{"id":74635,"date":"2021-05-27T08:00:00","date_gmt":"2021-05-27T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=74635"},"modified":"2022-05-01T10:22:16","modified_gmt":"2022-05-01T08:22:16","slug":"coupler-harmoniser-individualiser-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/fr\/coupler-harmoniser-individualiser-2\/","title":{"rendered":"Coupler, harmoniser, personnaliser"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>E-3: Herr Failer, Sie sagen, die Lektion aus den zur\u00fcckliegenden achtzehn Monaten f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsleben lasse sich in drei Begriffe fassen: Resilienz, Flexibilit\u00e4t und Individualit\u00e4t.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas Failer: <\/strong>Das ist richtig. Die drei genannten Begriffe geh\u00f6ren inhaltlich zusammen. Und sie haben noch eine zeitliche Dimension, die sie miteinander verbindet. Die Unternehmen m\u00fcssen resilienter, also widerstandsf\u00e4higer gegen \u00e4u\u00dfere Schocks werden, und das schon kurzfristig. Flexibilit\u00e4t und Individualit\u00e4t bauen darauf auf, k\u00f6nnen aber zeitlich nachgelagert betrachtet werden, sofern die Basis der Resilienz richtig gelegt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: Das klingt danach, dass die Unternehmen sich dauerhaft auf massive Ver\u00e4nderungen einstellen m\u00fcssen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Failer<\/strong>: Da haben Sie v\u00f6llig recht. Die erh\u00f6hte Anpassungsgeschwindigkeit, die aus der Notwendigkeit heraus geboren wurde, muss in eine deutlich gesteigerte Anpassungsf\u00e4higkeit der Unternehmen \u00fcberf\u00fchrt werden. Genau aus diesem Grund ist der zweite Begriff der Flexibilit\u00e4t so wichtig. <\/p>\n\n\n\n<p>Alle Ma\u00dfnahmen und Investitionen, die kurzfristig auf eine h\u00f6here Resilienz ausgerichtet sind, m\u00fcssen zumindest mittelfristig auch die Flexibilit\u00e4t erh\u00f6hen. Nur so entkommt ein CIO dem f\u00fcr ihn typischen Dilemma zwischen Kostenmanagement und Innovationsf\u00f6rderung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: Beispiele bitte.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Failer<\/strong>: Sehr gerne. Kaufen und Verkaufen von Firmen und Firmenteilen geh\u00f6ren mittlerweile zum agilen Werkzeugkasten der Automobilindustrie und anderer Branchen. Was aber schon auf der Ebene der Vertr\u00e4ge und der Prozesse wegen der damit verbundenen Komplexit\u00e4t eine Herausforderung darstellt, ist f\u00fcr die IT ein echtes Problem. Denn sie erbt die IT-Landschaft der zugekauften Unternehmen oder Unternehmensteile und muss sie integrieren. Und sie muss daf\u00fcr sorgen, dass im Falle eines Verkaufs oder einer Ausgr\u00fcndung das geistige Eigentum gewahrt bleibt und der K\u00e4ufer mit den \u00fcbergebenen Informationen arbeiten kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: Wie sieht das IT-Erbe bei Zuk\u00e4ufen und Fusionen, neudeutsch Mergers und Acquisitions, denn aus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Failer<\/strong>: Bei M&amp;As erbt die IT des K\u00e4ufers eine historisch gewachsene IT-Landschaft mit einer Vielzahl unterschiedlicher Systeme und Applikationen verschiedenster Hersteller und in unterschiedlichen Releasest\u00e4nden, deren Zahl schnell in die Hunderte geht. Die daraus entstehende Komplexit\u00e4t ist enorm und muss so schnell wie m\u00f6glich reduziert werden. Das gelingt in der Regel aber eher schlecht als recht. Die operativ ben\u00f6tigten Daten werden kurzfristig transformiert und migriert, die Altsysteme f\u00fcr die rechtlich vorgeschriebenen Aufbewahrungsfristen eingefroren. Der Zugriff auf die wertvollen historischen Informationen ist dadurch aber stark eingeschr\u00e4nkt und liegt f\u00fcr das Tagesgesch\u00e4ft au\u00dfer Reichweite. So sieht nicht eine gute L\u00f6sung aus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: Das betrifft nicht nur die SAP-Community, oder?