{"id":71084,"date":"2021-01-28T12:00:00","date_gmt":"2021-01-28T11:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=71084"},"modified":"2022-08-20T12:00:05","modified_gmt":"2022-08-20T10:00:05","slug":"erfolgsfaktor-scm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/erfolgsfaktor-scm\/","title":{"rendered":"Erfolgsfaktor SCM"},"content":{"rendered":"\n<p>Erfolgreiche E2E-Konzepte einer industriellen Lieferkette beruhen auf mehreren Parametern, die meist gleichzeitig G\u00fcltigkeit haben, dennoch auch widerspr\u00fcchlich sein k\u00f6nnen. Ist Harmonie oder Agilit\u00e4t der Vortritt zu \u00fcberlassen?<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eERP Systeme f\u00fcr internationale Unternehmen mit nur einer Installation haben immense Vorteile hinsichtlich Harmonisierung von Prozessen, l\u00e4nder\u00fcbergreifender Finanztransparenz und Prozessintegration\u201c<\/em>, erkl\u00e4rt zu Beginn des E-3 Gespr\u00e4chs J\u00fcrgen L\u00f6hle, Unternehmensinhaber des SAP-Partners Consilio. Aber es gibt Grenzen, warnt er: <\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-2305202362\"><div id=\"great-2943727627\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p><em>\u201eMit zunehmender Unternehmens- und somit Systemgr\u00f6\u00dfe geht die Agilit\u00e4t, d. h. die schnelle Anpassung auf Ver\u00e4nderungen jedoch etwas verloren. SAP hat dies erkannt und passt seine Architektur z. B. mit Cloud L\u00f6sungen an, um Ver\u00e4nderung einfacher einflie\u00dfen zu lassen. So verf\u00fcgt SAP mit dem Integrated Business Planning \u00fcber ein Supply-Cain-Planungstool, das eng an das ERP gekoppelt ist jedoch auch schnell auf Grund ver\u00e4nderter Marktbedingungen und Erfahrungen angepasst werden kann, ohne den Kern des ERP Systems umbauen zu m\u00fcssen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Voraussetzung f\u00fcr jegliche Supply Chain Excellence sind jedoch Industrie-Erfahrung, Prozess-Know-know und die F\u00e4higkeit eines Beraters die individuellen Kundenbed\u00fcrfnisse zu erkennen und seine L\u00f6sungskonzept an diese anpassen zu k\u00f6nnen. Zu den Anforderungen und Herausforderungen rund um SCM z\u00e4hlen Smart Factory, Automatisierung, k\u00fcnstliche Intelligenz oder Robotik. <\/p>\n\n\n\n<p>Was die verwendeten Techniken angeht, kennt die IT-Entwicklung keine Grenzen. Es ist ein evolution\u00e4rer Weg und kein disruptives Customizing. Basierend auf dieser Erkenntnis entstand in den vergangenen Jahren SAP-basiertes Integrated Business Planning, das jahrzehntelanges Wissen aus den Bereichen Disposition, Logistik und Supply Chain in sich tr\u00e4gt und fortlaufend, dynamisch weiterw\u00e4chst. Erfolg beruht im SCM-Bereich auf Optimierung.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDie Corona-Krise hat die Schwachstellen in den weltweiten Lieferketten offengelegt. In der Folge wird nun das Supply Chain Management vielerorts \u00fcberdacht. Es gibt einige Stellschrauben, an denen gedreht werden kann\u201c<\/em>, schreibt Annette Speck in der Buchrezension: Neustart f\u00fcr das Supply Chain Management? Verlag Springer Fachmedien, Wiesbaden: Kooperationsplattformen f\u00fcr das Supply Chain Management Gestaltungsempfehlungen f\u00fcr die kooperative Koordination der Supply Chain von Ronald Poppe (ISBN: 978-3-658-16368-6).