{"id":142682,"date":"2024-05-28T07:00:00","date_gmt":"2024-05-28T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=142682"},"modified":"2024-06-03T13:34:16","modified_gmt":"2024-06-03T11:34:16","slug":"hana-doit-etre-cela","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/fr\/hana-doit-etre-cela\/","title":{"rendered":"Hana, est-ce vraiment n\u00e9cessaire ?"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Szenario ist nicht unwahrscheinlich, dass SAP mit Hana in einer Sackgasse landet. Die Weiterentwicklung wird in den kommenden Jahren viele Ressourcen binden, die SAP in den Bereichen KI, Process Mining und f\u00fcr die Business Technology Platform besser verwenden k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Hana ist ein veraltetes Konstrukt und ma\u00dflos \u00fcberteuert. Dem Prinzip von Hana liegt eine \u00fcberholte Rechnerarchitektur zugrunde: Als 2011 Hana entstand, kamen die ersten Hochleistungs-CPUs auf den Markt, der Hauptspeicher (Memory) wurde immer preiswerter und der Festplattenspeicher konstant langsam und fehleranf\u00e4llig, weil mechanisch. Nun die gesamte ERP-Datenbank in den Hauptspeicher des Servers zu laden war aufgrund der Von-Neumann-Rechnerarchitektur logisch und richtig.<\/p>\n\n\n\n<p>John von Neumann (1903 bis 1957) war ein Pionier auf dem Gebiet der Computerarchitektur. Er entwickelte das Konzept eines Rechenkerns (CPU, Central Processing Unit) mit einem verbundenen Speicher, in dem sowohl Programmcode als auch Daten abgelegt sind. Diese Architektur war ein durchschlagender Erfolg. Die Verbindung zwischen CPU und Memory wurde aber zur geschwindigkeitshemmenden Engstelle. Heute spricht man vom Von-Neumann-Flaschenhals.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Professor Hasso Plattner blieb im Von-Neumann-Flaschenhals stecken, denn er versuchte das Geschwindigkeitsdefizit traditioneller Datenbanken lediglich durch den Transfer der Daten von den langsamen Festplatten (Harddisk) in den wesentlich schnelleren Hauptspeicher (Memory) zu kompensieren. Plattner erkannte weder die begonnene Weiterentwicklung der Hardwaretechnik noch stellte er die vorherrschende Computer-architektur infrage. Die SAP-Datenbank Hana ist ein Produkt des Von-Neumann-Flaschenhalses. Hana muss als hoffnungslos veraltet angesehen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4re es Professor Plattner und SAP nur um die Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit gegangen, um dem \u201eR\u201c aus R\/2 und R\/3 letztendlich gerecht zu werden, dann w\u00e4ren etwas Demut und ein paar Jahre zu warten vollkommen ausreichend gewesen. \u201eRealtime\u201c wollten Plattner und SAP jedoch 2011 unmittelbar verwirklichen. Aber noch wichtiger war eine marktpolitische Dimension.<\/p>\n\n\n\n<p>SAP wollte nicht mehr l\u00e4nger die IT-Budgets der Bestandskunden mit den Betriebssystem- und Datenbankherstellern teilen! Ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln w\u00e4re unsinnig und teuer, aber eine eigene Datenbank, um Oracle, IBM und Microsoft zu verdr\u00e4ngen, lag im Bereich des M\u00f6glichen. So entstand Hana!<\/p>\n\n\n\n<p>Und Professor Hasso Plattner hatte Gro\u00dfes vor, in der WiWo schrieb mein Kollege Michael Kroker: [\u2026] hatte der US-Konzern (Oracle) doch bei den Vorg\u00e4ngerversionen von Hana als Lieferant der Daten- banksoftware noch ordentlich an SAPs Erfolg mitverdient. Und so frotzelte Plattner kurz nach der Hana-Einf\u00fchrung \u00f6ffentlich. \u201aIch m\u00f6chte jetzt nicht in der Haut von Larry Ellison stecken. Schlie\u00dflich rast gerade ein G\u00fcterzug namens Hana auf ihn zu.\u2018 Der konterte in Ellison-typischer Manier: \u201aDie m\u00fcssen auf Drogen sein.\u2018\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>In einem sp\u00e4ter produzierten YouTube-Video, in dem Plattner nun Plattner interviewt, wird die Anspielung \u201eDie m\u00fcssen auf Drogen sein\u201c von Larry Ellison nochmals aufgegriffen, siehe auch Coverstory in dieser Ausgabe auf Seite 34. Tatsache ist, dass Hana f\u00fcr keinen anderen Datenbankhersteller zur Gefahr wurde, sehr wohl aber viel Umsatz nun direkt in die Taschen von SAP floss.