{"id":70856,"date":"2021-02-03T08:00:00","date_gmt":"2021-02-03T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/e3mag.com\/?p=70856"},"modified":"2021-04-30T13:43:12","modified_gmt":"2021-04-30T11:43:12","slug":"engineering-control-center","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/e3mag.com\/de\/engineering-control-center\/","title":{"rendered":"Engineering Control Center"},"content":{"rendered":"\n<p>Jetzt basieren die PLM-Prozesse auf einem einheitlichen Datenmodell und schlie\u00dfen damit auch nachfolgende Prozesse der logistischen Steuerung \u00fcber ein globales Produktionsnetzwerk hinweg mit ein. Mit diesem SAP-PLM-Projekt hat Beumer das Fundament f\u00fcr eine intelligente Kundenauftragsstruktur gelegt. \u00dcber diese werden Kundenanlagen digital als Backbone und mit einer einheitlichen Datenbasis aufgesetzt. Beumer kann so seine Prozesse durchg\u00e4ngig vom Engineering bis zum Service optimieren und weitere strategische PLM-Themen angehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Vorteil der Beumer-Kunden: Im Juli 2020 ging im neuen Harvey Milk Terminal 1 des Flughafens San Francisco das erste beh\u00e4lterbasierte Gep\u00e4ckabfertigungssystem der USA in Betrieb. Als Maschinen- und Anlagenbauer in einem muss Beumer sein internes PLM sowohl auf einzelne Komponenten herunterbrechen als auch sein komplexes Anlagengesch\u00e4ft beschreiben. Weil die Projekte immer komplexer werden und auch das Gesch\u00e4ft der Beumer Group insgesamt stark w\u00e4chst, entschied sich das Unternehmen, von der bisherigen eigen\u00adentwickelten ERP-Systemlandschaft auf S\/4 Hana zu wechseln. <\/p><div class=\"great-fullsize-content-de great-entity-placement\" style=\"float: left;\" id=\"great-837610211\"><div id=\"great-2487615290\" style=\"margin-bottom: 20px;\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6ZGXMPyM-nU\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"banner_26-04_29_1200x150\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1.jpg 1200w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-400x50.jpg 400w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-768x96.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-100x13.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-480x60.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-640x80.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-720x90.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-960x120.jpg 960w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-1168x146.jpg 1168w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-18x2.jpg 18w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_26-04_29_1200x150-1-600x75.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" width=\"1200\" height=\"150\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Begonnen wurde mit dem SAP PLM im \u00adBereich Engineering. Mit dieser L\u00f6sung kann Beumer zum einen Maschinenkomponenten mit vielen Varianten darstellen und zum anderen seine Prozesse im Anlagenbau und die Zusammenarbeit mit Dritten abbilden. So wird die Abbildung des \u00adEngineerings an verschiedenen Beumer-\u00adStandorten in einer globalen Struktur gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">CAD mit PLM-Datenmodell<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Prozessberatung und auch als Projektpartner nahm Beumer die BDF Experts an Bord.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIn einem Projekt dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung mussten wir die neuen SAP-Produkte auf unsere individuellen Anforderungen aufeinander abstimmen\u201c,<\/em> erkl\u00e4rt Michael Brehe, Head of PLM bei der Beumer Group. <\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDeshalb haben wir uns einen Partner mit dem n\u00f6tigen PLM-Background und ausgewiesener Beratungskompetenz gesucht.