<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile sehen offenbar auch zahlreiche Industrie-Unternehmen Verbesserungsbedarf, meint Annette Speck und zitiert die Studie \u201eNeustart nach dem Shutdown 2020\u201c der Unternehmensberatung Staufen. Ausgel\u00f6st durch die unterbrochenen Wertsch\u00f6pfungsketten wollen die Befragten k\u00fcnftig vor allem zus\u00e4tzliche Lieferanten suchen und ihre Lieferketten st\u00e4rker steuern. Dar\u00fcber hinaus planen 36 Prozent den Aufbau von Lagerbest\u00e4nden, ein Viertel strebt eine gr\u00f6\u00dfere Fertigungstiefe an. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Lohle-1030x613.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-71085\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>\u201eInternational vernetzte Lieferketten werden auch in Zukunft die Produktion bis hin zur Distribution bestimmen. Die verschiedenen Prozesse werden k\u00fcnftig aber noch st\u00e4rker aufeinander abgestimmt\u201c<\/em>, glaubt Thomas Schl\u00f6sser, Senior-Partner von Staufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die zunehmende Komplexit\u00e4t in den Griff zu bekommen, seien eine intelligente Steuerung aller teilnehmenden Partner in der Prozesskette n\u00f6tig sowie eine kooperativere Netzwerkstruktur. Au\u00dferdem m\u00fcsse die Wertsch\u00f6pfungskette ganzheitlich betrachtet werden, was auch ein netzwerkorientiertes Risikomanagement beinhalte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Innovation und Optimierung<\/h3>\n\n\n\n<p><em>\u201eEine SCM-Optimierung kann meist nicht mit einem einmaligen Projekt abgeschlossen werden\u201c<\/em>, wei\u00df David Reibnegger, Partner und seit 2008 bei Consilio aus seiner beruflichen Praxis. <\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDer Hauptaufwand der Prozessanalyse, Prozessgestaltung, Customizings etc. liegt sicher im initialen Projekt. Jedoch wird meist aufgrund des Risikos und der Komplexit\u00e4t der Planungsprobleme nicht jeder Aspekt einer SCM-Optimierung gleichzeitig angegangen.\u201c <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich ergeben sich immer f\u00fcr alle Beteiligte entsprechende Lernkurven oder \u00c4nderungen durch externe Einfl\u00fcsse wie Marktver\u00e4nderungen. Damit wird Continuous Improvement notwendiger.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Erfolg einer SCM-Optimierung kann sicher nicht an einzelnen Punkten festgemacht werden, sondern ist ein Zusammenspiel aus etlichen Faktoren wie Software, IT-Architektur und der Erfahrung der handelnden Personen auf Kunden- und Beratungsseite. <\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eSollen signifikante Verbesserungen erzielt werden, wie z. B. Bestands- und Durchlaufzeitreduzierungen, erh\u00f6hte Lieferf\u00e4higkeit, so gen\u00fcgt es nicht, nur eine neue Softwarel\u00f6sung zu implementieren z. B. alle Ressourcen als finite Engp\u00e4sse zu betrachten\u201c,<\/em> warnt J\u00fcrgen L\u00f6hle im E-3 Gespr\u00e4ch und er verweist auf die vielen wichtigen Details:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eEs muss vielmehr der Materialfluss und Wertstrom exakt analysiert, Bevorratungsebene und -h\u00f6hen \u00fcberpr\u00fcft sowie Losgr\u00f6\u00dfenverfahren und deren Parameter ver\u00e4ndert werden.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es stellt sich somit die Frage, wie weit ist eine SCM-Optimierung generisch und kann unter anderem als Template angeboten werden, oder ist eine Lieferkette im Vergleich zur Buchhaltung extrem individuell? Hier antwortet David Reibnegger: <\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIm Rahmen der SCM-Optimierung gibt es viele Aspekte, die sich gut als Template oder Best Practices anbieten lassen, weil sie bei sehr vielen Kunden \u00e4hnlich zu handhaben sind, wie z. B. die Absatzplanung oder eine grobe periodenbasierte Supply Chain Planung f\u00fcr Produktion, Einkauf und Distribution.