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Die SAP Business Data Cloud ist weit mehr als nur ein neues Label für bekannte Tools. Sie ist der ernsthafte Versuch, Fragmentierung in der Unternehmensdatenwelt zu überwinden. Die SAP BDC bietet als vollständig verwaltete SaaS-Lösung eine zentrale, leistungsfähige Plattform für das Management und die Analyse von Unternehmensdaten.
Integration von SAP und Non-SAP
Mit ihrer nahtlosen Integration von SAP- und Non-SAP-Daten setzt sie neue Maßstäbe für datengetriebene Unternehmen, inklusive KI-Unterstützung und Prozess-Automatisierung. Sie vereint alle leistungsstarken Funktionen von SAP Datasphere, SAP Analytics Cloud, SAP Business Warehouse, SAP Databricks, Snowflake und Microsoft. Hinzu kommen zahlreiche Datenprodukte für Fachbereichsanwender. Das SaaS-Angebot verbindet etablierte Tools wie Datasphere oder die SAP Analytics Cloud mit neuen Bausteinen wie einem zentralen Object Store oder der Databricks-Integration zu einem echten Ökosystem. Man kann sich das vorstellen wie ein Orchester: Die Instrumente sind bekannt, aber gemeinsam spielen sie eine völlig neue Symphonie. Der Gamechanger ist die Integration mit Databricks. Damit verschwinden die Grenzen zwischen den SAP-Abteilungen und den Data-Science-Teams. Statt getrennter Silos arbeiten jetzt alle auf einem einheitlichen Datenlayer.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass SAP- und Non-SAP-Daten in einer einheitlichen, semantisch durchgängigen Datenbasis zusammengeführt werden können. Dadurch entsteht eine konsistente Sicht auf alle geschäftsrelevanten Informationen, unabhängig von ihrer ursprünglichen Quelle. Die BDC bietet dadurch bereits jetzt großes Potenzial. Sie führt sämtliche Unternehmensdaten zuverlässig an einer Stelle zusammen, macht sie durch intelligente Applikationen und Dashboards konsumierbar und unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung und Optimierung ihrer Datenstrategie. Langfristig reduziert sich durch die SAP BDC der Integrationsaufwand. Unternehmen müssen weniger externe Data Lakes pflegen, was nicht nur die Komplexität senkt, sondern auch zu einer nachhaltig geringeren Total Cost of Ownership (TCO) führen kann.

SAP öffnet sich technologisch über Snowflake, Databricks und über das Datenproduktstudio auch für Non-SAPler. Bei der Vielzahl neuer Lösungen, Plattformen und Rollen wird daher eine gemeinsame Sprache immer wichtiger. Mauern, die sich gebildet haben, müssen verschwinden. Denn auch Non-SAP-Data-Scientists können sich jetzt der SAP-Plattform bedienen. Die BDC schafft durch intelligente Applikationen Mehrwerte für Führungskräfte in jeder „Line of Business“, für Finance, Beschaffung, People und Supply Chain Intelligence.
Daten sind der wichtigste Treibstoff für ein Unternehmen und seine Geschäftsprozesse. Der grundlegende Bestandteil erfolgreicher Geschäftsentscheidungen besteht daher darin, harmonisierte, also saubere, vollständige, kontextbezogene, jederzeit nutzbare und aktuelle Daten zur Verfügung zu haben. Genau das stellt die BDC bereit, komplettiert durch rollenbasierte, smarte Applikationen und analytische Dashboards für Insights in Echtzeit.
Die SAP Business Data Cloud hebt sich dabei von anderen Daten- und Analyselösungen unter anderem durch folgende Merkmale ab:
- Vorkonfigurierte intelligente Anwendungen für erweiterte Analysen und Planungen in allen Geschäftsbereichen, um transformative Insights zu liefern.
- Zugriff auf kuratierte, von SAP verwaltete Datenprodukte für die wichtigsten unternehmerischen Geschäftsprozesse, wobei der geschäftliche Kontext und die Semantik intakt bleiben und vollständig kontrolliert werden.
- Harmonisierung aller SAP- und Drittanbieterdaten mit vollständig verwalteten Funktionen für eine Business-Data-Fabric-Architektur, die Modernisierung von SAP Business Warehouse, Planung, Data Engineering und KI/ML.
- SAP Databricks für die Pro-Code-Entwicklung von KI-, Machine-Learning- und Data-Engineering-Aufgaben.
SAP wird durch die strategische Weiterentwicklung der BDC immer offener und vergrößert sein Daten-Ökosystem. Das wurde zuletzt auf der SAP TechEd 2025
in Berlin noch einmal ganz deutlich. Bisherige Meilensteine sind die Partnerschaften mit Databricks, Google Clouds BigQuery, Microsoft und der neuesten Verstärkung Snowflake, die einen bidirektionalen Datenaustausch ohne Kopieren („Zero Copy“) zwischen den Plattformen und der BDC ermöglichen. Laut SAP ist das aber erst der Anfang. Weitere Integrationen seien geplant, war auf der TechEd 2025 in Berlin zu hören, auch wenn bislang keine weiteren Namen genannt wurden.
SAP-Anwenderunternehmen sollten sich heute schon mit den Herausforderungen auseinandersetzen und sich klarmachen, dass die Einführung der BDC nicht nur einen technologischen, sondern auch organisatorischen Change bedeutet. Was es zukünftig braucht, ist ein neues Mindset für den Umgang mit Daten. Was ist dabei neu? Während die Verantwortung für Datenprodukte bisher vor allem in der IT-Abteilung angesiedelt war und Daten in Silos vorgehalten wurden, fällt bei der Zusammenarbeit auf der BDC auch den Fachbereichen eine entscheidende Rolle zu. Zudem setzen sich neue Stakeholder mit an den Tisch, die für die Entwicklung und Nutzung von Datenprodukten direkte Ownership übernehmen und entsprechende Rollen ausfüllen.
Gemeinsames Mindset
Das erfordert oft ein neues Mindset beim Management und bei der Analyse ihrer Daten. Über Snowflake, Databricks, mit dem Partner Connect, Microsoft und dem Datenproduktstudio öffnet sich SAP auch für Non-SAPler. Auch der Non-SAP-Data-Scientist und der Citizen Developer können sich jetzt der SAP-Plattform bedienen. Hinzu kommen neue Rollen wie Prompt-Ingenieure und AI-Entwickler, deren Aufgabenbereiche, Zuständigkeiten und Grenzen vor einem mehrwertstiftenden Einsatz der BDC definiert werden müssen. Ganz wichtig ist es deshalb, konsequent Mauern und Verständigungshürden abzubauen und eine gemeinsame Sprache zu entwickeln. Nur dadurch lässt sich das enorme Potenzial der BDC heben und mit größtmöglichem Business-Nutzen umsetzen.
Das neue Toolset der BDC, das in Zukunft weiterwachsen wird, erfordert insbesondere auch von den SAP-Mitarbeitenden und -Führungskräften in den Anwenderunternehmen ein neues Mindset. Es ist nicht nur ein technologischer, sondern vor allem auch ein organisatorischer Wechsel. Wichtig ist es daher, die Fachbereiche abzuholen, die die Data Product Owner stellen, nicht wie bislang nur die IT. Fachbereiche und IT müssen an einen Tisch und an einem Strang ziehen. Erst durch eine gemeinsame Sprache generieren alle Stakeholder gemeinsam maximalen Nutzen mit der BDC. Dann wachsen die SAP- und die Non-SAP-Welt wirklich zusammen.
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