{"id":8665,"date":"2017-02-01T00:05:13","date_gmt":"2017-01-31T23:05:13","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=8665"},"modified":"2022-02-06T00:43:34","modified_gmt":"2022-02-05T23:43:34","slug":"stunden-der-code-doctors","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/stunden-der-code-doctors\/","title":{"rendered":"Stunden der Code-Doctors"},"content":{"rendered":"<p>Es ist vor allem der bereitgestellte Busi\u00adness-Content, der die SAP-Standardsoftware bei SAP-Kunden so begehrlich gemacht hat und nach wie vor macht. Es ist aber auch die M\u00f6glichkeit, SAP-Software zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Und zwar in der Art zu ver\u00e4ndern, wie es die individuellen Business- und Prozessnotwendigkeiten (Intellectual Property, kurz: IP) zur Abbildung in der Software erfordern.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-3573988706\"><div id=\"great-153576977\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n<p>Dabei kann es sich um kleinere Programm\u00e4nderungen oder -erweiterungen handeln, wie etwa die Erg\u00e4nzung um eine Telefonnummer in einem Report.<\/p>\n<p>Dies k\u00f6nnen aber auch praktisch komplett neu erstellte beziehungsweise von Entwicklern geschriebene Funktionskomponenten zur Unterst\u00fctzung respektive Abwicklung firmenspezifischer, teils sehr fein granularer und wettbewerbsdifferenzierender Business-Prozesse sein, wie etwa eine umfangreiche Ersatzteilemanagement-L\u00f6sung oder eine Branchenapplikation f\u00fcr die Qualit\u00e4tssicherung.<\/p>\n<h3>Custom Code<\/h3>\n<p>So wurde im Laufe der letzten \u00fcber 20 Jahre weltweit ein immenses Volumen an sogenanntem Custom-Code basierend auf Programmierlogikmethoden bei oder von SAP-Kunden erzeugt.<\/p>\n<p>Dieser Programm-Code inklusive der hinterlegten Regeln oder Logiken erwecken letztendlich die vielen, vielen SAP-Transaktionen zum Leben, die f\u00fcr ein Funktionieren einer SAP-Software in einem Unternehmen verantwortlich sind.<\/p>\n<p>Kreiert wurde derlei Custom-Code vor allem mittels Abap-Programmierung (Abap-Coding). Wobei es sich bei Abap um eine Programmiersprache (oder bei der Abap-Workbench um eine Entwicklungsumgebung) handelt, die sowohl unstrukturierte, strukturierte wie auch objektorientierte Programmierung erlaubt.<\/p>\n<p>Praktisch t\u00e4glich kommt nach wie vor neuer Custom-Code hinzu. Zehn Millionen Code-Zeilen, aber auch schon mal das Doppelte allein bei einem Unternehmen sind keine Seltenheit.<\/p>\n<p>Gro\u00df ist die Schar an SAP-Anwendungsentwicklern allemal. Konzerne besch\u00e4ftigen mitunter Hunderte von SAP-Programmentwicklern. Und auch bei einer mittelst\u00e4ndischen Firma kann eine Anwendungsentwickler-Division eine Mannschaft von 15 oder 20 SAP-Programmierern umfassen.<\/p>\n<p>Selbst ein wenig tiefer Blick in ein SAP-System oder in einen SAP-Source-Code eines Unternehmens stellt praktisch sofort den erzeugten Custom-Code dar.<\/p>\n<p>Hierbei kann es sich um drei unterschiedliche Transaktionstypen handeln. Zum einen um sogenannte z-Transaktionen und zum anderen um y-Transaktionen.<\/p>\n<p>Daneben gibt es Programme samt Transaktionen mit einem eigenen Namensraum (statt z oder y), meist mit einer Firmenbezeichnung, die nebenbei bemerkt bei SAP anzumelden oder zu registrieren sind.<\/p>\n<h3>Test unter Hana<\/h3>\n<p>Der Kundenbedarf, genau diesen oder jenen kreierten Custom-Code langfristig nutzen zu k\u00f6nnen, liegt auf der Hand. Auch in der SAP-On-Hana-Welt; beim Einsatz von S\/4 Hana, Suite on Hana (SoH), BW on Hana oder etwa dem neuen BW\/4 Hana.<\/p>\n<p>Dazu ist es erforderlich, eben den besagten Custom-Code samt verwendeten oder hinterlegten Programmregeln zu analysieren, f\u00fcr die neue Hana-Datenbank-(DB-)Welt vereinfacht ausgedr\u00fcckt zu pr\u00e4parieren, mittels einer Conversion zu \u00fcberf\u00fchren und zu testen.