{"id":8710,"date":"2017-02-01T00:11:49","date_gmt":"2017-01-31T23:11:49","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=8710"},"modified":"2022-02-06T01:08:00","modified_gmt":"2022-02-06T00:08:00","slug":"die-magischen-treppen-im-schloss-sap","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/die-magischen-treppen-im-schloss-sap\/","title":{"rendered":"Die magischen Treppen im Schloss SAP"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr SAP-Lizenzen wie f\u00fcr Schloss Hogwarts gilt: Nur wenige wissen noch, wo\u2019s langgeht. Welche neuen \u00dcberraschungen erwarten SAP-Kunden in Zukunft?<\/p>\n<p>Erkennbar ist auf alle F\u00e4lle ein Trend, der sich seit 2014 ausweitet und immer \u201ekreativere\u201c Formen annimmt: Bestandskunden sehen sich immer h\u00e4ufiger mit unerwarteten Nachk\u00e4ufen konfrontiert.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-3862735811\"><div id=\"great-3493195185\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Gibt es einen Weg \u00fcber die sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernden Treppen im Schloss SAP?<\/p>\n<p>Ja! Indem der k\u00fchne SAM-Manager das Schicksal in die eigenen H\u00e4nde nimmt und sich wappnet.<\/p>\n<h3>1. Treppe: Pauschale f\u00fcr Non-SAP-DB-Nutzung<\/h3>\n<p>Die Pauschale f\u00fcr die Non-SAP-Datenbank-Nutzung (z. B. von Oracle) wurde zun\u00e4chst von 11 Prozent auf 15 Prozent, dann auf 19 Prozent und jetzt auf 22 Prozent erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Eine solche Pauschale zu akzeptieren mag auf den ersten Blick als der einfachste Weg erscheinen, denn dann vermisst Oracle die unter den SAP-Applikationen laufenden Datenbanken nicht.<\/p>\n<p><strong>Experten-Tipp:<\/strong> Kostensparender k\u00f6nnte es allerdings sein, den Datenbank-Vertrag bei SAP zu k\u00fcndigen und direkt zum Datenbank-Anbieter (z.B. Oracle) zu wechseln \u2013 vor allem, wenn ohnehin eine Oracle-Full-Use-Lizenz erforderlich ist (Stichwort: indirekte Nutzung).<\/p>\n<p>Was zun\u00e4chst teurer erscheint, birgt einen entscheidenden Vorteil, denn es gilt, dies im Zusammenhang mit dem unvermeidlichen Wechsel zur Hana-Datenbank zu beachten.<\/p>\n<p>Bei der Migration von zum Beispiel Oracle zu Hana besteht so die M\u00f6glichkeit, Teile der Oracle-Datenbanken zu k\u00fcndigen. So m\u00fcssen nicht beide Datenbanken (Oracle und Hana) die gesamte Zeit der Migration von SAP lizenziert werden: Und das ist langfristig g\u00fcnstiger.<\/p>\n<h3>2. Treppe: SAP-Named-User-Lizenz<\/h3>\n<p>Die Named-User-Lizenzen machen in vielen Unternehmen den gr\u00f6\u00dften Kostenblock aus. Vergleichen wir sie mit einer breiten Marmortreppe, zu der wiederum f\u00fcnf kleinere Wendeltreppen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Wer oben ankommen will, muss fr\u00fchzeitig die richtigen Entscheidungen treffen.<\/p>\n<p><strong>Limited-Professional-User:<\/strong> Diese Treppe ist quasi verschwunden, denn SAP hat diesen rabattierten Lizenztyp namens \u201eSAP Limited-Professional-User\u201c mit der PKL 2014\/4 abgeschafft.<\/p>\n<p>Es blieb den Kunden \u00fcberlassen zu definieren, wie die Einschr\u00e4nkung aussieht, wenn sie diesen g\u00fcnstigen Lizenztyp weiter nachkaufen wollten. F\u00fcr Neukunden wird der Rabatt gar nicht mehr angeboten.<\/p>\n<p><strong>Experten-Tipp:<\/strong> Nutzen Sie in diesem Fall Ihre eigene Leiter! Vereinbaren Sie mit SAP eine individuelle Sondernutzung, die im Idealfall g\u00fcnstiger ist.<\/p>\n<p><strong>Direkte und indirekte Nutzung:<\/strong> Gem\u00e4\u00df den AGBs und PKLs von SAP ben\u00f6tigen Kunden f\u00fcr die Nutzung der SAP-Software ein Nutzungsrecht.<\/p>\n<p>Dabei ist es unerheblich, ob der Zugriff auf die SAP-Software direkt (also z. B. \u00fcber die SAP GUI) oder indirekt (z. B. \u00fcber eine Schnittstelle und eine Drittsoftware) erfolgt.