<\/p>\n\n\n\n<p>Insider vermuten, dass \u00fcber die finale Positionierung von Hana bei SAP viel gestritten wurde. Das Ziel formulierte Professor Hasso Plattner in einem Interview mit WiWo-Redakteur Michael Kroker folgend: \u201eMein letztes Projekt, das ich technologisch bei SAP vorangetrieben habe, war die Hochleistungsdatenbank Hana. Ich hatte die Hoffnung, dass SAP es schafft, Hana ganz an die Spitze dieses Segments zu bringen, weil sie zu der Zeit die mit Abstand beste Datenbank war. Das m\u00fcsste der Markt eigentlich irgendwie honorieren; allerdings hat SAP das nicht ganz geschafft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Offensichtlich wollte Ex-SAP-Technikvorstand Vishal Sikka eine Public-Domain-Version von Hana. Ob nun Hasso Plattner oder das SAP-Management dagegen war, ist nicht bekannt. Tatsache ist jedoch: H\u00e4tte SAP die eigene Datenbank \u00e4hnlich wie das darunterliegende Betriebssystem Linux vermarktet, dann h\u00e4tte SAP auf viele Millionen Euro an Lizenzeinnahmen verzichten m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn Hana nur wenige Informatiker begeistert, viele CFOs der SAP-Bestandskunden aufgrund der doppelten DB-Lizenzgeb\u00fchren verzweifeln, so ist Hana f\u00fcr SAP selbst ein durchschlagender kommerzieller Erfolg. Nun muss sich SAP die ERP-Community nicht mehr mit -Oracle, IBM und Microsoft teilen. Der ganze ERP-Stack ist in der Hand von SAP. Das finale Vendor-Lock-in hat mit Hana und S\/4 den kr\u00f6nenden Abschluss gefeiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob bei einer immer schnelleren IT-Entwicklung die Rechnung jedoch f\u00fcr SAP am Ende des Tages aufgeht, ist ungewiss, weil noch immer das Sprichwort gilt: Schuster, bleib bei deinem Leisten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>La base de donn\u00e9es Hana renforce la position unique de SAP. Les experts parlent aussi de \"vendor lock-in\". \u00c0 court terme, SAP semble \u00eatre un gagnant. A long terme, SAP pourrait lui-m\u00eame se retrouver dans un lock-in.<\/p>","protected":false},"author":2,"featured_media":139010,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"pmpro_default_level":"","footnotes":""},"categories":[7,8,43962],"tags":[],"coauthors":[27825],"class_list":["post-142682","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-meinung","category-editorial","category-mag-24-06","pmpro-has-access"],"acf":[],"featured_image_urls_v2":{"full":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial.jpg",1000,450,false],"thumbnail":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial-400x180.jpg",400,180,true],"medium_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial-768x346.jpg",768,346,true],"large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial.jpg",1000,450,false],"image-100":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial-100x45.jpg",100,45,true],"image-480":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial-480x216.jpg",480,216,true],"image-640":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial-640x288.jpg",640,288,true],"image-720":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial-720x324.jpg",720,324,true],"image-960":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial-960x432.jpg",960,432,true],"image-1168":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial.jpg",1000,450,false],"image-1440":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial.jpg",1000,450,false],"image-1920":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial.jpg",1000,450,false],"1536x1536":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial.jpg",1000,450,false],"2048x2048":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial.jpg",1000,450,false],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial-18x8.jpg",18,8,true],"bricks_large_16x9":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial.jpg",1000,450,false],"bricks_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial.jpg",1000,450,false],"bricks_large_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial.jpg",1000,450,false],"bricks_medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial-600x270.jpg",600,270,true],"bricks_medium_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial-600x450.jpg",600,450,true],"profile_24":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial-24x24.jpg",24,24,true],"profile_48":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial-48x48.jpg",48,48,true],"profile_96":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial-96x96.jpg",96,96,true],"profile_150":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial-150x150.jpg",150,150,true],"profile_300":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Editorial-300x300.jpg",300,300,true]},"post_excerpt_stackable_v2":"<p>Die Datenbank Hana festigt das Alleinstellungsmerkmal von SAP. Experten sagen dazu auch Vendor-Lock-in. Kurzfristig scheint SAP ein Gewinner zu sein. Langfristig k\u00f6nnte SAP selbst in einen Lock-in geraten.<\/p>\n","category_list_v2":"<a href=\"https:\/\/e3mag.com\/fr\/categorie\/avis\/\" rel=\"category tag\">Die Meinung der SAP-Community<\/a>, <a href=\"https:\/\/e3mag.com\/fr\/categorie\/avis\/editorial\/\" rel=\"category tag\">Editorial<\/a>, <a href=\"https:\/\/e3mag.com\/fr\/categorie\/mag-24-06\/\" rel=\"category tag\">MAG 24-06<\/a>","author_info_v2":{"name":"Peter M. 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