{"id":75102,"date":"2021-07-19T08:00:00","date_gmt":"2021-07-19T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=75102"},"modified":"2024-07-24T14:46:07","modified_gmt":"2024-07-24T12:46:07","slug":"augen-auf-bei-der-lieferantenwahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/augen-auf-bei-der-lieferantenwahl\/","title":{"rendered":"Augen auf bei der Lieferantenwahl"},"content":{"rendered":"\n<p>Am Thema Nachhaltigkeit kommt kein Unternehmen mehr vorbei. Von gesetzlicher Seite aus w\u00e4chst der Druck, Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange zu ber\u00fccksichtigen, die Menschenrechte zu achten und die Korruptionsbek\u00e4mpfung zu unterst\u00fctzen. <\/p>\n\n\n\n<p>Beispiele daf\u00fcr sind die CSR-Richtlinie (Corporate Social Responsibility) der EU, die von den gro\u00dfen kapitalmarktorientierten Unternehmen regelm\u00e4\u00dfige Nachhaltigkeits-berichte einfordert, sowie der European Green Deal, der die Unternehmen in der EU bis 2050 zu klimaneutralem Wirtschaften verpflichtet.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-373211783\"><div id=\"great-1049155663\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Hinzu kommt, dass sich das Nachhaltigkeitsengagement f\u00fcr die Unternehmen selbst in barer M\u00fcnze auszahlt. Zahlreiche Studien belegen, dass damit die Innovationskraft und Produktivit\u00e4t gesteigert sowie Wettbewerbsvorteile generiert werden k\u00f6nnen. Bei den Verbrauchern gilt schon l\u00e4ngst nicht mehr nur \u201eHauptsache, g\u00fcnstig!\u201c \u2013 das zeigt sich nun \u00e4hnlich in der B2B-Welt, also den Gesch\u00e4ftsbeziehungen zwischen Unternehmen. L\u00e4ngst flie\u00dft die Nachhaltigkeit auch als Indikator in die Bewertung der Finanzm\u00e4rkte ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit zahlreichen Schnittstellen zu internen und externen Partnern ist der Einkauf ein zentraler Schl\u00fcssel f\u00fcr die nachhaltige Gestaltung der Lieferkette. Damit er dieser Rolle gerecht werden kann, muss er von seinen Lieferanten die Einhaltung definierter Standards f\u00fcr Umweltschutz, Gesch\u00e4ftsethik, Arbeitsbedingungen und Menschenrechte verlangen. <\/p>\n\n\n\n<p>Bereits 2014 haben dies vierzehn der weltweit gr\u00f6\u00dften Automobilkonzerne erkannt und ihre Zulieferer auf eine Charta f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit verpflichtet. Durch die zunehmende Klima-erw\u00e4rmung und die sich h\u00e4ufenden Wirtschaftsskandale hat sich das Problem seither zugespitzt. Dennoch haben es viele Unternehmen bis heute vers\u00e4umt, eine klar definierte Nachhaltigkeitsstrategie in ihr Warengruppen-, Sourcing- und Lieferantenmanagement zu integrieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einkauf als zentraler Schl\u00fcssel<\/h3>\n\n\n\n<p>Dies liegt vor allem daran, dass das Thema \u00e4u\u00dferst komplex ist und bei den Eink\u00e4ufern noch viele Unsicherheiten erzeugt. Daher sollte das Top-Management schleunigst die Initiative ergreifen und eine klare Orientierung bieten: Es gilt, eine \u00fcbergeordnete CSR-Strategie zu entwickeln, die den individuellen Nachhaltigkeitsrisiken eines Unternehmens Rechnung tr\u00e4gt. <\/p>\n\n\n\n<p>Damit erh\u00e4lt auch der Einkauf eine Basis, um verbindliche \u00f6kologische und soziale Anforderungen an die Zulieferer zu formulieren und durch verf\u00fcgbare Industriestandards und Vorschriften zu untermauern. Gerade im Bereich strategischer Produkte und Lieferanten sollten die definierten Anforderungskriterien als Auswahlma\u00dfstab f\u00fcr jede Einkaufsentscheidung herangezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tools durchforsten das Internet<\/h3>\n\n\n\n<p>Doch wie k\u00f6nnen die einkaufenden Unternehmen sichergehen, dass die Lieferanten tats\u00e4chlich so nachhaltig wirtschaften, wie es ihren CSR-Anforderungen entspricht? Einen innovativen L\u00f6sungsansatz bieten Plattformen, die ein 24\/7-Monitoring der Zulieferer in Echtzeit erm\u00f6glichen. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese Tools sch\u00f6pfen t\u00e4glich aus Millionen von Informationsquellen weltweit und werten dabei Milliarden an Nachrichten aus, die \u00fcber einen Lieferanten im Internet zug\u00e4nglich sind: von Social Media und Influencer-Blogs \u00fcber Nachrichtenmagazine bis hin zu Verlautbarungen von internationalen Beh\u00f6rden, NGOs, Experten und eigenen Mitarbeitern. Treten dabei Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten oder Reputationsrisiken zutage, werden die Unternehmen automatisch informiert und k\u00f6nnen sich direkt nach alternativen Lieferanten umschauen: Inte-grierte KI-Funktionen helfen bei der Suche nach Alternativen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Um den Eink\u00e4ufern noch mehr Transparenz zu erm\u00f6glichen, setzen viele Plattform-Anbieter zus\u00e4tzlich Frageb\u00f6gen zur Selbstauskunft der Lieferanten ein. Gleichzeitig werden deren Nachhaltigkeitszerti-fikate in einer Datenbank gesammelt. Andere Anbieter erstellen Ratings mit Kennzahlen zu den CSR-Leistungen der Zulieferer, die bei der Identifizierung und Umsetzung von Verbesserungspotenzialen helfen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">CO2-Fu\u00dfabdruck im Visier<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Wir unterst\u00fctzen Unternehmen jeder Gr\u00f6\u00dfe und aller Branchen dabei, die CO2-Emissionen ihrer betrieblichen Abl\u00e4ufe und ihrer Lieferketten bis hinab auf die Ebene einzelner Produkte zu ermitteln, indem wir die entsprechenden Funktionen in unsere zentralen Unternehmenssoftwaresysteme integrieren<\/em>\u201c, erl\u00e4uterte SAP-Chef Christian Klein Ende April dieses Jahres. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit dem World Business Council for Sustainable Development und anderen Vordenkern werden wir gemeinsam nach neuen M\u00f6glichkeiten suchen, wie Unternehmen Daten zum \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck ihrer Produkte erfassen und ihren Kunden und Verbrauchern zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nnen. Damit profitieren sie von echten Wettbewerbsvorteilen und leisten zugleich einen Beitrag zur weltweiten Dekarbonisierung<\/em>.\u201c Einer davon ist ClimatePartner, L\u00f6sungsanbieter f\u00fcr den Klimaschutz in Unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>ClimatePartner konzentriert sich auf die klimarelevanten Aspekte von CO2-Emissionen und unterst\u00fctzt Einkaufsorganisationen bei der Auswahl klimaneutraler Lieferanten und Produkte. Daf\u00fcr arbeitet das Beratungshaus direkt mit den Zulieferfirmen zusammen und hilft ihnen im Rahmen eines Labeling-Verfahrens, ihre CO2-Emissionen zu berechnen und zu reduzieren, etwa durch Recycling, weniger Materialverbrauch oder Nutzung von \u00d6kostrom. Unvermeidbare Emissionen werden \u00fcber anerkannte Klimaschutzprojekte kompensiert. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Lieferanten das ClimatePartner-Label \u201eKlimaneutrales Produkt\u201c und eine eindeutige ID zur Nachverfolgung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Einkaufenden Unternehmen bietet dieses Labeling-System den Vorteil, dass sie klimaneutrale Produkte in ihren Beschaffungskatalog aufnehmen und dem operativen Einkauf tagesaktuell zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nnen. Sie brauchen keine eigenen Recherchen zu betreiben und haben doch vollst\u00e4ndige Transparenz \u00fcber die CO2-Emissionen der eingekauften Waren. <\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen die Eink\u00e4ufer Klimaschutzprojekte ausw\u00e4hlen und ihre Zulieferer auffordern, die Klimaneutralit\u00e4t in die Produkte einzupreisen. Damit ist es m\u00f6glich, von diesen Lieferanten klimaneutrale Waren einzukaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unternehmen mit dem Ziel der Ressourcenschonung durch Abfallvermeidung k\u00f6nnen die Gesch\u00e4ftsprozesse hinsichtlich \u00f6kologischer Aspekte durchleuchten. So kann zum Beispiel ein Indikator f\u00fcr den CO2-Aussto\u00df festgelegt werden, der sich dann auf dem Weg zum umweltbewussteren Unternehmen als Vergleichswert heranziehen l\u00e4sst. \u201e<em>Die Welt ver\u00e4ndert sich\u201c, sagt Stefan Luckert, Leiter des Bereichs Services Sustainability Solutions bei SAP. \u201eWir m\u00f6chten ganzheitliche L\u00f6sungen anbieten, die Firmen auf allen Etappen hin zu nachhaltiger Unternehmensf\u00fchrung unterst\u00fctzen.