<\/p>\n<p>Bei der indirekten Nutzung liegt es nun beim SAP-Kunden festzustellen, ob der Anwender bereits eine ausreichende Named-User-Lizenz hat oder nicht.<\/p>\n<p>Ist dies nicht der Fall, dann kann der SAP-Kunde f\u00fcr diesen Anwender die sogenannte \u201eSAP-Platform-User\u201c-Lizenz erwerben. Mit dieser Lizenz darf der Anwender \u00fcber beliebige Schnittstellen auf SAP-Software zugreifen und diese nutzen, solange er nicht auch direkt auf die SAP-Software zugreift.<\/p>\n<p>Im Grunde genommen ist diese Forderung der SAP keine neue Treppe. Neu ist seit 2015, dass die SAP diese Lizenz nun auch tats\u00e4chlich von ihren Kunden einfordert.<\/p>\n<p><strong>Experten-Tipp:<\/strong> Die Ermittlung der ben\u00f6tigten Lizenzen f\u00fcr Anwender, die ausschlie\u00dflich \u00fcber Schnittstellen auf SAP-Software zugreifen und diese nutzen, ist aufw\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Zuerst muss festgestellt werden, \u00fcber welche Schnittstellen auf SAP-Systeme zugegriffen wird. Danach muss festgestellt werden, ob auch SAP-Software-Nutzung vorliegt, denn nur daf\u00fcr kann SAP ein Nutzungsrecht verlangen.<\/p>\n<p>Nun ben\u00f6tigt man bei den lizenzpflichtigen Schnittstellen (Add-ons) die Liste der Anwender.<\/p>\n<p>Diese Liste muss man jetzt mit den Anwendern vergleichen, welche bereits eine Named-User-Lizenz in den SAP-Systemen haben.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt darf man dann die Anzahl der ben\u00f6tigten \u201eSAP Platform User\u201c bei der SAP melden und Lizenzen nachkaufen. F\u00fcr die Verwaltung dieser Lizenzen bietet SAP selbst keine L\u00f6sung an.<\/p>\n<p>Dies kann man nur mit einer externen SAP-SAM-L\u00f6sung realisieren. Durch die t\u00e4gliche \u00c4nderung der Nutzung (direkt oder indirekt) sind SAP-Kunden nahezu verpflichtet, eine solche L\u00f6sung einzusetzen.<\/p>\n<p><strong>Developer-User-Lizenz:<\/strong> Die Pr\u00fcfung der vorhandenen SAP-Developer-User-Lizenztypen ist aktuell ein wichtiges Thema f\u00fcr SAP. Die Entwicklungsumgebung muss vermessen werden und SAP verbietet die Vergabe von \u201eDeveloper-Lizenztypen\u201c in der Produktion.<\/p>\n<p>Wenn Sie f\u00fcr die Modifikation von Software keine speziellen SAP-Developer-User-Lizenzen erworben haben und SAP die vergebenen Entwickler-Schl\u00fcssel aus dem Service-Marktplatz mit den vergebenen \u201eDeveloper-Lizenzen\u201c vergleicht, kommen bei Abweichungen m\u00f6glicherweise Nachlizenzierungen auf Sie zu.<\/p>\n<p><strong>Experten-Tipp:<\/strong> Kl\u00e4ren Sie: Wer entwickelt tats\u00e4chlich, f\u00fchrt also Modifizierungen durch oder entwickelt Add-ons?<\/p>\n<p>Admin-Mitarbeiter brauchen keine SAP-Developer-User-Lizenz, nur weil sie die Workbench ausf\u00fchren. Pr\u00fcfen Sie, ob es Admins gibt, die eine \u201eDeveloper-Lizenz\u201c haben, aber keine ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p><strong>Technische Accounts:<\/strong> Ein technischer Account ist schnell mal als kostenpflichtiger \u201eDialog-Benutzertyp\u201c angelegt, obwohl dieser eigentlich vom Benutzertyp \u201eService\u201c, \u201eSystem\u201c oder \u201eKommunikation\u201c sein sollte.<\/p>\n<p>Bei der Benutzerklassifizierung schaut SAP inzwischen genau hin. Ist ein Lizenztyp f\u00e4lschlicherweise bei einem Account vom Benutzertyp \u201eDialog\u201c eingetragen worden, berechnet die USMM\/LAW genau den Lizenztyp, der eingetragen wurde. Das kann teuer werden.<\/p>\n<p><strong>Experten-Tipp:<\/strong> Achten Sie darauf, alle technischen Accounts genau zu pr\u00fcfen und gegebenenfalls umzuklassifizieren (den richtigen Benutzertyp w\u00e4hlen). Ohne ein magisches Hilfsmittel kommen Sie hier aber nicht weiter.<\/p>\n<p><strong>SAP-Test-Lizenzen:<\/strong> Auch ein beliebtes Thema f\u00fcr SAP, denn erfahrungsgem\u00e4\u00df haben Unternehmen viele Test-Lizenzen in der Produktion. Inzwischen achtet SAP verst\u00e4rkt darauf, da dies gem\u00e4\u00df aktueller PKL nicht erlaubt ist (das sah fr\u00fcher noch anders aus).