{"id":70862,"date":"2021-02-02T08:00:00","date_gmt":"2021-02-02T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=70862"},"modified":"2025-01-20T15:22:52","modified_gmt":"2025-01-20T14:22:52","slug":"it-und-business-agilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/it-und-business-agilitaet\/","title":{"rendered":"IT- und Business-Agilit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<p>Digitalisierung, Strukturwandel, Coronapandemie \u2013 wie nie zuvor sind Gesch\u00e4ftsleitungen gefordert, ihr Unternehmen und Gesch\u00e4ftsmodell an sich schnell \u00e4ndernde Bedingungen und Umst\u00e4nde anzupassen. Agilit\u00e4t hei\u00dft das Zauberwort, das die Anpassungsf\u00e4higkeit und -geschwindigkeit ausdr\u00fcckt und erh\u00f6hen soll, um die Widerstandskraft gegen\u00fcber externen Schocks zu steigern. Zu den beliebtesten Unternehmensstrategien f\u00fcr mehr Agilit\u00e4t z\u00e4hlen zurzeit Zuk\u00e4ufe und Fusionen (Mergers und Acquisitions) oder ihr zweieiiger Zwilling, also Abspaltung, Ausgr\u00fcndung oder Verkauf von Firmenteilen und Unternehmensbereichen (Carve-outs).<\/p>\n\n\n\n<p>Was auf der Ebene der Unternehmensleitung in Vertr\u00e4gen besiegelt wird und Freude ausl\u00f6st, setzt die IT-Abteilungen unter Stress. Denn sie m\u00fcssen die unterschiedlichen Interessen von K\u00e4ufern und Verk\u00e4ufern ber\u00fccksichtigen und unterst\u00fctzen. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen sie die zeitliche Dimension solcher Projekte bew\u00e4ltigen, die sich im Betrieb und in den Kosten noch viele Jahre nach der Transaktion bemerkbar machen.<\/p><div class=\"great-fullsize-content-de\" style=\"float: left;\" id=\"great-399483015\"><div id=\"great-1680594993\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6yfv7eho3Gc\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"Fullsize\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg\" alt=\"Fullsize\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26_04_08_1200x150-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Bei M-und-As erbt die IT des K\u00e4ufers eine historisch gewachsene IT-Landschaft mit einer Vielzahl unterschiedlicher Systeme und Applikationen verschiedenster Hersteller und in unterschiedlichen Releasest\u00e4nden, deren Zahl schnell in die Hunderte geht. Die daraus entstehende Komplexit\u00e4t ist enorm und muss so schnell wie m\u00f6glich reduziert werden. Bei Carve-outs wiederum muss die IT die unterschiedlichen Interessen von K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer zur Deckung bringen, die sich unter dem Begriff Governance zusammenfassen lassen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"800\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Peter-Schonenberger.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-70863\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Peter-Schonenberger.jpg 800w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Peter-Schonenberger-150x150.jpg 150w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Peter-Schonenberger-768x768.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Peter-Schonenberger-100x100.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Peter-Schonenberger-480x480.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Peter-Schonenberger-640x640.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Peter-Schonenberger-720x720.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Peter-Schonenberger-24x24.jpg 24w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Peter-Schonenberger-48x48.jpg 48w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Peter-Schonenberger-96x96.jpg 96w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Peter-Schonenberger-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Ersterer ein \u00advitales Interesse daran hat, dass wirklich alle Daten und Dokumente, die sein Gesch\u00e4ft betreffen, zuverl\u00e4ssig aus dem Informationsbestand des Verk\u00e4ufers herausgel\u00f6st und \u00fcbergeben werden, will Letzterer sichergehen, dass auf keinen Fall mehr Informationen als unbedingt n\u00f6tig seine Organisation verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um dem K\u00e4ufer alle relevanten Daten und Dokumente zu \u00fcbergeben, m\u00fcssen zum Teil immense Datenbest\u00e4nde mit unterschiedlichen Strukturen durchsucht und im Anschluss sinnvoll selektiert werden. Diese riesigen Mengen und verschiedenen Datenformate sind typisch f\u00fcr gewachsene SAP-Landschaften. ERP-Systeme mit einem \u00fcber zwanzig und mehr Jahre akkumulierten Datenbestand in \u00fcber 80.000 Tabellen, die mehrere Migrationen durchlaufen haben und daher entsprechend unterschiedliche Strukturen aufweisen, sind hier keine Seltenheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Interesse des K\u00e4ufers geht aber noch weiter und deckt sich sogar mit dem Interesse der ehemaligen Muttergesellschaft im Fall von Ausgr\u00fcndungen, etwa mit dem Ziel, einen Gesch\u00e4ftszweig als eigenst\u00e4ndige Unternehmen an die B\u00f6rse zu bringen, oder bei Management-Buy-outs. Dieses weitergehende Interesse verfolgt insbesondere zwei Ziele: Wahlfreiheit beim k\u00fcnftigen ERP-System und Minimierung der zu transformierenden operativen Daten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die L\u00f6sung: JiVS IMP<\/h2>\n\n\n\n<p>Diese grunds\u00e4tzliche Trennung der beiden Ebenen ist das Markenzeichen der Java-basierenden Plattform f\u00fcr Informationsmanagement JiVS IMP. Sie wurde von