{"id":121822,"date":"2023-02-23T11:00:00","date_gmt":"2023-02-23T10:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=121822"},"modified":"2023-02-23T09:08:27","modified_gmt":"2023-02-23T08:08:27","slug":"sinon-sap-disparait","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/fr\/sinon-sap-disparait\/","title":{"rendered":"Sinon, SAP ne sera plus l\u00e0"},"content":{"rendered":"\n<p>Ende Januar fand die traditionelle SAP-Bilanzpressekonferenz statt und dort wurde deutlich: SAP hat nicht nur Probleme, sondern der Konzern agiert erratisch. SAP-Chef Christian Klein k\u00fcndigte die Entlassung von 3000 Mitarbeitern unter anderem aus dem Bereich CRM an, w\u00e4hrend gleichzeitig etwa 1000 Leiharbeiter eines indischen IT-Dienstleisters f\u00fcr Entwicklung und Wartung besch\u00e4ftigt werden, unter anderem f\u00fcr den Support des abgek\u00fcndigten Business ByDesign.<\/p>\n\n\n\n<p>Ende vergangenen Jahres war ich bei Peter Hartmann auf einer CIO-Tagung in der Schweiz. Ich sprach mit zahlreichen IT-Chefs und h\u00f6rte viel Lob zum aktuellen SAP-CRM, das nun wesentlich leistungsf\u00e4higer und besser als Salesforce sein soll. Mit gro\u00dfer \u00dcberraschung habe ich dann die Worte von Christian Klein anl\u00e4sslich der SAP-Bilanzpressekonferenz vernommen: Im Bereich CRM soll Personal eingespart und das CRM-Zusatzprodukt Qualtrics soll verkauft werden. Es klingt wie eine Kapitulation gegen\u00fcber Salesforce genau in dem Moment, in dem Bestandskunden wieder Interesse zeigen.<\/p>\n\n\n\n<p>SAP agiert unter Christian Klein nicht stringent, weil dem jungen Vorstandsteam mit J\u00fcrgen M\u00fcller und Thomas Saueressig die langfristige Erfahrung und Perspektive fehlen. ERP ist anders! Vor vielen Jahren erkl\u00e4rte der damalige CFO des weltgr\u00f6\u00dften Chemieunternehmens BASF, dass die Einf\u00fchrung von SAP R\/3 \u00fcber ein Jahrzehnt dauerte. Einmal gemachte ERP-Entscheidungen reichen sehr weit in die Zukunft. Fehler lassen sich nur \u00fcber viele Jahre beheben.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Anordnungen von Christian Klein wirken erratisch. Aber der SAP-Chef befindet sich in guter Gesellschaft, wie ein Bericht von Spiegel online von Ende Januar betreffend die deutsche Autoindustrie zeigt: \u201eDanach m\u00fcssen Mercedes, Audi und Volkswagen ihre technischen Innovationen dringend vorantreiben, um im Elektrozeitalter ihre globalen Marktanteile nicht zu verlieren. [\u2026] So fehle es weithin noch an einer neuen E\/E-Architektur. Die Bezeichnung steht f\u00fcr so etwas wie stabile Nervenbahnen, die unter der Komplexit\u00e4t elektronisch gesteuerter Funktionen im Auto nicht einknicken. [\u2026] Doch m\u00f6glicherweise ist es dann zu sp\u00e4t. Wie dramatisch die Lage f\u00fcr die deutschen Autobauer ist, hatte Audi-Vertriebsvorst\u00e4ndin Hildegard Wortmann vor einigen Wochen noch einmal bekr\u00e4ftigt: Demnach gebe es eine 50-Prozent-Chance, dass Audi in zehn Jahren noch existiere. Die Herausforderungen f\u00fcr die Autoindustrie seien so gro\u00df, dass noch schnellere \u00c4nderungen n\u00f6tig seien: \u201aSonst sind wir weg vom Fenster.\u2018\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ich fahre einen weit \u00fcber zehn Jahre alten Audi A3. Ich kaufte das Auto mit dem damals teuersten Sound-, Radio- und Navigationssystem inklusive Apple-iPod-Schnittstelle. Wenige Jahre sp\u00e4ter stellte ich fest, dass dieses System nicht updatef\u00e4hig ist. W\u00e4hrend zu dieser Zeit bereits jede Miele-Waschmaschine, jeder Samsung-TV und jedes Smartphone per USB oder anderen Schnittstellen eine neue Firmware aufnehmen konnte, erkl\u00e4rte mir Audi, dass mein Autoradio auch weiterhin die iPod-Musikst\u00fccke nur als internen Zahlencode auf dem Display anzeigen wird. <br><br>Der Mercedes SLK meiner Lebenspartnerin konnte Klartext. Ich behaupte nun, dass Audi immer schon ein erratisches Verh\u00e4ltnis zu Elektronik hatte und der Ursprung der aktuellen Probleme mehr als zehn Jahre zur\u00fcckliegt. Ebenso wird es zehn Jahre dauern, bis sich Verbesserungen einstellen \u2013 dann ist es aber nur noch eine 50-Prozent-Chance, ob Audi noch existiert.