{"id":70976,"date":"2021-01-13T14:01:10","date_gmt":"2021-01-13T13:01:10","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=70976"},"modified":"2022-08-21T19:49:37","modified_gmt":"2022-08-21T17:49:37","slug":"der-weg-zum-s-4-masterplan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/der-weg-zum-s-4-masterplan\/","title":{"rendered":"Der Weg zum S\/4-Masterplan"},"content":{"rendered":"\n<p>S\/4HANA erschlie\u00dft den Unternehmen neue Technologien und Konzepte, wie z. B. simplifizierte Datenmodelle, cloudbasierte Apps, k\u00fcnstliche Intelligenz, In-Memory-Echtzeit-Analysen und vieles mehr. Diese sollen den Gesch\u00e4ftserfolg in einer rapide zunehmenden digitalen Zukunft sichern. Der Weg in die sch\u00f6ne neue Welt kann aber auch ein steiniger sein, denn es gibt einige Punkte zu beachten, damit das Projekt auch zum gew\u00fcnschten Erfolg wird. Ein Masterplan und dessen Evaluierung sind dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">S\/4-Umstieg \u2013 Planung ist das A und O<\/h3>\n\n\n\n<p>Es ist offensichtlich, dass der Umstieg auf S\/4 ein komplexes Projekt ist, vergleichbar mit dem Bau eines Hauses. Man w\u00fcrde nicht im Traum daran denken, ein solches Unterfangen ohne Plan zu beginnen. In der IT kann dies schon mal anders aussehen, da hier die Aufw\u00e4nde f\u00fcr einen (Fehl-)Start, \u00fcberspitzt ausgedr\u00fcckt, nur die Downloadzeit der aktuellen Software\u00adversion ben\u00f6tigen. Auch SAP selbst weist deshalb ausdr\u00fccklich darauf hin, dass ein Evaluierungsprojekt erforderlich ist, bevor der eigentliche Umstieg erfolgt.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-3743810800\"><div id=\"great-3889450129\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Analog zum Hausbau k\u00f6nnen erforderliche Anpassungen, die erst w\u00e4hrend der Projektumsetzung erkannt werden oder schlichtweg vergessen wurden, zu erheblichen Mehrkosten und Laufzeitverl\u00e4ngerungen f\u00fchren. Im schlimmsten Fall k\u00f6nnen bestimmte Korrekturen nachtr\u00e4glich nicht mehr erfolgen und so bleiben Chancen des Umstiegs ungenutzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fragestellungen f\u00fcr Ihren Masterplan<\/h3>\n\n\n\n<p>Neben sicher bekannten Punkten, wie der Kompatibilit\u00e4t von Coding (Custom Code Migration), Implementierung der CVI (Customer-Vendor-Integration) oder der Notwendigkeit, auf Unicode umgestellt zu haben, helfen Ihnen folgende Fragestel\u00adlungen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Welcher der zu Verf\u00fcgung stehenden Migrationsans\u00e4tze ist f\u00fcr Ihr System optimal und machbar?<\/li><li>Wie kann ich meine Ziel-Systemgr\u00f6\u00dfe optimal gestalten, sowohl im Bereich des Produktivsystems als auch in den nicht produktiven Systemen?<\/li><li>Welche Applikationen belasse ich im ERP, welche lagere ich aus (z. B. HCM, EWM)?<\/li><li>Wie baue ich eine Systemlandschaft auf, die gleichzeitig gr\u00f6\u00dfere \u00c4nderungen (S\/4-Version-Upgrade) erlaubt und trotzdem in Notf\u00e4llen korrekturf\u00e4hig ist?<\/li><li>Wie sch\u00fctze ich sensible Daten in Testsystemen vor unbefugtem Zugriff?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kritischer Erfolgsfaktor: Evaluierung<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine vorgelagerte Evaluierung ist, nachdem der Plan erstellt ist, der n\u00e4chste Schritt zum Projekterfolg. Ein aussagekr\u00e4ftiger Test kann aber nur mit dem eigenen System\u00adstand erfolgen. Die Stolpersteine einer S\/4HANA Conversion liegen gerade in kundenspezifischen Entwicklungen, Modifikationen des SAP-Standards, ggf. vorhandenen Datenqualit\u00e4tsproblemen oder genutzten Add-ons begr\u00fcndet. Die SAP kann in Ihren S\/4-Migrations-Routinen eben nicht jede besondere Konstellation vorhersehen und ber\u00fccksichtigen. Darum ist es wichtig, mit einem Abbild des eigenen Systems zu testen, um genau diese Stolpersteine zu identifizieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Lars-Fuchs-Epiuse-1030x544.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-70983\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kosten der Evaluierung unter Kontrolle halten<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Evaluierungsprojekt kann viele wichtige Erkenntnisse f\u00fcr die \u00dcberpr\u00fcfung und den Feinschliff der eigenen Planung bringen, aber es kann mit erheblichen Kosten verbunden sein. Sie k\u00f6nnen diese Kosten unter Kontrolle halten, indem Sie die Kostentreiber kennen und diese in Ihrem Masterplan ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wichtiger Faktor sind dabei die Kosten f\u00fcr S\/4HANA-\u00adkompatible Infrastruktur, denn es wird speziell zertifizierte Hardware ben\u00f6tigt. Durch die In-Memory-Technologie, bei