Anfang an daf\u00fcr konzipiert, Daten und Dokumente aus ihren Ursprungsumgebungen herauszul\u00f6sen, auf der Plattform selbst revisionssicher abzulegen und den Anwendern applikationsunabh\u00e4ngig im Originalformat zur Ansicht zur Verf\u00fcgung zu stellen. Der Clou und entscheidende Unterschied zu klassischer Archivierung besteht dabei da\u00adrin, dass JiVS IMP die Informationen zusammen mit ihrem Gesch\u00e4ftskontext \u00fcbernimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dadurch lassen sich einzelne Datens\u00e4tze und zugeh\u00f6rige Dokumente in der Plattform genauso suchen und herausfiltern, als ob man sich in SAP oder irgendeiner anderen Applikation bef\u00e4nde. Erst dadurch werden die urspr\u00fcnglichen Umgebungen \u00fcberfl\u00fcssig, lassen sich verschlanken und im Fall von Legacy-Systemen komplett stilllegen und entsorgen. Dasselbe leistet JiVS IMP im \u00dcbrigen auch f\u00fcr ADK-Dateien, deren Inhalte als einzelne Datens\u00e4tze und Dokumente auf der Plattform abgelegt werden, sodass die Archive im Anschluss daran ebenfalls entsorgt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Graphick-JiVS_bearbeitet_cmyk-1030x442.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-70864\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Transformation existierender Datensilos in eine konsolidierte Architektur schafft Agilit\u00e4t auf dem Weg zum intelligenten Enterprise.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dieser Ansatz zur Historisierung und Separierung von Daten und Dokumenten aus Live-Systemen spielt seine Vorteile gerade bei M-und-As und Carve-outs aus: Denn in beiden F\u00e4llen werden die meisten Legacy-\u00adInformationen des \u00fcbernommenen Unternehmens oder der ehemaligen Muttergesellschaft im operativen Betrieb nicht als Teil der Live-Systeme ben\u00f6tigt. Das Ziel lautet daher, diese Daten aus den operativen Systemen und Archiven herauszufiltern, zu historisieren und damit die Komplexit\u00e4t in der IT in k\u00fcrzester Zeit massiv zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu diesem Zweck erm\u00f6glicht JiVS IMP die \u00dcbernahme des kompletten Datenbestands aus einem Live-System auf Knopfdruck. JiVS IMP hat sich weltweit in \u00fcber 1000 Projekten bew\u00e4hrt. Als ausgereifte L\u00f6sung bringt die Plattform bereits im Standard \u00fcber 2000 Business-Objekte mit, davon allein mehr als 1200 f\u00fcr verschiedenste SAP-Systeme in unterschiedlichsten Releasest\u00e4nden ab R\/3 in der Version 3.0. Diese Objekte schaffen die Voraussetzung f\u00fcr den automatischen Datentransfer. Ein Beispiel f\u00fcr solche Objekte sind etwa SAP-Bestellungen. Sie enthalten die zu den einzelnen Datens\u00e4tzen zugeh\u00f6rigen Langtexte, \u00c4nderungsbelege, Verkn\u00fcpfungen zu Dokumenten, aber auch alle SAP-Office-Dokumente (GOS) etc.<\/p>\n\n\n\n<p>JiVS IMP fungiert sowohl von M-und-A- als auch Carve-out-Projekten als zentraler Sammelpunkt und Bereitstellungsraum oder Data Staging Area f\u00fcr Unternehmens\u00adinformationen. Dort lassen sich Daten und deren Qualit\u00e4t analysieren und mittels Anreicherung und Harmonisierung optimieren, Analysen zum Reduktionspotenzial des Datenbestands erstellen, die Filterregeln zur Reduktion vor der Daten\u00fcbernahme definieren und in einem neutralen Format f\u00fcr die anschlie\u00dfende Transformation und Migration der Daten bereitstellen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ist die Migration erfolgt, sorgt JiVS IMP f\u00fcr den rechtssicheren und ger\u00e4te-, zeit- sowie ortsunabh\u00e4ngigen Zugriff und unterwirft den Bestand an Legacy-Informationen einem durchg\u00e4ngigen Retention Management f\u00fcr eine l\u00fcckenlose Verwaltung des Lebenszy\u00adklus von historisierten Daten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Birr Machines: Carve-out in drei Monaten<\/h2>\n\n\n\n<p>Perfektes Beispiel f\u00fcr einen erfolgreichen Carve-out mithilfe der JiVS-IMP-Plattform ist das auf Fertigung und Wartung von Elektromotoren spezia\u00adlisierte Schweizer Unternehmen Birr Machines. Als das Unternehmen 2018 vom damaligen wie heutigen Management als Buy-out aus ABB ausgegliedert wurde, war das jahrzehntelange Fertigungs-, Qualit\u00e4ts- und Erfahrungswissen im SAP-System der ehemaligen Muttergesellschaft gespeichert. <\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Wissen betriebswirtschaftlich sinnvoll und technisch elegant sowie einfach herauszul\u00f6sen und in der neuen Umgebung auf Basis von SAP Business One zur Verf\u00fcgung zu stellen sollte das Carve-\u00adout vollenden. Und es gelang. Bereits am 10. Februar 2020 konnte der Zugang zum Rechenzentrum und SAP-System von ABB abgeschaltet werden, nachdem die historischen Informationen mithilfe von JiVS IMP herausgefiltert und auf die Plattform \u00fcberspielt worden waren. \u201eDas war nicht einmal drei Monate nach unserem ersten Treffen \u2013 eine ph\u00e4nomenale Leistung, ganz abgesehen von der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit den Kollegen von Data Migration International\u201c, berichtet Matthias Lembl\u00e9, Head of Supply Chain Management und IT, Birr Machines.<\/p>\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00e4ufe und Fusionen oder umgekehrt Ausgr\u00fcndungen, Abspaltungen und Verk\u00e4ufe von Firmenteilen sollen agil machen. Sie f\u00fchren jedoch zu komplexen IT-Projekten mit teilweise jahrelangen negativen Auswirkungen. 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