{"id":162028,"date":"2026-04-10T10:15:00","date_gmt":"2026-04-10T08:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/e3mag.com\/?p=162028"},"modified":"2026-03-30T15:17:50","modified_gmt":"2026-03-30T13:17:50","slug":"hybride-transformation-kontrollierte-evolution-statt-big-bang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/fr\/hybride-transformation-kontrollierte-evolution-statt-big-bang\/","title":{"rendered":"Transformation hybride : une \u00e9volution contr\u00f4l\u00e9e plut\u00f4t qu'un big bang"},"content":{"rendered":"<p>Das Jahr 2026 startete, wie 2025 endete: Unternehmen sind weiterhin dringend gefordert, ihre Prozesse schnell zu digitalisieren, zu automatisieren und gleichzeitig sauber in SAP zu integrieren. Doch in der Praxis zeigt sich immer h\u00e4ufiger, dass diese Transformation nicht zwingend \u00fcber eine radikale Cloud-Migration erfolgen muss. Vielmehr etablieren sich hybride Architekturen, Low-Code-Plattformen und KI-gest\u00fctzte Entwicklung als pragmatischer Weg, Modernisierung und Stabilit\u00e4t miteinander zu verbinden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Cloud-first-and-only-Strategie<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein Blick in viele SAP-Landschaften zeigt ein \u00e4hnliches Bild: Unternehmen stehen unter Druck, der Cloud-first-and-only-Strategie zu folgen und m\u00f6glichst schnell auf SAP S\/4 Hana sowie Cloud-Betriebsmodelle umzusteigen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig k\u00e4mpfen sie mit einer Dauerschleife an Herausforderungen: Dazu z\u00e4hlen unter anderem Legacy-On-Prem-Systeme, die weiterhin gesch\u00e4ftskritisch sind, unterschiedliche Cloud-Strategien (SaaS, S\/4 Hana Cloud, Hyperscaler-Services), Clean-Core-Vorgaben, Datenschutz- und Geopatriierungsanforderungen, Performance- und Latenzthemen und nat\u00fcrlich auch \u00fcberlastete IT-Abteilungen. Die Realit\u00e4t vieler Unternehmen ist daher weniger eine klare Cloud-Welt als vielmehr ein hy-brider \u00dcbergangszustand.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der pragmatische dritte Weg<\/h2>\n\n\n\n<p>Zwischen radikaler Transformation und technologischem Stillstand er\u00f6ffnet sich daher f\u00fcr viele Unternehmen ein dritter Weg: eine kontrollierte Evolution. Dieser Ansatz verfolgt zwei zentrale Ziele: Erstens, den bestehenden ERP-Kern stabil und planbar weiterbetreiben. Zweitens, Innovation gezielt dort umsetzen, wo ein messbarer Mehrwert entsteht.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Praxis bedeutet das: Modernisierung findet side-by-side statt, w\u00e4hrend der SAP-Kern stabil bleibt. Neue Anwendungen, Integrationen und Automatisierungen entstehen au\u00dferhalb des Kernsystems, greifen aber kontrolliert darauf zu. Eine Plattform wie Simplifier Platform \u00fcbernimmt dabei die Rolle einer Orchestrierungsschicht zwischen SAP, Cloud-Services und Fachbereichsanwendungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Von der Plattform zum digitalen Team Interessant wird dieser Ansatz insbeson-dere dann, wenn Low-Code-Plattformen zunehmend mit KI-Unterst\u00fctzung kombiniert werden. Statt einzelner Tools entsteht eine Art digitales Team, das die Umsetzung von Innovation beschleunigt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Vereinfacht gesagt, funktioniert die Plattform wie ein koordiniertes Agenten-System: Ein zentraler Orchestrator analysiert Anforderungen und verteilt die Aufgaben. Spezialisierte Funktionen erstellen Anwendungen, integrieren Systeme oder automatisieren Prozesse, w\u00e4hrend automatisierte Tests kontinuierlich Qualit\u00e4t und Stabilit\u00e4t sicherstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Arbeitsteilung erinnert eher an ein Team aus Spezialisten als an klassische Softwareentwicklung. In der Praxis bedeutet das: Fachbereiche, IT und intelligente KI-Assistenten arbeiten gemeinsam an L\u00f6sungen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Stabiler Kern, flexible Innovation<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Voraussetzung f\u00fcr diesen Ansatz ist ein stabil betriebener ERP-Kern. Hier arbeiten Unternehmen h\u00e4ufig mit spezialisierten Partnern zusammen, die sich auf Betrieb, Basis und Infrastruktur konzentrieren. Ziel ist ein planbarer und sicherer<br>Betrieb des bestehenden Systems \u2013 unabh\u00e4ngig davon, wann eine Migration oder Transformation stattfindet. W\u00e4hrend der Kern stabil l\u00e4uft, kann Innovation in einer entkoppelten Ebene stattfinden. Und genau an dieser Stelle unterst\u00fctzen Low-<br>Code-Plattformen beispielsweise mit Side-by-Side-Erweiterungen, modernen Benutzeroberfl\u00e4chen, mobilen Anwendungen, Integrationen \u00fcber Systemgrenzen hinweg und Prozessautomatisierung. Der entscheidende Vorteil: Der ERP-Kern bleibt unangetastet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Moderne Frontends<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein besonders sichtbarer Modernisierungseffekt entsteht bei den Benutzeroberfl\u00e4chen. Rollenbasierte Anwendungen im Stil moderner Fiori-Interfaces ersetzen h\u00e4ufig Excel-Tabellen, Papierformulare oder manuelle Abstimmungsprozesse. Typische Einsatzbereiche k\u00f6nnen Shopfloor-Anwendungen, Logistikprozesse, Qualit\u00e4ts-Management, Instandhaltung oder auch Genehmigungs-Workflows sein. Hier entstehen h\u00e4ufig schnelle Quick Wins, weil Verbesserungen unmittelbar im Arbeitsalltag der Nutzer sichtbar werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Citizen Development, Governance<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen und IT. Low-Code-Plattformen erm\u00f6glichen es Fachbereichen, Anwendungen selbst zu gestalten. Gleichzeitig beh\u00e4lt die IT weiterhin die Kontrolle \u00fcber Architektur, Integration und Sicherheit. In der Praxis entsteht dadurch eine neue Form der Zusammenarbeit, die sowohl IT-Backlogs als auch Schatten-IT reduziert: Fachbereiche bringen ihr Prozesswissen ein, die IT definiert Governance und Standards, und Plattform sowie KI-Unterst\u00fctzung beschleunigen die Umsetzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Modernisierung findet heute selten ausschlie\u00dflich innerhalb eines einzelnen Systems statt. Viele Prozesse verlaufen \u00fcber mehrere Anwendungen hinweg \u2013 SAP, Cloud-Services, spezialisierte Branchenl\u00f6sungen oder IoT-Plattformen. Entscheidend ist deshalb weniger das einzelne System als vielmehr die Orchestrierung \u00fcber Systemgrenzen hinweg. Low-Code-Plattformen \u00fcbernehmen dabei eine zentrale Rolle: Sie integrieren SAP- und Non-SAP-Systeme, erlauben Prozesslogik \u00fcber mehrere Systeme hinweg, transparente Datenfl\u00fcsse und Audit-Trails f\u00fcr Governance und Compliance.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Orchestrierung statt Infrastruktur<\/h2>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfe Cloud-Transformationsprojekte dauern oft Jahre und entwickeln sich nicht selten teurer als geplant. Ein hybrider Ansatz erlaubt dagegen eine deutlich schnellere Time-to-Value. Neue Anwendungen k\u00f6nnen als MVP entstehen, bestehende Systeme bleiben nutzbar und Transformation findet schrittweise statt. Dadurch reduziert sich auch das Risiko gr\u00f6\u00dferer Systemumstellungen. Die Integration hybrider IT-Landschaften ist heute weniger ein