Beyond the Ordinary: Digitale Transformation im industriellen Umfeld


E3: Wer ist Concircle?
Konrad Pfadenhauer, Concircle: Wir positionieren uns als Spezialist für die digitale Transformation industrieller Prozesse im SAP-Umfeld. Dabei verbinden wir tiefes SAP-Know-how mit Prozessverständnis und langjähriger Erfahrung aus der Fertigungsindustrie. Unser Anspruch „Beyond the Ordinary“ bedeutet für uns, dort weiterzugehen, wo Standardberatung aufhört. Diese Expertise wurde 2026 erneut mit Platz eins im Unternehmensberater-Ranking des Industriemagazin in der Kategorie „IT-Strategie und Implementierung“ ausgezeichnet.
E3: Und für SAP-Bestandskunden?
Pfadenhauer: Für SAP-Bestandskunden betrachten wir nicht nur einzelne Systeme oder Module, sondern die gesamte vertikale Integration: vom Forecast über Planung und ERP bis zur Umsetzung am Shopfloor und zur Maschinenanbindung. Neben Beratung und SAP-Implementierung entwickeln wir auch eigene Softwarelösungen. Über die Jahre sind mehr als ein Dutzend spezialisierter Lösungen entstanden, die Funktionalitäten im SAP-Standard gezielt ergänzen. Dass dieser Ansatz in unterschiedlichsten industriellen Umgebungen funktioniert, zeigt unsere Zusammenarbeit mit namhaften Unternehmen wie DMG Mori, Voestalpine, Bühler, AT&S oder Octapharma.
E3: Wie betrachten Sie den Reifegrad von E2E-Lösungen im Bereich Manufacturing und Supply Chain?
Pfadenhauer: Wir sehen bei vielen Industrieunternehmen bereits leistungsfähige Einzelsysteme. Die Herausforderung liegt häufig weniger in den einzelnen Lösungen als in ihrer Verbindung. Planung, ERP, Manufacturing und Shopfloor sind vielfach noch nicht ausreichend integriert. Informationen befinden sich in Silos, Prozesse enden an Systemgrenzen und Veränderungen in der Produktion erreichen die Planung nicht schnell genug.

„Für Berater ist es essenziell, sich in kürzester Zeit einen
Überblick über die Ist-Prozesse eines Unternehmens zu
verschaffen.”
Konrad Pfadenauer,
Geschäftsführer Schweiz und Österreich,
Grüdungspartner,
Concircle
E3: Wo ergänzen Sie das SAP-Angebot Manufacturing und SCM?
Pfadenhauer: Für uns bildet der SAP-Standard grundsätzlich die Basis. Gleichzeitig gibt es in komplexen Produktionsumgebungen Anforderungen, für die Unternehmen zusätzliche Funktionalitäten benötigen. Genau aus solchen Anforderungen heraus sind unsere eigenen Lösungen entstanden. Sie adressieren beispielsweise Anforderungen in der Bedarfs- und Produktionsplanung, Personaleinsatzplanung, Prozesssteuerung, Manufacturing Execution oder Maschinenintegration. Mit conSUITE gehen wir einen Schritt weiter und verbinden unsere spezialisierten Lösungen zu einer modularen, integrierten Suite. conSUITE ergänzt bestehende SAP-Landschaften dort, wo zusätzliche Funktionalität benötigt wird.
E3: Welche Aufgaben können KI und Agentic AI übernehmen?
Pfadenhauer: Ein Zukunftsthema ist die Verbindung digitaler Prozesse mit der physischen Produktion. Für 2027 planen wir deshalb unter anderem ein Projekt im Bereich humanoider Robotik. Wir wollen untersuchen, wie humanoide Roboter sinnvoll in industrielle Prozesse und bestehende Systemlandschaften integriert werden können. Spannend sind auch die SAP-nativen KI-Funktionen mit Joule, integriert in die Supply-Chain-Planung mit SAP IBP. Unsere eigenen Produkte erhalten auch AI-Features, die komplexe Problemstellungen in Planung und Produktion lösen. Insgesamt sind wir zuversichtlich, eine führende Rolle in der KI-Anwendung für die europäische Industrie einnehmen zu können.