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Failer<\/strong>: Ja. Bedenkt man ferner, dass diese komplexe Situation in der Regel nicht nur auf die SAP-Welt beschr\u00e4nkt ist, sondern auch andere Systeme wie PLM- oder CAD-L\u00f6sungen betrifft, wird deutlich, dass hinter all diesen praktischen Herausforderungen ein grunds\u00e4tzliches Problem steckt: das der Bindung der operativ nicht mehr ben\u00f6tigten Daten und Dokumente an ihre Ursprungssysteme. <\/p>\n\n\n\n<p>Werden die Ebenen der Systeme und Informationen hingegen konsequent voneinander getrennt, lassen sich die genannten Herausforderungen viel einfacher und schneller als bisher meistern. Das ist ein direkter Ansatzpunkt f\u00fcr die Unternehmen, um nicht nur resilienter, sondern auch flexibler zu werden. Diese Trennung ist der Kerngedanke, der unserem Angebot einer Plattform f\u00fcr Informationsmanagement zugrunde liegt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: K\u00f6nnten Sie diesen Ansatz bitte im Detail erl\u00e4utern?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Failer<\/strong>: Lassen Sie mich mit dem Aspekt beginnen, den wir Harmonisierung nennen. Unsere Plattform f\u00fcr Informationsmanagement erm\u00f6glicht ein virtuelles, das hei\u00dft systemunabh\u00e4ngiges Stammdatenmanagement, das alle unterschiedlichen Tabellenstrukturen und Attribute aus den Einzelsystemen auf den goldenen Standard der virtuellen Ebene mappt, damit ein gemeinsames Register f\u00fcr Gesch\u00e4ftsobjekte entsteht. Im Englischen tr\u00e4gt das Register den Namen Common Business Object Record. F\u00fcr die Stammdatenharmonisierung durchsucht unsere Plattform alle infrage kommenden Systeme, extrahiert die Daten und speichert sie zentral ab. Automatisierte Prozeduren pr\u00fcfen daraufhin Dubletten, Postleitzahlenfehler, Bankdaten etc. und nehmen auf der Basis von Regeln automatisiert Korrekturen vor.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: Die Anwender sehen aber auch die korrigierten Informationen nur in der Originalstruktur, nicht wahr?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Failer<\/strong>: Sie sprechen hier einen wichtigen Punkt an, der nicht nur den Bedienkomfort f\u00fcr die Fachanwender, sondern auch deren Produktivit\u00e4t betrifft. Unsere Plattform fungiert im Rahmen von Projekten zur Optimierung der Datenqualit\u00e4t als zentraler Sammelpunkt und Bereitstellungsraum oder \u201eData Staging Area\u201c f\u00fcr Unternehmensinformationen. <\/p>\n\n\n\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Vorteil einer Data Staging Area besteht darin, eine harmonisierte Stammdatenstruktur auch f\u00fcr Legacy-Daten zu schaffen, die der entspricht, wie sie in den f\u00fchrenden operativen Systemen existiert. <\/p>\n\n\n\n<p>Dieses \u201eTechnical Structure Mapping\u201c genannte Verfahren bedeutet, dass zum Beispiel die Stammdaten zu einem Kunden oder Lieferanten, die urspr\u00fcnglich in SAP ECC 6.0 oder irgendeinem Drittsystem angelegt wurden, so abgefragt und angezeigt werden, als ob sie in S\/4 entsprechend der Struktur des Gesch\u00e4ftsobjekts Partner erzeugt worden w\u00e4ren, das bekanntlich nicht mehr zwischen Kunde und Lieferant unterscheidet. <\/p>\n\n\n\n<p>Stellt sich bei diesem Mapping heraus, dass einzelne Datens\u00e4tze fehlen, um eine echte 360-Grad-Sicht zu erhalten, lassen sie sich aus Drittsystemen wie zum Beispiel Vertriebs- und Servicel\u00f6sungen anreichern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: Aber es muss noch weiter gehen, richtig?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Failer<\/strong>: Diese Sichten auf Gesch\u00e4ftsobjekte lassen sich zudem selektiv gestalten und mit Bewegungsdaten verbinden. Entsprechende Filterregeln k\u00f6nnen daf\u00fcr sorgen, dass die Anwender nur diejenigen Kunden angezeigt bekommen, zu denen in den zur\u00fcckliegenden f\u00fcnf Jahren Auftr\u00e4ge vorhanden sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Da jedoch s\u00e4mtliche Legacy-Informationen auf die Plattform \u00fcbernommen wurden, lassen sich die Filterregeln jederzeit \u00e4ndern und so zum Beispiel auch diejenigen Kunden anzeigen, die vor zehn Jahren zum letzten Mal etwas gekauft haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Ergebnis k\u00f6nnen SAP-Bestandskunden also jederzeit eine vollst\u00e4ndige Sicht auf Gesch\u00e4ftsobjekte in der aktuellen Datenstruktur des f\u00fchrenden Systems gewinnen. Dar\u00fcber hinaus bietet unsere Plattform auch f\u00fcr das Value Mapping massive Vorteile.