Infrastrukturproblem als vielmehr eine Orchestrierungsaufgabe. W\u00e4hrend viele Anbieter prim\u00e4r \u00fcber Cloud-Migration sprechen, stellt sich f\u00fcr viele Unternehmen eine andere Frage: Wie lassen sich bestehende Systeme modernisieren, ohne ihre Stabilit\u00e4t zu gef\u00e4hrden? Die Antwort liegt h\u00e4ufig nicht in radikalen Big-Bang-Projekten, sondern in einer kontrollierten Evolution: Und genau diese sorgt f\u00fcr einen stabilen Betrieb des ERP-Kerns, flexible Innovation au\u00dferhalb des Kerns, Integration \u00fcber Systemgrenzen hinweg und die Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen, IT und KI-Assistenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder anders formuliert: Nicht der schnelle Weg in die Cloud entscheidet \u00fcber den Erfolg der Digitalisierung \u2013 sondern die F\u00e4higkeit, bestehende Systeme intelligent weiterzuentwickeln. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Low-Code, SAP und k\u00fcnstliche Intelligenz<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Wie Low-Code-Plattformen SAP-Anwendungen schneller entstehen lassen und wie KI dabei als intelligenter Entwicklungsassistent unterst\u00fctzt.<\/strong><br><br><strong>Wie funktioniert Low-Code?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Low-Code-Technologien sind Entwicklungsplattformen, mit denen Anwendungen im SAP-Umfeld mit deutlich reduziertem Programmieraufwand erstellt werden k\u00f6nnen. Statt komplexem Coding erfolgt die App-Entwicklung visuell \u2013 etwa \u00fcber Drag-and-Drop-Oberfl\u00e4chen oder modellbasierte Logik.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was ist der Vorteil im SAP-Umfeld?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Standardfunktionen reichen h\u00e4ufig nicht aus, um individuelle Unternehmens- oder Branchenanforderungen vollst\u00e4ndig abzubilden. Low-Code erm\u00f6glicht Side-by-Side-Erweiterungen f\u00fcr SAP S\/4 Hana, ohne den ERP-Kern zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was bringt Low-Code konkret?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Nutzen zeigt sich unter anderem in einem schnelleren Prototyping, einem vereinfachten Testing und Deployment und einer geringeren Abh\u00e4ngigkeit von klassischen Entwicklerressourcen. Mit entsprechender Schulung k\u00f6nnen Fachbereiche selbst Anwendungen erstellen, etwa Fiori-Apps, Genehmigungs-Workflows oder Formulare zur Datenerfassung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie erg\u00e4nzt k\u00fcnstliche Intelligenz<\/strong> <strong>diese Plattformen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>KI ersetzt dabei nicht die Entwicklung, sondern fungiert als intelligenter Assistent. Auf der Simplifier Platform unterst\u00fctzt k\u00fcnstliche Intelligenz beispielsweise bei:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Workflow-Erstellung<\/li>\n\n\n\n<li>App-Generierung<\/li>\n\n\n\n<li>Integrationskonfiguration<\/li>\n\n\n\n<li>Automatisation des tests<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Der entscheidende Punkt dabei ist, dass der produktive Code weiterhin kontrolliert innerhalb der Plattform entsteht. So kann sichergestellt werden, dass Governance, Security und Datenfluss jederzeit transparent und kontrollierbar bleiben \u2013 w\u00e4hrend die k\u00fcnstliche Intelligenz die Umsetzung deutlich beschleunigt und Entwickler sowie Fachbereiche effizient unterst\u00fctzt. <br><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unternehmen stehen vor der Herausforderung, stabile SAP-Kernsysteme mit der<br \/>\nGeschwindigkeit moderner Entwicklung zu verbinden. 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