<\/p>\n<p>Zur Unterst\u00fctzung stellt SAP sogenannte Hana-Code-Compliance-Regeln (Informationen dazu beispielsweise in den SAP-Notes 1912445, 2251947) samt Anleitungen mit Checklisten zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Diese Art von Therapienotwendigkeiten liegt im DB-Architekturwechsel begr\u00fcndet, den SAP mit Hana realisiert hat. Vereinfacht ausgedr\u00fcckt funktioniert die Hana-Code-Verarbeitung gem\u00e4\u00df einer spaltenorientierten DB-Tabellen-Verarbeitung inklusive Regeln technisch anders als bei einer Any-DB (DB2, Microsoft, Oracle) mit Zeilen-\/Spaltenorientierung inklusive Indizes \u2013 n\u00e4mlich bei Aufrufen\/Verarbeitung nicht vorsortiert.<\/p>\n<p>Dieser Begebenheit ist Rechnung zu tragen, mittels Programmierzus\u00e4tzen oder Zuweisungen, die einzuf\u00fcgen sind. Hier gibt es \u201eMust-Dos\u201c, ansonsten l\u00e4uft ein System auf der neuen Architektur schlicht nicht.<\/p>\n<p>Wichtig ist zudem: Um den Hana-Umfang oder die -Vorteile zu nutzen, sollten auch diverse Source-Code-Verbesserungen umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Da derlei Optimierungen manuell kaum beziehungsweise sehr, sehr schwer handelbar sind, wird es fast unm\u00f6glich, sie h\u00e4ndisch durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Dazu z\u00e4hlen zum Beispiel: eine Optimierung zus\u00e4tzlicher Source-Code-Konstrukte, um die Vorteile der Hana-Datenbank auszunutzen; Performanceoptimierungen etwa mittels Push-Down-Regeln; oder: dass Teile der Businessfunktionalit\u00e4t auf der DB-Ebene (Filtern, Sortieren etc.) ausgef\u00fchrt wird respektive l\u00e4uft \u2013 und nicht auf dem Applikations-Layer.<\/p>\n<p>Ob und wie sich der vorhandene Custom-Code (z- und y-Transaktionen sowie Transaktionen mit eigenem Namensraum) nach einer Conversion Hana-seitig auch so verh\u00e4lt wie gew\u00fcnscht, h\u00e4ngt jedoch stets von mehrerlei Begebenheiten ab.<\/p>\n<p>Mitunter sind sehr tiefe Source-Code-Analysen erforderlich, um eine erfolgreiche Code-Therapie umzusetzen.<\/p>\n<p>Denn: nur im Source-Code liegt faktisch die Wahrheit.<\/p>\n<p>Und: Wer ohne Code-Therapie einen On-Hana-Einsatz startet, l\u00e4uft Gefahr, dass die Programme nach einem Umstieg auf ein On-Hana-System wie etwa S\/4 Fehler aufweisen.<\/p>\n<p>Schlicht formuliert: Die Programmteile in einem SAP-On-\u00adHana-System auf der Basis von Custom-Code funktionieren hier und da nicht mehr wie gehabt, mit teils frappierenden negativen Auswirkungen auf das Business.<\/p>\n<p>Nach den aktuellen Erfahrungen nimmt die notwendige durchzuf\u00fchrende \u00c4nderung oder Umstellung einer Code-Zeile f\u00fcr einen Code-Experten\/ SAP-Entwickler in etwa zehn Minuten in Anspruch.<\/p>\n<p>Wie viele Code-Zeilen-\u00c4nderungen im Rahmen einer Conversion\/Migration durchzuf\u00fchren sind, h\u00e4ngt nat\u00fcrlich vom Einzelfall ab.<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnen 20, 200 oder auch 20.000 \u00c4nderungen sein. In aller Regel handelt es sich um Massen\u00e4nderungsarbeiten. Was logischerweise einen entsprechenden Ressourceneinsatz, Zeit und Kosten erfordert.<\/p>\n<p>Bei gr\u00f6\u00dferen \u00c4nderungsarbeiten treten Code-Factories oder Off-Shore-Programmiereinheiten in Aktion.<\/p>\n<p>Bei derlei \u00c4nderungsarbeiten macht nat\u00fcrlich Automatisierung mittels Software Sinn. Und zwar nicht nur, um den zeitlichen Aufwand oder die Kosten zu minimieren, sondern auch, um eine gleichbleibend hohe Qualit\u00e4t sowie eine entsprechende Prozesssicherheit zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Stunden der code-doctors\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8689\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/code.jpg\" alt=\"code\" width=\"646\" height=\"435\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/code.jpg 646w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/code-100x67.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/code-480x323.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/code-640x431.