der die Datenhaltung der HANA DB im Arbeitsspeicher erfolgt, ben\u00f6tigen diese Systeme den ann\u00e4hernd identischen Arbeits- wie auch Plattenspeicher. Dies ist der Kostenpunkt, den es zu kontrollieren gilt. <\/p>\n\n\n\n<p>Wer es z. B. schafft, seine Datenbank von 3 Tera\u00adbyte auf 500 GB zu reduzieren, der spart Hardwarekosten in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von 75 bis 80 Prozent. Aber wie kann dies erreicht werden? Ein Bestandteil dessen ist die sorgf\u00e4ltige Analyse des eigenen Datenbestands, um Verkleinerungspotenziale zu identifizieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Es \u00fcberrascht oft, welche Datenmengen an \u00c4nderungsbelegen, alten IDOCS, aber auch Applikationsdaten von ganzen Buchungskreisen, die schon l\u00e4ngst nicht mehr in Nutzung sind, unn\u00f6tig vorgehalten werden. Neben der Gr\u00f6\u00dfe und damit verbundenen Kosten ist die Bedeutung dieser Daten aus Datenschutzperspektive (DSGVO) ein Faktor, den es zu ber\u00fccksichtigen gilt. Hier k\u00f6nnen ebenfalls Synergien im Kontext des S\/4-Umstiegs erzielt werden, wenn im Zuge des Projektes sensible Altdaten bereinigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Um dieses zu bew\u00e4ltigen, ist die Verwendung von leistungsf\u00e4higen Testdaten-Tools notwendig. Gegen\u00fcber einer Standard-System- oder Mandantenkopie k\u00f6nnen z. B. durch Zeitschnitte oder Buchungskreisfilter die Datenbankgr\u00f6\u00dfe der Alt- und Testsysteme erheblich reduziert oder sensible Datenbest\u00e4nde maskiert werden. Wichtig ist hierbei jedoch, dass die verkleinerten Systeme und maskierten Daten immer noch konsistent sind (Belegketten vollst\u00e4ndig und z. B. maskierte Bankdaten stimmig). Ein solches Toolset ist beispielsweise die Data Sync Manager Suite von EPI-USE Labs.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Vorgehen f\u00fchrt zur Erkenntnis, welche tats\u00e4chliche Systemgr\u00f6\u00dfe beim Umstieg auf S\/4 zu erwarten ist. Entsprechend ist es von Vorteil, die neue S\/4-Hardware erst zu beschaffen, wenn die konkrete Zielgr\u00f6\u00dfe feststeht. Ein cloudbasiertes Sandbox-System ist hier von Vorteil, da schnell verf\u00fcgbar und flexibel. Wichtig: Es m\u00fcssen aber Ihre Daten und Kundespezifika f\u00fcr einen aussagekr\u00e4ftigen Test enthalten sein. Eine Model Company Sandbox erf\u00fcllt dieses Kriterium nicht, sondern ist eher geeignet, um sich mit den neuen S\/4-Referenzgesch\u00e4ftsprozessen vertraut zu machen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Synergien der Evaluierung f\u00fcr S\/4-Projekt und -Betrieb<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Aufwand, der nun in das Evaluierungsprojekt und ggf. in die Implementierung eines Toolset flie\u00dft, ist keinesfalls nur f\u00fcr selbiges anzusehen. Das Vorgehen kann genauso im sp\u00e4ter folgenden Konvertierungsprojekt und im Betrieb der Systemlandschaft angewandt werden und schafft dort ebenfalls Vorteile.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein reibungslos laufender und kosteneffektiver Aufbau von Testsystemen ist offensichtlich ein wesentlicher Vorteil f\u00fcr eine erfolgreiche S\/4 Conversion. Je farbenfroher der gew\u00e4hlte Ansatz ist (egal ob Gr\u00fcn, Blau, Braun oder doch eine andere Farbe), desto wahrscheinlicher ist die Anwendung eines iterativen Vorgehens hin zur Produktivmigration. Jede Iteration bedingt dabei einen Neu\u00adaufbau der Testlandschaft als Vorbereitung des n\u00e4chsten Testzyklus.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den sp\u00e4teren Betrieb ist es ebenfalls von immensem Vorteil, wenn Sie Ihre Test- und Sandboxsysteme \u2013 durch eine Gr\u00f6\u00dfenreduktion auf kleiner skalierten S\/4-Instanzen \u2013 betreiben k\u00f6nnen, ohne dabei Kompromisse in der Testdatenqualit\u00e4t einzugehen. Auch die Maskierung von sensiblen Daten ist l\u00e4ngst gesetzlich vorgeschrieben und nicht optional.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine sorgsame Planung unter Zuhilfenahme effektiver Tools ist der Schl\u00fcssel zum Erfolg sowohl bei der S\/4HANA Conversion als auch beim Hausbau. Einen allgemeing\u00fcltiger Masterplan, der alle individuellen Bed\u00fcrfnisse abdeckt, gibt es nicht. Daf\u00fcr sind die Industrien und Branchen der SAP-Anwenderunternehmen zu vielf\u00e4ltig und spezifisch. Die genannten Evaluierungspunkte sind universell anwendbar, somit f\u00fchrt Sie der Masterplan zu Ihrem Projekterfolg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr viele Unternehmen ist der Umstieg auf die vierte Generation der SAP ERP Suite S\/4HANA das wichtigste und zugleich kritischste IT-Projekt, mit dem sie sich konfrontiert sehen. 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