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Je feiner man aber z. B. in die einzelnen Produktionsplanungsprobleme hineingeht, umso gr\u00f6\u00dfere Unterschiede gibt es von Branche zu Branche und auch zwischen Unternehmen der gleichen Branche, teilweise bis hin zu unterschiedlichen Maschinengegebenheiten \u2013 somit ist vielleicht nicht jede Lieferkette individuell, aber ein Template pro Branche oder Best Practices, die ggf. nochmal kundenspezifisch angepasst wird, w\u00e4re ein guter Kompromiss zwischen Standardisierung und Individualit\u00e4t.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Projekte beginnen nicht auf der sprichw\u00f6rtlichen, gr\u00fcnen Wiese. In der ERP\/ECC-Welt wurden bekannterweise einige Abap-Modifikationen und Z-Funktionen durchgef\u00fchrt. Wie gehen die Kunden und Consilio mit diesem Thema um und wie lauten die technischen L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten zum Z-Namensraum und Abap-Modifikationen? <\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eAuf Managementebene besteht der Wunsch nach dem SAP-Standard, ohne Modifikationen und Erweiterungen\u201c,<\/em> wei\u00df J\u00fcrgen L\u00f6hle aus zahlreichen Kundengespr\u00e4chen. <\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWir als Consilio unterst\u00fctzen diesen Ansatz, allerdings sind in Unternehmen auch Modifikationen und Erweiterungen entstanden, die ein sehr viel effizienteres Arbeiten der Fachabteilung erm\u00f6glichen als mit SAP-Standard. Oftmals bestehen diese Ineffizienzen auch unter S\/4 weiter. Wir analysieren daher sehr genau im Rahmen von S\/4-Transformationen m\u00f6glichst wenige Modifikationen und Erweiterungen zu \u00fcbernehmen, ohne aber Effizienz zu verlieren. Auf diese Weise halten wir den S\/4-Code im Standard und erm\u00f6glichen somit, dass das ERP System leichter anpassbar und wartbar wird.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ja, mach nur einen Plan<\/h3>\n\n\n\n<p>Ohne gleich das Zitat von Bertold Brecht aus der Dreigroschenoper zu w\u00f6rtlich zu nehmen:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eJa mach nur einen Plan, sei nur ein gro\u00dfes Licht, und mach dann noch \u00b4nen zweiten Plan, gehen, tun sie beide nicht\u201c<\/em>. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Erfahrung zeigt, dass SCM wesentlich individueller und agiler aufschl\u00e4gt als ein Buchhaltungs- oder HCM-System, somit stellt sich nat\u00fcrlich immer wieder die Frage nach dem spezifischen Customizing. Consilio hat f\u00fcr den S\/4-Hana-Conversion-Kunden Hymer ein eigenes Modul zur Absatzplanung geschrieben, warum? Consilio-Partner Reibnegger:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIm Rahmen eines Proof of Concepts wurden die Anforderungen f\u00fcr eine S&amp;OP Planung mit Integrated Business Planning abgeglichen. APO DP wurde aufgrund der Abk\u00fcndigung durch SAP nicht mehr betrachtet. IBP hat die grunds\u00e4tzliche Planungsanforderungen sehr gut abgedeckt, tats\u00e4chlich stand wesentlich mehr Funktionalit\u00e4t zur Verf\u00fcgung als Hymer ben\u00f6tigt hat. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Lediglich in der Integration hin um SAP Vehicle Management System und die Integration ins PP\/DS h\u00e4tten Anpassungen vorgenommen werden m\u00fcssen. Bei einer Kosten-Nutzenbetrachtung wurde jedoch klar, dass der Business Case sich nicht rechnet und eine eigenentwickelte SAP-Cloud-L\u00f6sung wirtschaftlicher war. Aktuell k\u00f6nnte die Entscheidung eventuell anders ausfallen, da SAP mit dem neuen Lizenzmodell f\u00fcr IBP besser abschneiden w\u00fcrde.