\u201c <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>BDF steuerte zudem mit seinem Process Control Center (PCC f\u00fcr SAP) ein SAP-zertifiziertes Add-on bei, mit dem sich kundenindividuelle Auftr\u00e4ge effizient digital abwickeln lassen. Dies erfolgt unter Verwendung einer vollst\u00e4ndig integrierten Produktstruktur mit mehreren Sichten und der automatisierten Ableitung von St\u00fccklisten und Bestellungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beumer bedient unterschiedliche Branchen und arbeitet f\u00fcr diese mit zum Teil verschiedenen CAD-Systemen: AutoCAD, Solid\u00adEdge f\u00fcr die 3D-Konstruktion, Navisworks und ePlan. Ziel des PLM-Projektes war es, f\u00fcr diese CAD-Systeme und die Folgeprozesse ein gemeinsames Datenmodell zu finden, das in SAP m\u00fcndet. F\u00fcr die Inte\u00adgration und Verwaltung der CAD-Dokumente f\u00fchrte Beumer das Engineering Control Center (ECTR) von SAP ein, BDF schuf in diesem Zusammenhang ein Datenmodell f\u00fcr die Konstruktionsdaten auf Basis des Produktstrukturdatenmodells von SAP.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese SAP-L\u00f6sung erm\u00f6glicht die Zusammenfassung von konstruktions- und fertigungsspezifischen Informationen wie Produktstrukturen (St\u00fccklisten), Prozessstrukturen (Arbeitspl\u00e4ne) und Fabriklayouts in einem integrierten Modell. Alle CAD-Systeme werden in einem integrierten PLM-Datenmodell zusammengef\u00fchrt. Die CAD-Landschaft und die damit verbundenen Prozesse sind keine Insell\u00f6sungen mehr, sondern bilden ein einheitliches, digitales Backbone, auf dessen Basis Beumer mit PLM ihre Produkte ganzheitlich aus mechanischer, elektrischer und logistischer Sicht beschreiben kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">CAD-Daten und St\u00fccklisten<\/h3>\n\n\n\n<p>Michael Brehe:<em> \u201eIn unserem fr\u00fcheren PDM-System hielten wir CAD-Daten ohne weitreichende Verbindung zu ERP-Prozessen. Mit dem BDF-Projekt haben wir das Fundament f\u00fcr eine tiefe ERP-Integration geschaffen: von PLM bis in die Folgeprozesse von Logistik und Service hinein.\u201c<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr die Prozessoptimierung: Wie viele Unternehmen hat auch Beumer ein globales Fertigungssystem mit unterschiedlichen Fertigungsabl\u00e4ufen. Diese weisen auch f\u00fcr identische Produkte unterschiedliche Fertigungsstufen auf und sind somit nicht sinnvoll in den CAD-Modellen der Konstruktion abbildbar. F\u00fcr die logische Planung dieser Produktionsabl\u00e4ufe nutzt Beumer die BDF-Software. Aus entsprechenden CAD-Daten und Erg\u00e4nzungen in den Produktstrukturen werden Inhalte f\u00fcr die St\u00fccklisten definiert. <\/p>\n\n\n\n<p>Statt einer 1-zu-1-Beziehung zwischen einem CAD-\u00adModell und einer St\u00fcckliste entsteht eine 1-zu-n-Beziehung, was den Aufwand f\u00fcr die Konstruktion minimiert und den Nutzen f\u00fcr die Logistik steigert. \u201eAus exakt definierten auftragsneutralen CAD-Modellen k\u00f6nnen wir so m\u00f6glichst viele logistische Daten in Form von Materialst\u00e4mmen, logistischen St\u00fccklisten und Dokumenten ableiten\u201c, erkl\u00e4rt Michael Brehe.<\/p>\n\n\n\n<p>Als PLM-Kernobjekt hat Beumer die sogenannte eBOM (Engineering Bill-of-Material) als eine Auspr\u00e4gung der integrierten Produktstruktur etabliert. Weit mehr, als nur einzelne Materialnummern und -st\u00e4mme oder klassische St\u00fccklisten dies verm\u00f6gen, enth\u00e4lt sie das gesamte Konfigurationswissen eines Produktes, seine mechanischen, elektrischen wie auch Softwarekomponenten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDie SAP-Produktstruktur kann man sich als eine zentrale Komponente von PLM vorstellen\u201c,<\/em> beschreibt Michael Brehe den funktionalen Zusammenhang,<em> \u201eeine Ebene zur ganzheitlichen Abbildung von Produkten, auf deren Datenobjekten sich dann PLM-Prozesse realisieren lassen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kundenanlagenstruktur steuert SAP<\/h3>\n\n\n\n<p>In der eBOM-Struktur werden demnach die verschiedenen Varianten der einzelnen Komponenten abgebildet. In der Realit\u00e4t ist jede Kundenanlage h\u00f6chst individuell. Bei gro\u00dfen Projekten wie Flughafen-Gep\u00e4ckanlagen, Postverteilzentren oder Zementwerken werden die Beumer-Einzelmaschinen in bestimmten Variantenauspr\u00e4gungen zusammengebaut, verkabelt und mit Steuerger\u00e4ten (Schaltschr\u00e4nken) ausgestattet. <\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr werden die komplett vorbereiteten auftragsneutralen Produktstrukturen, die die Beumer-Einzelmaschinen repr\u00e4sentieren, digital in ein weiteres gekapseltes auftragsspezifisches Datenmodell der Produktstruktur \u00fcberf\u00fchrt (Technische Auftragsstruktur). Aus der generischen eBOM entstehen damit je nach Kundenanlage verschiedenste Fertigungs-, Montage- oder Installationsst\u00fccklisten f\u00fcr den Einzelauftrag.