<\/p>\n<p>Wenn jeder dieser Accounts in der Produktion kostenpflichtig wird, kann das teuer werden.<\/p>\n<p><strong>Experten-Tipp:<\/strong> Analysieren Sie, ob die Test-Accounts \u00fcberhaupt genutzt werden. H\u00e4ufig ist das n\u00e4mlich nicht der Fall.<\/p>\n<p>Erstellen Sie eine Liste aller Test-Accounts \u2013 und zwar VOR der Vermessung! \u2013 und lassen Sie sich diese von SAP best\u00e4tigen.<\/p>\n<h3>3. Treppe: NetWeaver Foundation for Third Party Applications<\/h3>\n<p>\u201eIndirekte Nutzung\u201c \u2013 ein Zauberwort f\u00fcr SAP, f\u00fcr Kunden vermutlich das Unwort des Jahres 2015. Die Definition in der PKL 2016\/2 hat die Verwirrung noch vergr\u00f6\u00dfert.<\/p>\n<p>Kaum jemand versteht noch, was mit \u201edirektem Datenbankzugriff auf SAP-Anwendungsdaten\u201c gemeint ist. Bei der n\u00e4chsten Vertragsverhandlung sollte man als Kunde auf jeden Fall mit dem Thema rechnen.<\/p>\n<p><strong>Experten-Tipp:<\/strong> Kl\u00e4ren Sie: Welche Third-Party-Applikation greift \u00fcber eine Schnittstelle auf welche SAP-Anwendungsdaten zu? Wie viele Benutzer nutzen diese Applikation?<\/p>\n<p>Hier sind eine Vertragsanalyse sowie System- und Nutzungsanalyse unverzichtbar, um das maximale finanzielle Risiko zu ermitteln.<\/p>\n<p>Die abschlie\u00dfende juristische Pr\u00fcfung sollte bewerten, ob eine Urheberrechtsverletzung vorliegt oder nicht.<\/p>\n<p>Pro Non-SAP-Applikation ist jeder SAP-Kunde somit selbst gefordert, das Lizenzrisiko zu ermitteln. Ein Tool wie License Control for SAP von Aspera kann bei der Analyse einen Unterschied in Millionenh\u00f6he ausmachen.<\/p>\n<p>So oder so \u00e4hnlich k\u00f6nnte es immer weitergehen im Schloss SAP.<\/p>\n<h3>Was kommt als N\u00e4chstes?<\/h3>\n<p>Gewiss ist: Die Vertragsverhandlungen mit SAP werden nicht einfacher.<\/p>\n<p>Die Nachzahlungen f\u00fcr Bestandskunden steigen, obwohl sich an ihrer SAP-Nutzung oft nichts ge\u00e4ndert hat.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Kunden best\u00e4ndig nach Compliance streben, verfolgt SAP konsequent ambitionierte Umsatz- und Produktstrategie-Ziele \u2013 darin liegt das Spannungsfeld.<\/p>\n<p>Und so befinden sich die meisten SAP-Kunden erst am Anfang ihrer Heldenreise und die Situation scheint aussichtslos: der Gegner zu stark, der Held noch unge\u00fcbt.<\/p>\n<p>Doch dank Vorbereitung und der Hilfe eines Mentors \u2013 eines SAM-Experten und\/oder Juristen \u2013 kann er das Blatt wenden.<\/p>\n<p>So herrscht er am Ende nicht nur wieder in seinem eigenen Reich, er spart auch noch Geld, ist ein gleichwertiger Verhandlungspartner und erntet die Anerkennung seiner Firma. Er muss sich nur daf\u00fcr entscheiden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/partners\/aspera-gmbh\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Die magischen treppen im schloss sap\" class=\"aligncenter wp-image-11356 size-full\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-Aspera.jpg\" alt=\"https:\/\/e3mag.com\/partners\/aspera-gmbh\/\" width=\"1000\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-Aspera.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-Aspera-768x86.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-Aspera-100x11.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-Aspera-480x54.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-Aspera-640x72.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-Aspera-720x81.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/CI-Aspera-960x108.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Finanziert die SAP ihre neue Strategie durch versteckte Preiserh\u00f6hungen bei Bestandskunden? 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