\u201c<\/em> Aber auch IT-Leben ist Ver\u00e4nderung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Herausforderungen beginnen schon bei der Wahl des Migrationswegs, d.h. soll ein Brownfield, Greenfield oder X-Field Ansatz gew\u00e4hlt werden? Mittelst\u00e4ndische Unternehmen mit kurzen Entscheidungswegen und pragmatischen Vorgehensweisen f\u00e4llt die Entscheidung meist leichter als Gro\u00dfunternehmen mit mehreren Milliarden Umsatz, Werken und Buchungskreisen im hohen zweistelligen Bereich und umfassenden SAP-Systemlandschaften. <\/p>\n\n\n\n<p>Letztendlich kann jedoch mit ein paar wenigen Fragestellungen und Zielvorgaben eine Roadmap ausgearbeitet werden. Kritisch ist oftmals die mangelnde Bereitschaft in der Fachabteilung und auch teilweise in der IT \u201cetwas neu zu machen\u201d oder umzudenken ist oftmals sehr schwierig und bedarf Fingerspitzengef\u00fchl. Und wie erlebte Hymer die Conversion?<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eBei Hymer war die Entscheidung f\u00fcr die S\/4 Conversion relativ einfach\u201c,<\/em> berichtet David Reibnegger.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eHymer nutzte ECC nur im Bereich FI\/CO und f\u00fcr die Ersatzteilabwicklung mit SD und WM. Das Kerngesch\u00e4ft von Hymer noch im ECC umzusetzen damit es dann nach S\/4 konvertiert werden muss, w\u00e4re kein sinnvoller Weg gewesen. Die eigentliche Conversion war im Vergleich zur Umsetzung des Kerngesch\u00e4ftes in S\/4 ein Kinderspiel. Neue Funktionalit\u00e4ten wurden in der Conversion nicht umgesetzt, es wurden nur die zwingend erforderlichen Anpassungen, Simplifications, gemacht. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Nach der Conversion wurde die S\/4-Einf\u00fchrung des Kerngesch\u00e4fts der Entwicklung, Produktion und Beschaffung von Fahrzeugen und der notwendigen Teile mit Funktionalit\u00e4ten im Sales, Produktion, Logistik und Planungsumfeld umgesetzt. Dabei wurden neue zur Verf\u00fcgung stehende Funktionalit\u00e4ten im SD, MM, PP und PP\/DS Umfeld in einem Greenfield-Vorgehen eingef\u00fchrt. Da es sich hierbei um eine Neueinf\u00fchrung handelte und die Conversion als vorgelagerter Schritt durchgef\u00fchrt worden ist, kann dies mit einer klassischen SAP-Neuimplementierung verglichen werden.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>SAP-Bestandskunden die eine Tradition und Erfahrung mit R\/3, APO und nun ERP\/ECC 6.0 haben und zeitnah ein optimiertes SCM brauchen \u2013 sollen diese Anwender zuerst auf Hana und S\/4 migrieren? <\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eEs gibt viele Migrationspfade und eine Migration des SAP ERP\/ECC auf S\/4 Hana ist keine Voraussetzung f\u00fcr eine Optimierung der Supply Chain Planung mit IBP\u201c<\/em>, erkl\u00e4rt J\u00fcrgen L\u00f6hle die unterschiedlichen Aufgabenstellungen.