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Beumer hei\u00dft diese technische Auftragsstruktur \u201eKundenanlagenstruktur\u201c. \u00dcber diese werden alle weiteren Prozesse im SAP-System gesteuert: das Beschaffen der Zukaufteile, das Produzieren der Eigenfertigungsteile, das Ausl\u00f6sen und Koordinieren von Lohnbearbeitungs- beziehungsweise Unterlieferantenprozessen, die Produkt- beziehungsweise Projektkalkulation auf allen erforderlichen Detaillierungsebenen sowie die Integration in das Projektmanagement, das hei\u00dft Triggern von Einzelbedarfen in Abh\u00e4ngigkeit der zentralen Projektterminsteuerung in Abh\u00e4ngigkeit der einzelnen Arbeitspakete sowie die Zuordnung zu den richtigen Kontierungsobjekten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ende Juni 2020 wurde SAP f\u00fcr die PLM-Prozesse bei Beumer live geschaltet. Damit stand das Fundament f\u00fcr den Bereich PLM, auf dem ab 2021 die logistischen Folgeprozesse aufbauen k\u00f6nnen. Die Coronakrise erschwerte die Kommunikation zum Projektstart; so konnten die Trainings der 800 User an 14 Engineering-Standorten weltweit ausschlie\u00dflich online stattfinden. Dennoch blieb man im Zeitplan.<\/p>\n\n\n\n<p>Das neue Vorgehen erm\u00f6glicht dem Maschinen- und Anlagenbauer k\u00fcnftig Engineering-Abteilungen \u00fcber die gesamte Unternehmensgruppe hinweg global mit einer einheitlichen Datenstruktur \u2013 einem digitalen Backbone \u2013 arbeiten zu lassen und nicht mehr wie bislang mit einzelnen Systemen. Zur Komplettierung des PLM hat das Beumer-Projektteam um Michael Brehe auch die Zeit nach der Inbetriebnahme, also den eigentlichen Teil des Lebenszy\u00adklus der Kundenanlage, im Blick. Deshalb wurde eine vollst\u00e4ndige Generierung der Service-Objektstrukturen unter Anwendung des SAP-Service-Managements eingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei werden alle wartungsrelevanten Objekte beziehungsweise Einzelteile einer Anlage \u00fcber sogenannte Equipment-Strukturen verwaltet. Hier ist es m\u00f6glich, Wartungsintervalle, Reparaturen, Maschinenlaufzeiten und den Austausch von Verschlei\u00dfteilen zu planen, zu \u00fcberwachen und zu dokumentieren. Mit diesen Daten lassen sich unter anderem Fr\u00fchwarnfunktionen etablieren, statistische Auswertungen durchf\u00fchren und insgesamt das Betreiben einer Anlage als Ganzes optimal managen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/e3mag.com\/partners\/bdf_experts\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"112\" src=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/BDF-Experts-CI-Banner.jpg\" alt=\"https:\/\/e3mag.com\/partners\/bdf_experts\/\" class=\"wp-image-70857\" srcset=\"https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/BDF-Experts-CI-Banner.jpg 1000w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/BDF-Experts-CI-Banner-768x86.jpg 768w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/BDF-Experts-CI-Banner-100x11.jpg 100w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/BDF-Experts-CI-Banner-480x54.jpg 480w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/BDF-Experts-CI-Banner-640x72.jpg 640w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/BDF-Experts-CI-Banner-720x81.jpg 720w, https:\/\/e3mag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/BDF-Experts-CI-Banner-960x108.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-vce-bg-color has-vce-cat-5-background-color has-text-color has-background\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<h2 class=\"has-vce-bg-color has-text-color wp-block-heading\">Beumer Group<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Beumer Group ist ein international f\u00fchrender Hersteller von Intra\u00adlogistiksystemen in den Bereichen F\u00f6rdern, Verladen, Palettieren, Verpacken, Sortieren und Verteilen. Mit 4500 Besch\u00e4ftigten erwirtschaftet Beumer einen Jahresumsatz von etwa 950 Millionen Euro. Das Familienunternehmen wurde 1935 gegr\u00fcndet, ist in der dritten Generation inhabergef\u00fchrt und unabh\u00e4ngig.<\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer neuen Product-Lifecycle-Management-Landschaft auf Basis von S\/4 verst\u00e4rkt die Beumer Group ihre globale Zusammenarbeit im Bereich Engineering. 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