um die Nachfrage nach Migrationen zu bedienen. Doch einfache Umstellungsprojekte reichen künftig nicht mehr aus, um die Auslastung zu sichern. Die Berater müssen sich neu positionieren: hin zu SAP-Line-of-Business-Lösungen, KI-getriebenen Use Cases und Innovationsprojekten. Erfolg wird davon abhängen, zukunftsgerichtete, kundenspezifische Lösungen mit hohem Business Value und schnellem ROI liefern zu können – unterstützt durch eigene IP-Bausteine wie branchenspezifische Use Cases oder funktionale SAP-S/4- Hana-Erweiterungen.
Was CIOs jetzt beachten sollten
Für Anwenderorganisationen eröffnen sich neue Chancen. Sie sollten sicherstellen, dass ihre Dienstleister über eigene KI-basierte Migrations-Tools und erprobte Templates verfügen und diese nutzen, um Migrationen schlanker und schneller zu gestalten.
Das wiederum hat Konsequenzen – kurz gesagt: Es entsteht mehr Spielraum für Preisverhandlungen in bestimmten Segmenten eines Migrations- oder Integrationsprojekts. Insbesondere in der Softwareentwicklung, bei der Analyse von kundenspezifischem Altsystem-Code und beim Testing ist der Einsatz von KI bereits weit verbreitet. Provider mit ausgeprägten Fähigkeiten, KI in Projektarbeiten einzubinden, sind dabei oft bereit, Festpreisprojekte anzubieten. Das erfordert auf beiden Seiten ein sehr gutes Verständnis des Projektumfangs und eine stabile Partnerschaft.
Gleichzeitig steigt der Bedarf an erfahrenen Beratern mit tiefem Verständnis für spezifische Kundenbelange und branchenspezifische Anforderungen. Ihre Tagessätze werden tendenziell eher zulegen.
Insgesamt bietet der Wandel die Möglichkeit, die Zielumgebung nach der Migration mit innovativen Erweiterungen anzureichern. Der Nutzen einer neuen S/4-Hana-Umgebung sollte über reine Effizienzgewinne hinausgehen: Es geht darum, die SAP-Landschaft zukunftssicher zu machen. Dazu gehört auch, die Organisation auf Innovation vorzubereiten – durch wirksames Change Management. Und das ist in der Regel auf Dauer die größere Herausforderung als die technische Migration.
Dieser Beitrag ist Teil der PAC-Beiträge, die einen Ausblick in das Jahr 2026 und darüber hinaus wagen. Sämtliche PAC-Prognosen für 2026 finden Sie unter: rb.gy/eoy33o
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