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Mittelmaß ist keine Option

Jahrzehnte habe ich damit verbracht, große digitale und datengetriebene Transformationen zu gestalten und zu begleiten. Ich habe erlebt: Projekte mit messbaren Erfolgen und Lehrbeispiele, wie man es besser nicht macht.
René Haag, Syniti
6. Februar 2026
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Es zeigte sich immer wieder: Das Scheitern lag selten an der Technologie oder der unpassenden Strategie. Meist waren mangelhafte Daten der entscheidende Faktor. Ich bin überzeugt, dass unser gesamter Business-Transforma­tion-Ansatz überdacht werden muss. Zu lange haben wir uns mit „gut genug“ zufriedengegeben: mit ausreichend guten Daten, guten Umsetzungen und Definitionen von Erfolg.

Doch wenn der Roll-out enttäuscht, die Dashboards nicht die Realität widerspiegeln und das Geschäft trotz hoher Investitionen unverändert bleibt, stellt sich die Frage: Wie sind wir hier gelandet? Historisch gesehen haben wir Erfolg an technischen Meilensteinen gemessen. Wurde die Migration rechtzeitig abgeschlossen? Ist das System live gegangen? Wurde der Zeitplan eingehalten? Das garantiert allerdings nicht, dass das Unternehmen tatsächlich besser dasteht.

Führungskräfte investieren nicht in Transformation, um Häkchen zu setzen, sondern um Ergebnisse zu erzielen: effizientere Prozesse, klügere Entscheidungen, echten ROI. Wie mir ein CIO einmal sagte: „Man wird nicht entlassen, weil das Projekt technisch nicht korrekt umgesetzt wurde. Man wird entlassen, weil die Ziele nicht erreicht wurden.“ Für bessere Ergebnisse müssen wir daher unsere Ansprüche erhöhen.

Validiert ≠ wertvoll

Viele Unternehmen gehen noch immer davon aus, dass ihre Daten „gut“ sind, sobald alle Felder ausgefüllt und die Formate korrekt sind. Doch formale Korrektheit bedeutet nicht, dass Daten auch nützlich sind. Häufig wird stolz verkündet, die Datenqualität liege bei 85 oder 95 Prozent. Was in der Schule einer guten Note entspräche, ist im Geschäftsleben ein alarmierendes Ergebnis.

Ich habe Daten gesehen, die auf den ersten Blick einwandfrei aussahen, aber enorme Probleme verursacht haben: Bestandsdaten wiesen Produkte als verfügbar aus, die allerdings nicht lieferbar waren. Lieferantendaten erfüllten zwar alle formalen Prüfregeln, enthielten jedoch fehlerhafte Bankverbindungen. Kundendaten erschienen auf den ersten Blick einwandfrei, führten aber zu Abrechnungsfehlern und Compliance-Verstößen.

Selbst eine Genauigkeit von 95 Prozent ist hier nicht ausreichend. Die verbleibenden 5 Prozent können sich rasch zu millionenschweren Verlusten summieren: durch Zeitverschwendung, Umsatzentgänge, Vertrauensverlust. Geschäftsrelevante Daten unterscheiden sich grundlegend von bloß „sauberen“ Daten. Sie sind vollständig, kontextbezogen und eng an die tatsächlichen Geschäftsprozesse gekoppelt. Sie werden nicht nur von Systemen überprüft, sondern auch von Entscheidungsträgern validiert, die deren Bedeutung im operativen Kontext verstehen.

Die zugrunde liegenden Systeme sind längst keine reinen Backoffice-Werkzeuge mehr – sie bilden das Rückgrat moderner Unternehmen. Sie steuern Bestände, Aufträge, Lohn- und Gehaltsabrechnungen, Finanzen, Beschaffung und Lieferketten. Warum also sollten wir weniger als 99,9 Prozent erwarten? Trägt Ihr Unternehmenspartner die Last – oder verlagert er sie nur? Zu viele Partner werden lediglich an der Lieferung gemessen, nicht an der Wirkung.

Oft liegt das daran, dass die Verantwortung für die Datenarbeit an die Fachbereiche delegiert wird, anstatt dort verortet zu sein, wo sie hingehört. Teams kennen ihr Geschäft. Es ist aber die Aufgabe des Partners, die Daten tatsächlich auch zu verstehen: tiefgehend, präzise und wirkungsorientiert. Übernimmt er diese Verantwortung nicht, bleiben Lücken, die Unternehmen langfristig bremsen. Daher mein Appell an alle: Partner sollten in die Pflicht genommen werden.

