IA : aucun bénéfice économique ne peut être démontré


Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Einsatz von KI wirklich, und was bringt ihnen die Technologie wirtschaftlich? Eine Deutschland-Auswertung des McKinsey-Reports „The State of AI in 2026: On the Road to ROI“ zeigt: Zwischen Nutzung und messbarem Geschäftswert liegt noch eine deutliche Lücke. Für die weltweite Studie wurden 1719 Führungskräfte und Fachleute aus 97 Ländern befragt, 93 davon in Deutschland.
Fast jeder zweite Befragte (49 Prozent) gibt an, dass seine Organisation KI bereits skaliert oder vollständig ausgerollt hat. Auch über einzelne Bereiche hinweg ist KI in der deutschen Stichprobe breit angekommen: Im Durchschnitt berichten die Befragten von regelmäßigem KI-Einsatz in 4,3 Geschäftsfunktionen, global sind es 3,5. Gleichzeitig kann fast jeder Zweite (43 Prozent) den Beitrag von KI zum Betriebsergebnis nicht beziffern.
KI in Deutschland: Breite statt Tiefe
Die Zahlen deuten darauf hin, dass KI in Deutschland bislang stärker in die Breite als in die Tiefe skaliert wird: Die Technologie kommt in immer mehr Bereichen der Organisation zum Einsatz, der Schritt hin zu durchgängig neu gestalteten Prozessen und messbarem wirtschaftlichem Nutzen scheint dagegen vielerorts noch nicht abgeschlossen. Die Ergebnisse deuten damit auf unterschiedliche Geschwindigkeiten bei der KI-Transformation hin: Die Nutzung verbreitet sich bereits über viele Bereiche der Organisation, während sich diese Breite noch nicht im gleichen Maß in messbaren finanziellen Ergebnissen niederschlägt.
Das heißt aber nicht, dass KI keinen Nutzen bringt: 63 Prozent der Befragten aus Deutschland sehen mindestens einen moderaten Nutzen für ihre Organisation, etwa durch höhere Produktivität, mehr Umsatz oder eine höhere Kundenzufriedenheit.14 Prozent bewerten den Nutzen als signifikant, global sind es 19 Prozent.
„KI ist in Deutschland mittlerweile in der Breite angekommen. Fortschritte beim Skalieren zeigen sich bislang aber zu wenig in den finanziellen Ergebnissen“, sagt Florian Bauer, Senior Partner bei McKinsey und Leiter für Tech and AI im deutschen und österreichischen McKinsey-Büro. „Die nächste Phase muss deshalb stärker in die Tiefe gehen: weg von der Nutzung einzelner KI-Werkzeuge, hin zur Neugestaltung ganzer Abläufe und Prozesse, die einen messbaren wirtschaftlichen Beitrag leisten.“ Die Hälfte der Befragten sagt, dass KI die Mitarbeiterzufriedenheit verbessert hat, 41 Prozent berichten von positiven Effekten auf die Kosten.

„Tiefe entsteht, wenn KI entlang des gesamten Software-
und Produktentwicklungsprozesses eingesetzt wird.”
Holger Hürtgen,
Distinguished Partner und Leiter,
QuantumBlack
Deutlich seltener schlägt sich der KI-Einsatz bereits im Wachstum nieder: 22 Prozent sehen ein höheres organisches Umsatzwachstum, 36 Prozent berichten, dass KI ihrem Unternehmen hilft, sich stärker vom Wettbewerb abzuheben.
Verbesserungen im Arbeitsalltag und bei den Kosten werden häufiger berichtet als Effekte auf das Umsatzwachstum. Der nächste Reifeschritt besteht darin, diese Nutzung stärker in durchgängig veränderte Geschäftsprozesse und messbaren wirtschaftlichen Nutzen zu übersetzen.
Entwicklung im Wandel
Auch in der Softwareentwicklung verändert KI bereits konkrete Entscheidungswege. Mehr als jeder Dritte (36 Prozent) sagt, dass ihre Organisation auf den Kauf mindestens eines zusätzlichen Softwareprodukts oder Features verzichtet hat, weil sich die benötigte Funktion mit KI-Werkzeugen für die Softwareentwicklung intern umsetzen ließ. Global sind es 32 Prozent.
„Der Wandel geht über einzelne Coding-Werkzeuge hinaus“, sagt Holger Hürtgen, Distinguished Partner und Leiter von McKinseys KI-Beratungsarm QuantumBlack in Deutschland. „Breite Nutzung heißt zum Beispiel, dass viele Entwickler KI-Assistenten einsetzen. Tiefe entsteht, wenn KI entlang des gesamten Software- und Produktentwicklungsprozesses eingesetzt wird. Dann verändert sich auch die Frage grundlegend, was Unternehmen selbst entwickeln und was sie einkaufen. (Quelle: McKinsey)