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Unter dem jungen SAP-Chef Christian Klein zusammen mit seinen motivierten Vorstandsmitgliedern hat der ERP-Weltmarktf\u00fchrer eine erstaunliche Entwicklung eingeschlagen. Das Produkt-Know-how und die Qualit\u00e4t stehen wieder im Vordergrund und Klein will diese Richtung weiter ausbauen und die besten Produkte f\u00fcr die SAP-Bestandskunden entwickeln. Mit IBP, Hana, S\/4 und PP\/DS stehen herausfordernde Werkzeuge und SW-L\u00f6sungen zur Verf\u00fcgung. Wie reagiert die SAP-Community auf diese Angebote? Sind die L\u00f6sungen ad\u00e4quat f\u00fcr die aktuellen Bed\u00fcrfnisse der SAP-Bestandskunden? <\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDer hohe Innovationszyklus der SAP mit den neuen Produkten und L\u00f6sungen ist nach Gespr\u00e4chen und bisherigen Erfahrungen mit Kunden sehr positiv anzusehen\u201c, berichtet David Reibnegger aus der SAP-Community. SAP hat wie viele andere APS-Anbieter diese L\u00f6sung in einem zus\u00e4tzlichen System, dem APO, angeboten. Dies war jedoch von der IT-Architektur und Integration sehr aufwendig und hat viele Unternehmen abgeschreckt. \u201eWir sehen jetzt einen klaren Trend, dass Bestands- aber vor allem auch Neukunden die integrierte Produktionsplanungsl\u00f6sung, ePP\/DS, nutzen\u201c,<\/em> erkl\u00e4rt David Reibnegger. <\/p>\n\n\n\n<p>Gerade in der aktuellen Zeit mit stark schwankender Nachfrage zeigt sich, dass mit einer konventionellen Produktionsplanung eine schnelle Reaktionsf\u00e4higkeit nicht m\u00f6glich ist. Auch mit der aATP bietet SAP jetzt eine im S\/4 Hana integrierte Verf\u00fcgbarkeitspr\u00fcfung an, die im Markt sehr gut ankommt und eine Vielzahl von neuen Funktionen anbietet. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch IBP ist eine L\u00f6sung, die am Markt sehr gut ankommt, um die Unternehmensplanung von einer Vertriebsplanung, Absatzplanung, Produktionsprogrammplanung, Finanzplanung, bis hin zu einer Liquidit\u00e4tsplanung fit f\u00fcr die Zukunft und die ge\u00e4nderten Marktbedingungen zu machen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">ePP\/DS versus APO<\/h3>\n\n\n\n<p>Bestimmte L\u00f6sungen, wie PP\/DS oder globale ATP, sind aus einem zentralen APO in das neue S\/4 Hana gewandert. Dazu meint J\u00fcrgen L\u00f6hle: <\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDiesen Punkt muss man tats\u00e4chlich differenziert betrachten. In einem Konzern trifft man oftmals auf eine SAP-Architektur mit mehreren ERP-Systemen. Dies wird wohl auch mit S\/4 noch der Fall sein wenn auch in reduziertem Umfang. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Konzerne mit 100 Milliarden Euro oder mehr Umsatz werden wohl kaum auf ein zentrales S\/4-System setzen, sondern weiterhin mehrere nach Regionen oder Branchen organisierte Produktivsysteme einsetzen. In diesem Umfeld sind Side-by-Side-Systemarchitekturen f\u00fcr Advanced Planning Systeme wie APO passend. Von diesen Unternehmen wird auch der Ruf laut nach einer dezentralen \u2013 side-car \u2013 APS-L\u00f6sung im S\/4.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>SAP hat hier auch reagiert und wird \u2013 wie die Roadmap zeigt \u2013 ein S\/4-PP\/DS als side-car anbieten. Bei mittelst\u00e4ndischen Unternehmen im niedrigen einstelligen Milliarden Umsatzbereich und darunter mit einem produktiven System ist die Freude \u00fcber das embedded PP\/DS zur Produktionsoptimierung und Feinplanung gro\u00df. Die L\u00f6sung kann sehr einfach \u00fcber das Customizing aktiviert werden und die relevanten Objekte \u2013 Materialien, Arbeitspl\u00e4tze, etc. \u2013 mit einem einfachen Schalter in die erweiterte Planung \u00fcbernommen werden.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>MES, SCM, Logistik sind endlich ein zentrales Thema geworden. J\u00fcrgen L\u00f6hle zieht daraus den Schluss: <\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eSAP deckt die Anforderungen mit dem S\/4 Hana ERP System und den enthaltenen neuen Funktionalit\u00e4ten wie dem embedded PP\/DS f\u00fcr die Produktionsfeinplanung und Optimierung, der advanced Verf\u00fcgbarkeitspr\u00fcfung, aATP, oder auch dem Extended Warehouse Management und den bestehenden L\u00f6sungen im S\/4 wie MM, PP, SD, etc. sowie dem IBP, f\u00fcr die Supply Chain Planung den Markt sehr umfassend ab.