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: Inwiefern?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Failer<\/strong>: Kunden, die auf SAP S\/4 Hana transformieren wollen, stellen im Projekt fest, dass sie 40 oder 50 verschiedene Auftragsarten in ihrem Altsystem haben, von denen sie aber in den vergangenen zwei Jahren nur vielleicht maximal zehn operativ genutzt haben. Deshalb wollen sie im neuen System nur diese zehn anlegen und damit arbeiten. <\/p>\n\n\n\n<p>Dadurch verlieren sie aber den Zugriff auf die historischen Auftragsarten und die damit zusammenh\u00e4ngen Daten und Dokumente aus dem neuen System heraus. Also was tun? Viele SAP-Bestandskunden \u00fcbernehmen im Augenblick dann doch s\u00e4mtliche historischen Artenfelder und bescheren sich damit ein riesiges und teures Mapping-Projekt, das zudem noch an vielen Stellen unsinnig ist, weil z. B. auf dem Lieferschein zu einem Altauftrag dann doch wieder Werte erscheinen, die im neuen System keine Entsprechung haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Mit unserer Plattform k\u00f6nnen sich die Kunden jedoch die historischen Informationen zu nicht mehr ben\u00f6tigten Auftragsfeldern auch im neuen System anzeigen lassen, ohne dass ein Mapping erforderlich ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Art, historische Informationen mit den operativen Systemen und Daten zu verbinden, ebnet den Weg zu einer selektiven und damit wesentlich schnelleren und kosteng\u00fcnstigeren Transformation auf S\/4 Hana. Mit einem neuen, aber kleinen und feinen System k\u00f6nnen die Unternehmen dann so richtig durchstarten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: Es geht aber am Ende doch wieder um die Verbindung von historischen mit operativen Informationen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Failer<\/strong>: Eindeutig ja, obwohl ich in technischer Hinsicht eher von flexibler Kopplung sprechen w\u00fcrde. Aus gesch\u00e4ftlicher Sicht geh\u00f6ren beide nat\u00fcrlich untrennbar zusammen. Aber gerade zu dem Zweck, historische Informationen f\u00fcr gesch\u00e4ftliche Ziele und deren dynamische Ver\u00e4nderung flexibel nutzbar zu machen, sollten sie auf einer separaten Ebene angesiedelt sein und gemanagt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: Liegt in der neuen Softwaregeneration auch eine Chance?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Failer<\/strong>: Ja. Vor diesem Hintergrund ist die anstehende Transformation auf die neue Softwaregeneration aus Walldorf die gro\u00dfe Chance f\u00fcr die Datenharmonisierung, die sich am einfachsten, kosteng\u00fcnstigsten und wirkungsvollsten erreichen l\u00e4sst, wenn sie vor dem Umstieg auf S\/4 erfolgt. <\/p>\n\n\n\n<p>Nur wenn die Datenharmonisierung unabh\u00e4ngig von den Einzelsystemen stattfindet, kann sie ihre Rolle als Katalysator der Digitalisierung spielen. Denn mit ihrer Hilfe l\u00e4sst sich nicht nur die Datenqualit\u00e4t optimieren, sondern auch das Reduktionspotenzial der Daten vor ihrer \u00dcbernahme in neue zentrale Umgebungen ermitteln. <\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig k\u00f6nnen SAP-Bestandskunden damit die Filterregeln f\u00fcr die Daten\u00fcbernahme definieren und in einem neutralen Format f\u00fcr die anschlie\u00dfende Transformation und Migration bereitstellen. So werden Informationen zur \u00dcbergabe an operative Systeme im Rahmen von Konsolidierungsprojekten oder an Analytics-L\u00f6sungen f\u00fcr Digitalisierungsinitiativen aufbereitet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: Welche Vorteile ergeben sich daraus f\u00fcr die SAP-Bestandskunden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Failer<\/strong>: Zum einen k\u00f6nnen sie Betriebskosten in H\u00f6he von 80 Prozent einsparen, wenn sie die Altsysteme komplett stilllegen. Hinzu kommt die Halbierung des Transformationsaufwands und die Senkung der Gesamtbetriebskosten f\u00fcr die S\/4-Hana-Umgebungen von 25 Prozent. <\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommt aber noch ein weiterer Aspekt: Auch wenn es g\u00fcnstige Cloud-Speicher f\u00fcr Massendaten gibt, gilt das nicht in gleichem Ma\u00dfe f\u00fcr gro\u00dfvolumige Datenbanken von SAP-Bestandssystemen, im Gegenteil. Ob nun eine g\u00e4ngige relationale Datenbank mit 10, 15 oder 20 TB an Datenvolumen in die Cloud verlagert oder eine entsprechende Hana-Datenbank dort aufgebaut und bef\u00fcllt werden soll, ist das Ergebnis einer solchen \u00dcberlegung immer dasselbe: Ern\u00fcchterung. <\/p>\n\n\n\n<p>Denn die Kosten sind h\u00f6her als erhofft und erwartet. Gerade der Kostenvergleich, historische Informationen in In-memory-Systemen vorzuhalten und zu managen oder dies auf unserer Plattform zu tun, ist dabei erhellend: Die Betriebskosten liegen bei unserer L\u00f6sung um den Faktor 100 bis 1000 niedriger.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: Aber kein neues Thema, oder?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Failer<\/strong>: CIOs und SAP-Manager entdecken deshalb gerade ein altes Thema neu: die Archivierung, die wir bereits unter dem Aspekt der Harmonisierung diskutiert haben. Denn es verspricht, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Das hei\u00dft, die produktiven Datenbanken von SAP-Bestandssystemen vor deren Verlagerung in die Cloud massiv zu verkleinern und dadurch dauerhaft Kosten einzusparen. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem ist nur: Traditionelle Archivierungsans\u00e4tze stammen aus einer anderen Zeit, in der es vor allem um Datensicherung statt um das Management des Lebenszyklus von Daten ging. Deshalb kommt es auf eine modernere und intelligentere Art der Archivierung an, auf das, was wir Historisierung nennen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: K\u00f6nnen Sie denn die Nachteile der klassischen Archivierung im Nachhinein ungeschehen machen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Failer<\/strong>: Das ist in der Tat m\u00f6glich. Unsere Plattform erlaubt nach dem automatisierten Kopieren \u2013 Stichwort Snapshot \u2013 des gesamten Daten- und Dokumentenbestands aus der Online-Datenbank, das Reduktionspotenzial anhand des gew\u00e4hlten Kriteriums automatisch zu ermitteln. <\/p>\n\n\n\n<p>Da unsere Plattform mit SAP integriert ist, nutzt und optimiert unser Rightsizing-Cockpit die ADK-Standardfunktionen und zeigt das Reduktionspotenzial pro ADK-Objekt an. Zudem erlaubt das Cockpit, offene Vorg\u00e4nge, die nach der herk\u00f6mmlichen Methode einzeln per Hand geschlossen werden m\u00fcssten, automatisch zum Abschluss zu bringen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wo dies nicht m\u00f6glich ist, bieten wir dem SAP-Team die Wahl, eine Bereinigung vorzunehmen oder je nach Ursachenbewertung das Problem zu ignorieren. S\u00e4mtliche offenen F\u00e4lle werden dabei auf einmal und unabh\u00e4ngig vom jeweiligen ADK-Objekt angezeigt. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Mausklick gen\u00fcgt und die gew\u00e4hlte L\u00f6sungsvariante wird auf alle nicht automatisch bereinigten F\u00e4lle angewandt. Die Zeit- und Kostenersparnis ist im Vergleich zu traditionellen Archivierungsans\u00e4tzen entsprechend gro\u00df. So l\u00e4sst sich der angestrebte Wert einer Reduktion um 80 Prozent auch in der wirklichen Welt erreichen. Auch das macht die Unternehmen wieder ein gutes St\u00fcck flexibler (siehe Fachartikel von Peter Sch\u00f6nenberger ab Seite 62).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: Bleibt noch der Aspekt der Individualit\u00e4t. Was verstehen Sie genau darunter?