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich aktuell mit SAP. Die Industriel\u00f6sung Healthcare wird in einem stetig wachsenden Gesundheitsmarkt nicht ausgebaut und weltweit ausgerollt, sondern abgek\u00fcndigt. Am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam gibt es&nbsp; den Universit\u00e4tscluster Digital Health, weil die Digitalisierung des Gesundheitswesens ein Zukunftsthema ist. Das Innovationsprodukt Business ByDesign wird nicht dem Zeitgeist gem\u00e4\u00df als Open Source wiedergeboren, sondern abgek\u00fcndigt und outgesourct. SAP-CRM und Qualtrics werden nicht harmonisiert und synchronisiert, sondern reduziert und verkauft.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es bleibt nur, das Spiegel-Zitat zu adaptieren: Danach muss SAP die technischen Innovationen dringend vorantreiben, um im Open-Source- und Transformationszeitalter die globalen Marktanteile nicht zu verlieren.So fehlt es bei SAP weithin noch an einer neuen ERP-Architektur. Die Bezeichnung ERP steht f\u00fcr so etwas wie stabile Nervenbahnen, die unter der Komplexit\u00e4t von Industrie 4.0, IoT, Supply Chain und Customer Experience nicht einknicken. Doch m\u00f6glicherweise ist es zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Les choses ne vont pas bien pour SAP. Alors qu'un client existant suisse renomm\u00e9 fait l'\u00e9loge du CRM de SAP, Christian Klein r\u00e9duit le personnel CRM et vend Qualtrics. Cela suffira-t-il pour les prochaines ann\u00e9es ?<\/p>","protected":false},"author":2,"featured_media":4146,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"pmpro_default_level":"","footnotes":""},"categories":[8,42179],"tags":[124,15484,73,42181,8855,236],"coauthors":[27825],"class_list":["post-121822","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-editorial","category-mag-23-03","tag-crm","tag-editorial","tag-erp","tag-mag-23-03","tag-peter-faerbinger","tag-sap","pmpro-has-access"],"acf":[],"featured_image_urls_v2":{"full":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479.jpg",1000,400,false],"thumbnail":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479-400x160.jpg",400,160,true],"medium_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479-768x307.jpg",768,307,true],"large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479.jpg",1000,400,false],"image-100":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479-100x40.jpg",100,40,true],"image-480":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479-480x192.jpg",480,192,true],"image-640":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479-640x256.jpg",640,256,true],"image-720":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479-720x288.jpg",720,288,true],"image-960":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479-960x384.jpg",960,384,true],"image-1168":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479.jpg",1000,400,false],"image-1440":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479.jpg",1000,400,false],"image-1920":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479.jpg",1000,400,false],"1536x1536":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479.jpg",1000,400,false],"2048x2048":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479.jpg",1000,400,false],"trp-custom-language-flag":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479-18x7.jpg",18,7,true],"bricks_large_16x9":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479.jpg",1000,400,false],"bricks_large":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479.jpg",1000,400,false],"bricks_large_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479.jpg",1000,400,false],"bricks_medium":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479-600x240.jpg",600,240,true],"bricks_medium_square":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479-600x400.jpg",600,400,true],"profile_24":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479-24x24.jpg",24,24,true],"profile_48":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479-48x48.jpg",48,48,true],"profile_96":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479-96x96.jpg",96,96,true],"profile_150":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479-150x150.jpg",150,150,true],"profile_300":["https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Editorial-e1699258340479-300x300.jpg",300,300,true]},"post_excerpt_stackable_v2":"<p>Es steht nicht gut um SAP. 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