\u201c <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Somit haben Unternehmen einen immensen Werkzeugkasten, aus dem sie sich bedienen k\u00f6nnen und SAP dominiert hier den Markt. Der MES-Markt ist noch sehr viel heterogener als der ERP Markt bis hin zu kompletten Eigenentwicklungen von Anwendungsunternehmen. Oftmals haben Unternehmen auch noch kein MES an ihr ERP System angebunden, um den Shop Floor zu integrieren. Im Rahmen von Industrie 4.0 und der Digitalisierung erkennen viele Unternehmen, dass sie hier noch L\u00fccken schlie\u00dfen m\u00fcssen und den Shop Floor mit den ERP Systemen integrieren m\u00fcssen. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber J\u00fcrgen L\u00f6hle wei\u00df, dass SAP eine Reihe von Systemen und Services bietet, die eine Erfassung, Weiterverarbeitung und Auswertung der Maschinendaten schnell und einfach erm\u00f6glichen. Die Planung liefert Daten, die f\u00fcr eine optimale Koordination von Ressourcenplanung und Produktionsausf\u00fchrung erforderlich sind. Sie deckt alle Aspekte des Fertigungszyklus vom Produktionsauftrag bis zur Auftragserf\u00fcllung und dar\u00fcber hinaus ab. <\/p>\n\n\n\n<p>Die SAP Manufacturing Excecution L\u00f6sung besteht aus ME \u2013 Manufacturing Execution, MII \u2013 Manufacturing Intelligence und Integration und der Digital Manufacturing Cloud. \u201cSAP Manufacturing ist eine leistungsstarke, skalierbare Fertigungsl\u00f6sung von der Maschinen- und Werksebene bis auf Unternehmensebene. Mit ihrer Hilfe k\u00f6nnen Hersteller ihre Fertigungs- und Produktionsvorg\u00e4nge verwalten und steuern\u201c, betont L\u00f6hle abschlie\u00dfend.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\" https:\/\/e3mag.com\/partners\/consilio-gmbh\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"112\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/CI-Banner-1.jpg\" alt=\"Erfolgsfaktor scm\" class=\"wp-image-71213\" title=\"Erfolgsfaktor scm\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/CI-Banner-1.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/CI-Banner-1-768x86.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/CI-Banner-1-100x11.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/CI-Banner-1-480x54.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/CI-Banner-1-640x72.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/CI-Banner-1-720x81.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/CI-Banner-1-960x108.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/21-02_Coverstory_E-3_Magazin-Februar.pdf\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"125\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory.jpg\" alt=\"Download Coverstory\" class=\"wp-image-37442\" title=\"Erfolgsfaktor scm\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Download-Coverstory-960x120.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Austausch von Wissen, Waren und Werten geh\u00f6rt zu den Grundpfeilern unserer Gesellschaft. Erfolgreiche Lieferketten sind Basis f\u00fcr wirtschaftliches Handeln. Das Streben nach konsistenten E2E-Konzepten, End-to-End, einer vernetzten B2B2C-Wirtschaft, Business-to-Business-to-Consumer, verdeutlicht den Erfolgsfaktor Supply Chain Management. 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