Stellen Sie die entscheidenden Fragen: Verfügt der Partner über echte Datenexpertise sowie ein qualifiziertes Team? Bringt er tiefes Branchenwissen und belastbare Referenzen mit? Arbeitet er mit einer bewährten Methodik? Legt er einen klaren Plan mit eindeutigen Verantwortlichkeiten vor? Jedes Unternehmen verdient einen Partner, der hilft, schnell und smart zu entscheiden. Wer diese Fragen nicht stellt, erwartet schlicht zu wenig.

Abgeschlossen ≠ geliefert

Alle sprechen über KI, aber kaum darüber, was sie antreibt: Daten. Wenn Daten doppelt, unvollständig oder inkonsistent sind, wird KI das Chaos nur beschleunigen. Sind sie akkurat und zweckgerecht, wird KI zum echten Beschleuniger. Sie hilft, Datensätze abzugleichen, Validierungen zu automatisieren und Probleme zu erkennen, bevor sie eskalieren. KI kann kein brüchiges Fundament reparieren. Aber sie kann helfen, ein solideres zu bauen. Was passiert, wenn Erwartungen niedrig sind: Mittelmäßigkeit gerät zur Norm.

Sobald wir beginnen, mehr zu erwarten, verändert sich alles. Transformation bedeutet nicht mehr reine Implementierung, sondern Wirkung. Daher setze ich mich seit Jahren für eine Data-First-Mentalität ein, denn Daten sind nicht nur die Grundlage, sie geben die Richtung vor. Mehr zu erwarten endet nicht mit dem Go-live. Unsere Branche hat die Werkzeuge und das Know-how. Es ist an der Zeit, uns selbst in die Pflicht zu nehmen, damit alle mehr erreichen, weil sie mehr erwarten. Oder, um Maya Angelou zu zitieren: „Wenn wir es besser wissen, sollten wir es auch besser machen.“

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René Haag, Syniti

René Haag ist VP Sales bei Syniti, ein Unternehmen von Capgemini.


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Die Arbeit an der SAP-Basis ist entscheidend für die erfolgreiche S/4-Conversion. 

Damit bekommt das sogenannte Competence Center bei den SAP-Bestandskunden strategische Bedeutung. Unhabhängig vom Betriebsmodell eines S/4 Hana sind Themen wie Automatisierung, Monitoring, Security, Application Lifecycle Management und Datenmanagement die Basis für den operativen S/4-Betrieb.

Zum vierten Mal bereits veranstaltet das E3-Magazin in Salzburg einen Summit für die SAP-Community, um sich über alle Aspekte der S/4-Hana-Basisarbeit umfassend zu informieren.

Veranstaltungsort

FourSide Hotel Salzburg,
Trademark Collection by Wyndham
Am Messezentrum 2, 5020 Salzburg, Österreich
+43-662-4355460

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 10. Juni, und
Donnerstag, 11. Juni 2026

Nur KI-Erlebnisworkshop am 11. Juni 2026 (limitierte Plätze)
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 11. Juni 2026

Reguläres Ticket

Vorträge, Abendveranstaltung und je Verfügbarkeit der KI-Workshop am 11. Juni 2026
Die Plätze beim KI-Erlebnisworkshop sind limitiert und eine Anmeldung ist erforderlich.

Abonnenten des E3-Magazins Ticket

ermäßigt mit Promocode CCAbo26

Studierende*

ermäßigt mit Promocode CCStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
EUR 305 exkl. USt.
EUR 590 exkl. USt.
EUR 390 exkl. USt.
EUR 290 exkl. USt.

Veranstaltungsort

Hotel Hilton Heidelberg
Kurfürstenanlage 1
D-69115 Heidelberg

Veranstaltungsdatum

Mittwoch, 22. April und
Donnerstag, 23. April 2026

Tickets

Nur KI-Erlebnisworkshop am 23. April 2026 
Bonus: Zugang zu allen Vorträgen am 23. April 2026
Reguläres Ticket
Vorträge, Abendveranstaltung und KI-Workshop am 23. April 2026
EUR 305 exkl. USt
EUR 590 exkl. USt
Abonnenten des E3-Magazins
ermäßigt mit Promocode STAbo26
EUR 390 exkl. USt
Studierende*
ermäßigt mit Promocode STStud26.
Studiennachweis bitte per Mail an office@b4bmedia.net senden.
EUR 290 exkl. USt
*Die ersten 10 Tickets sind für Studierende kostenfrei. Versuchen Sie Ihr Glück! 🍀
Veranstalter ist das E3-Magazin des Verlags B4Bmedia.net AG. Die Vorträge werden von einer Ausstellung ausgewählter SAP-Partner begleitet. Der Ticketpreis beinhaltet den Besuch aller Vorträge des Steampunk und BTP Summit 2026, den Besuch des Ausstellungsbereichs, die Teilnahme an der Abendveranstaltung sowie die Verpflegung während des offiziellen Programms. Das Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller und Sponsoren (SAP-Partner) wird zeitnah auf dieser Website veröffentlicht.