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Failer<\/strong>: In der digitalen Wirtschaft werden sich die Unternehmen immer st\u00e4rker durch digitale Dienste unterscheiden, ob diese nun direkt beim Endkunden zum Tragen kommen oder eine wichtige Rolle in der internen Wertsch\u00f6pfungskette spielen. Der Bedarf wird so gro\u00df sein, dass sich nicht alles einkaufen l\u00e4sst. <\/p>\n\n\n\n<p>Die IT r\u00fcckt damit definitiv in den Kernbereich der Wertsch\u00f6pfung vor und entwickelt ihre Rolle in den traditionellen Branchen vom Komparsen zum Hauptdarsteller weiter. Die allermeisten dieser Entwicklungen werden keine gro\u00dfen Anwendungspakete sein, sondern Funktionen und Funktionalit\u00e4ten, die Cloud-nativ erstellt und als Container und Microservices bereitgestellt werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Und damit je nach Kontext flexibel wiederverwendet werden k\u00f6nnen. So geht die Flexibilit\u00e4t nahtlos in die Individualit\u00e4t \u00fcber, dem st\u00e4rksten Unterscheidungsmerkmal in der digitalen Plattform-\u00d6konomie. Vo\u00adraussetzung daf\u00fcr ist jedoch, Offenheit sowohl auf der Ebene der Informationen als auch der Applikationen \u00fcber die Unterst\u00fctzung von Standards herzustellen und dauerhaft zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: Wie meinen Sie das?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Failer<\/strong>: Auch wenn die IT strategischer wird, war sie noch nie so wenig Selbstzweck wie heute. Sie muss ihren betriebswirtschaftlichen Wert und Nutzen beweisen wie nie. Dazu geh\u00f6rt wesentlich die optimale Nutzung aller verf\u00fcgbaren Ressourcen. Deren Verschwendung k\u00f6nnen sich die Unternehmen immer weniger leisten. <\/p>\n\n\n\n<p>Dazu geh\u00f6ren sogar die nur teilweise genutzten physischen Infrastrukturkomponenten wie NVMe-Storage oder Grafikkarten, die sich heute vollst\u00e4ndig nutzbar machen lassen m\u00fcssen, gerade weil sie so viel leistungsf\u00e4higer sind als ihre Vorg\u00e4nger. Die Technik daf\u00fcr ist im Entstehen begriffen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die vormals fest verdrahteten physischen Komponenten von Servereinheiten oder Speicher-Arrays lassen sich voneinander entkoppeln und flexibel miteinander kombinieren, um den Anforderungen des jeweiligen Workloads gerecht zu werden. Gartner hat daf\u00fcr den Begriff der Composable Infrastructure geschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: Also ein Blick in die Zukunft.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Failer<\/strong>: Wir spinnen diesen Gedanken aber weiter und finden, dass der Begriff der richtige ist f\u00fcr alle Ebenen ab der Infrastruktur aufw\u00e4rts und erst beim Composable Enterprise endet. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Composable Enterprise kann seine Strukturen und Prozesse auf Basis gekoppelter Anwendungsbausteine, Analysefunktionen und Datenpakete ressourcen- und kostenoptimiert immer wieder neu zusammenstellen und weiterentwickeln und damit widerstandsf\u00e4hig, aber auch schnell und flexibel auf unvorhergesehene Ver\u00e4nderungen inklusive externer Schocks antworten, ohne seine Existenz gef\u00e4hrdet zu sehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Das ist dann Resilienz, Flexibilit\u00e4t und Individualit\u00e4t in einem. Wir liefern mit unserer Plattform die daf\u00fcr n\u00f6tige gemanagte Data Fabric, und dies, wenn das Wortspiel erlaubt ist, nicht nur als Datenschicht, sondern auch als eine Art Datenfabrik. Das ist unser bescheidener Beitrag zur Industrialisierung der IT.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>E-3: Danke f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/2106_Coverstory-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"125\" title=\"Koppeln, harmonisieren, individualisieren\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Download-Coverstory.jpg\" alt=\"Koppeln, harmonisieren, individualisieren\" class=\"wp-image-73569\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Download-Coverstory.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Download-Coverstory-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Download-Coverstory-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Download-Coverstory-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Download-Coverstory-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Download-Coverstory-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Download-Coverstory-960x120.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n<p>[adrotate banner=&#8221;289&#8243;]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Le r\u00e9dacteur en chef d'E-3, Peter M. 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