Le code personnalisé : L'héritage chargé de l'ère SAP ECC


Die Ergebnisse des jüngsten DSAG-Investitionsreports zeigen ein klares Bild: Für 79 Prozent der befragten Unternehmen ist die Wirtschaftlichkeit von Investitionen in SAP-Software ein starkes oder sehr starkes Kriterium. Gleichzeitig bleiben S/4-Migrationen weiterhin der wichtigste Investitionstreiber; 42 Prozent der Unternehmen sehen sie derzeit als zentrale Initiative. Genau an dieser Stelle tritt ein altbekanntes Problem zutage. Über viele Jahre hat sich in nahezu allen großen ECC-Systemlandschaften ein umfangreicher Bestand an kundenspezifischem Code angesammelt, der ursprünglich dazu diente, Prozessanforderungen schnell abzudecken, Differenzierungsmöglichkeiten zu schaffen oder funktionale Lücken zu schließen. Was damals eine pragmatische Entscheidung war, entwickelte sich später zu einer schwerfälligen technischen Altlast. Je nach Individualisierungsgrad bestehen heute bis zu 80 Prozent der gesamten Codebasis in ECC-Umgebungen aus individuellen Erweiterungen. In hoch individualisierten Landschaften werden davon zwischen 60 und 80 Prozent nicht mehr genutzt. Das Resultat sind gewachsene Systemkomplexität, überhöhte Kosten und zunehmende technische Risiken.
TCO unter Druck
Die Auswirkungen sind deutlich spürbar: Wartung, Fehlerkorrekturen und wiederkehrende Anpassungen verursachen hohe Lebenszykluskosten und treiben langfristig den TCO nach oben. Upgrades werden zu kostspieligen und ressourcenintensiven Projekten, weil veralteter Custom Code umfangreiche Tests und Integrationsmaßnahmen erfordert. Gleichzeitig steigt die Abhängigkeit von wenigen technischen Schlüsselpersonen. Hinzu kommt eine mangelnde Transparenz darüber, welche Objekte genutzt werden oder geschäftskritisch sind. Für die S/4-Transformation wird der Custom Code schließlich zu einem zentralen Hemmschuh, denn viele ältere Erweiterungen sind mit modernen Architekturprinzipien, Schnittstellen und Datenmodellen nicht mehr kompatibel. Viele Unternehmen entscheiden sich daher heute im Rahmen ihrer Migrationen dafür, ihren Legacy Code nahezu unverändert in die neue S/4-Umgebung zu übernehmen. Angesichts knapper Budget- und Personalressourcen sowie des Endes der Standardwartung für SAP ECC im Jahr 2027 wirkt dieser Ansatz zunächst pragmatisch. Häufig bleibt ungeprüft, ob die alten Erweiterungen noch benötigt werden oder ob ihre Funktionalität längst durch den SAP-Standard abgedeckt wäre. Diese Entscheidung birgt jedoch langfristige Risiken. Der alte Custom Code orientiert sich an Betriebsmodellen vergangener Jahre und kann moderne IT-Infrastrukturen unverhältnismäßig stark belasten. In Kombination mit der langfristigen Cloud-Ausrichtung der SAP-Strategie und dem Anspruch an einen Clean Core entsteht eine Umgebung, die die Innovationsfähigkeit bremst und die Release-Fähigkeit gefährdet.
KI-basierte Custom-Code-Analysen
An dieser Stelle liefert die jüngste Entwicklung im Bereich künstlicher Intelligenz einen vielversprechenden Ansatz. Moderne KI-basierte Werkzeuge, wie etwa die Lösung von Nova Intelligenz, ermöglichen es inzwischen, große Teile der Custom-Code-Analyse und -Transformation zu automatisieren. Agentenbasierte Verfahren können ungenutzte Erweiterungen identifizieren und sie kontrolliert deaktivieren. Zudem können sie tatsächlich benötigten kundenspezifischen Code automatisiert in eine Clean-Core-konforme Zielumgebung übertragen. Unternehmen sollten diese neue technologische Möglichkeit in Betracht ziehen, bevor sie ihre neu gestaltete S/4-Umgebung mit Altlasten aus der ECC-Ära belasten. Derartige agentenbasierte Lösungen können nicht nur die Bereinigung beschleunigen, sondern auch sicherstellen, dass künftige Erweiterungen konsequent Clean-Core-Prinzipien folgen. So entsteht eine moderne, wartbare und zukunftsfähige Systemlandschaft, die das volle Potenzial von S/4 und der Cloud ausschöpfen kann.
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