<\/em>\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Integration in SAP-basierten Einkauf<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit diesem Fokus auf dem Produc\u2013t Carbon Footprint empfahl sich ClimatePartner als idealer Partner f\u00fcr Apsolut, Spezialist f\u00fcr die SAP-basierte Beschaffung sowie zertifizierter SAP- und Ariba-Partner. So waren die Apsolut-Beratungsteams in den vergangenen Jahren verst\u00e4rkt gefordert, SAP-basierte Einkaufsorganisationen bei der Umsetzung von \u201eGreen Procurement\u201c und \u201eSustainable Procurement\u201c zu unterst\u00fctzen. <\/p>\n\n\n\n<p>Da sich diese Aufgabe mit den herk\u00f6mmlichen SAP- und Ariba-Einkaufssystemen aktuell noch nicht l\u00f6sen l\u00e4sst, vergr\u00f6\u00dferte Apsolut das vorhandene \u00d6kosystem Schritt f\u00fcr Schritt um spezialisierte CSR-L\u00f6sungsanbieter. So kann die SAP-Systemwelt um zahlreiche innovative Tools wie die oben beschriebenen erweitert werden, um die Nachhaltigkeitsbem\u00fchungen der Lieferanten zu \u00fcberwachen, zu \u00fcberpr\u00fcfen und zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel ist das Katalogmanagement mit SAP Ariba. Werden bei der Erstellung von Produktkatalogen Informationsattribute wie der Product Carbon Footprint und die Klimaneutralit\u00e4t im System hinterlegt, erh\u00e4lt der Einkauf Klarheit \u00fcber das \u00f6kologische Engagement eines Lieferanten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei zahlt es sich aus, dass langj\u00e4hriges SAP- und Ariba-Know-how mit Prozess- und Industriekompetenzen kombiniert werden. Damit ist in jedem Kundenprojekt gew\u00e4hrleistet, dass genau diejenigen Tools in die SAP-Systemumgebung eingebunden werden, mit denen sich die Nachhaltigkeitsanforderungen einer Einkaufsorganisation individuell erf\u00fcllen lassen. Die Kunden wiederum profitieren von einem L\u00f6sungspaket aus einer Hand, das einfach zu handhaben ist und gro\u00dfe Sicherheit bietet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Thema muss Chefsache werden<\/h3>\n\n\n\n<p>Obwohl der Einsatz von Monitoring- und Rating-Tools ein wichtiger Schritt zu einem nachhaltigen Einkauf ist, m\u00fcssen die Unternehmen zus\u00e4tzlich strukturelle Weichen stellen. So sollte das Lieferantenmanagement zur Chefsache gemacht und in einer eigenen Organisation abgebildet werden, die direkt an das C-Level berichtet. <\/p>\n\n\n\n<p>Denn nur durch eine Abgrenzung zur klassischen Einkaufsabteilung ist gew\u00e4hrleistet, dass das Thema Nachhaltigkeit nicht durch die \u00fcblichen Kostenargumente ausgebremst wird. Wo es um Umweltschutz, Arbeitsethik und Menschenrechte geht, kann nicht mehr l\u00e4nger nur der Preis ma\u00dfgeblich f\u00fcr eine Einkaufsentscheidung sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem k\u00f6nnen mit einem separat aufgestellten Lieferantenmanagement die Ressourcen wirksamer geb\u00fcndelt und eingesetzt werden, die f\u00fcr die Auswahl und Betreuung nachhaltiger Lieferanten erforderlich sind. Dazu z\u00e4hlt, dass sich die Lieferantenmanager regelm\u00e4\u00dfig auch vor Ort \u00fcber das Nachhaltigkeitsengagement einer Zulieferfirma informieren: Wie gestalten sich die Arbeitsbedingungen in der Produktion, werden die Umweltschutzbestimmungen eingehalten? F\u00fcr den Fall, dass reale Besichtigungen einmal nicht m\u00f6glich sind, sollte das Recht auf virtuelle Werksrundg\u00e4nge unbedingt in die Lieferantenvertr\u00e4ge aufgenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2106_absolut_E_web.pdf\">PDF (auf <\/a><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2106_absolut_E_web_1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Englisch<\/a><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/2106_absolut_E_web.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachhaltiges Wirtschaften beginnt im Einkauf. Wer k\u00fcnftig im Wettbewerb bestehen will, muss sich bereits bei der Lieferantenauswahl an \u00f6kologischen und sozialen Aspekten orientieren. 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