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 646px) 100vw, 646px\" \/><\/h3>\n<h3>Automatisierung<\/h3>\n<p>Da\u00adr\u00fcber hinaus k\u00f6nnen mittels Automatisierung Optimierungen realisiert werden.<\/p>\n<p>Idealerweise stellt ein derartiges Conversion-Tool eine entsprechende Analysefunktionalit\u00e4t zur Verf\u00fcgung, mit der Aufw\u00e4nde\/Meilensteine exakt abgesch\u00e4tzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Gleichfalls muss es in der Lage sein, mit den von SAP bereitgestellten Werkzeugen wie etwa Code Inspector oder SQL-Monitor zusammenzuarbeiten und diese zu erg\u00e4nzen beziehungsweise zu erweitern.<\/p>\n<p>Mit dem Code Inspector beispielsweise ist es m\u00f6glich, SAP-Repository-Objekte zu pr\u00fcfen. Und zwar nach verschiedenen Kriterien. So etwa hinsichtlich Performance, Syntax, Security oder der Einhaltung von Namenskonventionen.<\/p>\n<p>Ebenso l\u00e4sst das Werkzeug die Suche nach Abap-Worten (sogenannte Tokens) zu. Anschlie\u00dfend stellt der Code Inspector Fehlermeldungen oder Warnhinweise zur Verf\u00fcgung oder listet diese auf.<\/p>\n<p>Es ist ein generisches Tool, das sich recht einfach den spezifischen Begebenheiten anpassen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Auch sollte ein Conversion-Tool auf einer Art Metamodell basieren, das es m\u00f6glich macht, l\u00fcckenlos jede Zeile Code zu finden, zu lesen, zu untersuchen und den Code entsprechend den Erfordernissen automatisch zu \u00e4ndern. Sodass sich am Ende des Tages ein Error-Free-Code f\u00fcr die On-Hana-Nutzung verwenden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Nach den Erfahrungen bei internationalen Konzernen sowie bei mittelst\u00e4ndischen Firmen ist es durch den Einsatz des ausgefeilten und sehr leistungsf\u00e4higen Tools for SAP Custom-Code m\u00f6glich, selbst gro\u00dfe On-Hana-Conversions in einem Zeitraum von einer bis maximal zwei Wochen zu realisieren \u2013 und zwar inklusive technischer Integrationstests und bereit zur Abnahme durch Endbenutzer.<\/p>\n<p>Enduser testen die Funktionalit\u00e4t nach einer Conver\u00adsion in aller Regel nicht vollumf\u00e4nglich. Die Praxis zeigt, dass sich hierbei Kunden auf die Kerngesch\u00e4ftsprozesse konzentrieren.<\/p>\n<p>Wenn es Fehlerraten gibt, dann liegen diese im Promillebereich. Zeigen sich systematische Fehler, werden diese im Metamodell ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Betroffene Code-Zeilen lassen sich anschlie\u00dfend durch die Automatisierung schnell abermals generieren und die Fehlerbeseitigung ist erfolgt.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus stellt das Werkzeug Features zur Verf\u00fcgung, mit denen ein Code optimiert werden kann. Und zwar bis hin zur Analyse, ob sich ein Custom-Code in den SAP-Standard \u00fcberf\u00fchren l\u00e4sst oder, wie bereits ausgef\u00fchrt, ob ein vorhandener Code minimiert oder (vom Applikation- in den DB-Layer) verlagert werden kann, um ein Hana-System in puncto Performance zu verbessern.<\/p>\n<p>Nach den Erfahrungen schlummert in SAP-Systemen Code, der nicht genutzt wird und der \u2013 nach Pr\u00fcfung \u2013 eliminiert werden kann. Dieser existierende ungenutzte Code kann demnach am gesamten existierenden Code in einem System bis zu 60 Prozent ausmachen.<\/p>\n<p>Dieser Umstand l\u00e4sst sich als \u201etechnische Schuld\u201c bezeichnen. Diese technische Schuld hat sich meist durch eine ineffiziente Entwicklung respektive Custom-Code-Erzeugung bei zahlreichen SAP-Kunden \u00fcber die Zeit hinweg aufgebaut und steigt nach wie vor.<\/p>\n<p>Im Zuge einer On-Hana-Conversion tut man gut daran, diese konsequent abzubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim On-Hana-Systemumstieg sind SAP-Bestandskunden mit erzeugtem Custom-Code angehalten, diese Programmdaten unter die Lupe zu nehmen und anzupassen. 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