Gleichstellung: Fehlende Frauen in der IT


In fast jedem zweiten Unternehmen (48 Prozent) herrscht die Meinung vor, IT- und Digitalberufe würden Frauen abschrecken. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von mehr als 600 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom anlässlich des Weltfrauentags am 8. März. „Stereotype Rollenbilder sind noch in zu vielen Unternehmen verankert“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Wenn IT-Berufe Frauen abschrecken oder ihnen zu wenig bekannt sind, ist das kein Naturgesetz. Es ist ein klarer Auftrag an Unternehmen, Bildung und Politik, Barrieren abzubauen und IT-Berufe für Frauen sichtbar und attraktiv zu machen.“
Wettbewerbsfaktor Gleichstellung
Dabei bewerten deutsche Unternehmen Gleichstellung überwiegend positiv – und sehen in ihr auch einen Faktor für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Unternehmen sagen, ohne Frauen verspiele die Wirtschaft ihre Zukunft. 65 Prozent sind der Auffassung, dass die Wirtschaft das IT-Fachkräfteproblem ohne Frauen nicht lösen kann. Zugleich wissen Unternehmen die Vor-teile von gemischten Teams zu schätzen. 13 Prozent geben an, mehr als die Hälfte sei weiblich besetzt, 25 Prozent meinen, ungefähr gleiche Anteile, 58 Prozent meinen, es gibt deutlich weniger weibliche Beschäftigte. Auf die gesamte IT- und -Digitalbranche schätzen 89 Prozent, dass deutlich weniger Frauen als Männer beschäftigt werden. 13 Prozent geben an, mehr als die Hälfte sei weiblich besetzt, 25 Prozent meinen, ungefähr gleiche Anteile, 58 Prozent meinen, es gibt deutlich weniger weibliche Beschäftigte.
Auf die gesamte IT- und Digitalbranche schätzen 89 Prozent, dass deutlich weniger Frauen als Männer beschäftigt werden. In der beruflichen Praxis bleiben Frauen jedoch weiterhin unterrepräsentiert. In 58 Prozent der deutschen Unternehmen sind weniger als die Hälfte der Beschäftigten weiblich – im Jahr 2025 waren es 64 Prozent.
36 Prozent der Unternehmen haben sich keine Ziele mit Blick auf den Frauenanteil gesetzt. Rund 38 Prozent haben Ziele, entweder geplant oder bereits erreicht. 36 Prozent der Unternehmen haben sich keine Ziele mit Blick auf den Frauenanteil gesetzt. Rund 38 Prozent haben Ziele, entweder geplant oder bereits erreicht.

“Viele Mädchen und Frauen entscheiden sich nicht gegen IT, weil sie es nicht können – sondern weil sie sich dort nicht sehen.”
Susanne Dehmel,
Mitglied der Geschäftsleitung,
Bitkom e. V.
Um tatsächlich mehr Frauen speziell für IT- und Digitalberufe zu gewinnen, setzt ein Großteil von 79 Prozent der Unternehmen mindestens eine Maßnahme zum gezielten Recruiting von Frauen ein. Am weitesten verbreitet sind demnach Koopera-tionen mit Hochschulen und Schulen, die 29 Prozent der Unternehmen bereits pflegen, um Frauen für IT- und Digitalberufe
zu gewinnen. 25 Prozent bieten spezielle Einstiegsprogramme wie Traineeships an. „Frauenförderung darf nicht an Vorurteilen oder Symbolpolitik scheitern – sie muss im Alltag funktionieren“, sagt Wintergerst. „Die Zahlen zeigen: Viele Unternehmen werden aktiv, etwa bei flexiblen Arbeitsmodellen und Mentoring-Angeboten. Entscheidend ist jetzt, Maßnahmen konsequent umzusetzen und insbesondere dort nachzuschärfen, wo Strukturen Frauen noch ausbremsen.“

„Viele Mädchen und Frauen entscheiden sich nicht gegen IT, weil sie es nicht können – sondern weil sie sich dort nicht sehen“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied im Steuerungskreis von #SheTransformsIT und der Bitkom-Geschäftsleitung. „Genau hier setzen wir an: mit sichtbaren Vorbildern, praxisnaher Berufsorientierung und Netzwerken, die Frauen auf ihrem Karriereweg stärken.“ (Quelle: Bitkom)






